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Berlin (ots) - Neue Analyse zeigt: Professionelle Betriebsratsarbeit steigert
Produktivität, Krisenresilienz und Innovationsfähigkeit - aber sie entsteht
nicht von allein.
Zwischen März und Mai 2026 wählen Zehntausende Betriebe in Deutschland neue
Betriebsräte. Die Wahlen fallen in eine Zeit, in der die Rolle der Mitbestimmung
so viel Aufmerksamkeit bekommt wie selten zuvor: Bei Volkswagen hat der
Betriebsrat einen der größten Umbauprozesse der deutschen Industriegeschichte
mitverhandelt. Bei Tesla in Grünheide eskaliert der Konflikt zwischen IG Metall
und Unternehmensführung. In diesem Umfeld stellt sich eine grundsätzliche Frage:
Bremsen Betriebsräte den Wandel, oder machen sie ihn erst tragfähig?
Eine neue Analyse des ifb (Institut zur Fortbildung von Betriebsräten) liefert
auf Basis von 20 Jahren arbeitsökonomischer und organisationssoziologischer
Forschung klare Antworten
- Ob ein Betriebsrat zum Erfolgsfaktor wird, hängt nicht von seiner Existenz ab,
sondern von der Qualität seiner Arbeit .
- Professionelle Betriebsratsarbeit trägt nachweisbar zu Produktivität,
Innovation, Krisenresilienz und Arbeitgeberattraktivität bei.
- Die entscheidende Einschränkung: Wirkung ist kein Automatismus. Wo
Betriebsratsarbeit gering professionalisiert ist oder Arbeitsbeziehungen
konfrontativ verlaufen, können die Effekte auch ins Gegenteil umschlagen.
"In Zeiten, in denen Unternehmen sich grundlegend verändern müssen, kann sich
niemand einen Betriebsrat leisten, der nur blockiert. Aber genauso wenig einen,
der nur nickt. Die Forschung zeigt: Es braucht Betriebsräte, die beides können -
Interessen vertreten und Wandel mitgestalten" , sagt Dr. Klaus Daniel,
Geschäftsführer des ifb.
Dr. Klaus Daniel, Geschäftsführer des ifb sagt: " 20 Jahre Forschung zeigen ein
klares Bild: Betriebsräte können Produktivität, Innovation und Krisenresilienz
stärken, aber nur, wenn sie professionell arbeiten. Die Wahl ist der Anfang,
nicht das Ergebnis. Entscheidend ist, was danach passiert: der systematische
Aufbau von Kompetenz, ein strategisches Rollenverständnis und die Fähigkeit,
Arbeitnehmerinteressen zu vertreten und gleichzeitig Wandel mitzugestalten. Das
ist anspruchsvoll, aber genau das macht gute Mitbestimmung aus."
Die vollständige Analyse "Betriebsrat als Erfolgsfaktor: Was 20 Jahre Forschung
für die Wahlen 2026 bedeuten" ist verfügbar unter: https://www.betriebsrat.de/fa
chartikel/betriebsratswahl/betriebsrat-als-erfolgsfaktor-4680774
Über das ifb
Das ifb - Institut zur Fortbildung von Betriebsräten - ist Bildungspartner für
Betriebsräte und betriebliche Interessenvertreter. Über die Wissensplattform
betriebsrat.de und mit hochwertigen Seminaren und Veranstaltungen unterstützt
das Institut seit 1988 Arbeitnehmervertreter mit praxisnahem Fachwissen zu
arbeitsrechtlichen, wirtschaftlichen und kommunikativen Themen.
Pressekontakt:
Nicolas Caramella
DataPulse Research
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