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Frankfurt (ots) - Will Verteidigungsminister Boris Pistorius die deutsche
Streitmacht wirklich zur konventionell stärksten Armee Europas entwickeln, dann
wird es nicht reichen, ehrgeizige Ziele in der ersten Militärstrategie der
Bundeswehr zu formulieren. Er wird mit seinen Generälen nicht an fein
ausgetüftelten und wohlklingenden Stufenplänen für den Aufwuchs der Streitkräfte
gemessen werden, sondern daran, wie schnell es ihnen gelingt, für mehr Nachwuchs
zu sorgen. Und hier ist die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit noch riesig
- auch beim freiwilligen Wehrdienst. Wer junge Männer und Frauen für die Uniform
begeistern will, der sollte auf Kommunikationspannen verzichten, wie um die
gesetzliche Genehmigungspflicht für längere Auslandsreisen. Er sollte sie auch
angemessen in Kasernen unterbringen können und nicht Überbelegungen in beliebten
Standorten ankündigen. Solche Details entscheiden über Wohl und Wehe des
Mammutprojekts Umbau der Bundeswehr.
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