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Berlin (ots) - Pharma Deutschland ruft Pharmaunternehmen und
Medizinprodukte-Hersteller dringend zur Beteiligung bis zum 25. Mai 2026 auf
Pharma Deutschland fordert alle in Deutschland tätigen Pharmaunternehmen und
Medizinprodukte-Hersteller auf, sich an der öffentlichen Konsultation zum
Stellungnahmeentwurf des Ausschusses für sozioökonomischen Analysen der
Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) zu beteiligen. Das Ergebnis der
Konsultation entscheidet mit darüber, wie streng der Einsatz von Per- und
polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) in der EU künftig reguliert wird und
welche Ausnahmen oder ggf. Übergangsfristen für Arzneimittel- und
Medizinprodukte möglich sind.
PFAS sind in vielen Bereichen der Herstellung von Arzneimitteln und
Medizinprodukten im Einsatz - etwa in, Wirkstoffen, Hilfsstoffen, Verpackungen,
Beschichtungen und Dichtungen. Einschränkungen ohne ausreichende Datengrundlage
können Produktionsprozesse gefährden, Lieferketten unterbrechen und damit die
Versorgung von Patientinnen und Patienten beeinträchtigen.
In der ECHA-Konsultation können Unternehmen bis zum 25. Mai 2026 direkt Stellung
zum Entwurf nehmen. Gefragt sind insbesondere konkrete Beispiele aus der Praxis,
Einschätzungen zur technischen Machbarkeit von Alternativen, realistische
Umstellungszeiträume sowie Hinweise auf mögliche Folgen für Kosten, Standorte,
Innovation, Produktion und Versorgungssicherheit. Jede Rückmeldung, auch zu
einzelnen Anwendungen, erhöht das Verständnis der Behörden für die Lage der
Pharmaindustrie.
Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin von Pharma Deutschland, betont: "Wo
immer es geht, wird die Pharmazeutischen Industrie PFAS strikt vermeiden. Die
geplanten PFAS-Regelungen greifen allerdings tief in die pharmazeutische
Produktion ein - mit einer nicht angemessenen Umstellungsfrist. Jedes
Unternehmen, das Arzneimittel oder Medizinprodukte in Deutschland herstellt,
wird unmittelbar betroffen sein. Ohne die konkreten Informationen aus dem
Produktionsalltag riskiert die Branche, dass eine EU-Behörde ohne die Expertise
der Unternehmen durch zusätzliche Vorgaben in die Produktionsprozesse eingreift.
Es ist also im ureigensten Interesse der Branche, genau zu vermitteln, wo PFAS
heute in der Pharmaproduktion unverzichtbar sind, welche Alternativen fehlen und
welche Risiken für die Versorgung drohen. Nur wenn wir diese Informationen
liefern, können am Ende Regeln entstehen, die Versorgungssicherheit und
Innovation nicht ausbremsen und gleichzeitig Mensch und Umwelt schonen."
Pharma Deutschland hat für seine Mitglieder einen kompakten Überblick (https://w
ww.pharmadeutschland.de/themen/eu-pfas-beschraenkung-aufruf-zur-konsultation/)
zur PFAS-Konsultation erstellt. Sie erklärt, wie die Eingabe bei der ECHA
funktioniert, welche Informationen besonders wichtig sind und wie sich interne
Daten im Unternehmen effizient erheben lassen. Bei Bedarf unterstützt die
Geschäftsstelle Unternehmen auch individuell bei der Einordnung der Fragen und
bei der Strukturierung ihrer Beiträge.
PFAS - per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen - sind eine umfangreiche Gruppe
von Industriechemikalien. Es handelt sich um organische, vom Menschen
hergestellte Verbindungen, die kein natürliches Vorkommen haben. Aufgrund ihrer
besonderen Eigenschaften werden sie seit Jahrzehnten in vielen
Industriebereichen und Konsumentenprodukten eingesetzt.
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Der Pharma Deutschland e.V. ist der mitgliederstärkste Branchenverband der
Pharmaindustrie in Deutschland. Er vertritt die Interessen von rund 400
Mitgliedsunternehmen, die in Deutschland ca. 80.000 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter beschäftigen. Die in Pharma Deutschland e.V. organisierten
Unternehmen tragen maßgeblich dazu bei, die Arzneimittelversorgung in
Deutschland zu sichern. So stellen sie fast 80 Prozent der in Apotheken
verkauften rezeptfreien und fast zwei Drittel der rezeptpflichtigen Arzneimittel
sowie einen Großteil der stofflichen und dentalen Medizinprodukte für die
Patientinnen und Patienten bereit. Unter http://www.pharmadeutschland.de gibt es
mehr Informationen zu Pharma Deutschland.
Ihre Ansprechpartner in der Pressestelle von Pharma Deutschland:
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