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Berlin (ots) - Ein Jahr nach Einführung nutzt die elektronische Patientenakte
nur jeder Vierte
Die Nutzung der elektronischen Patientenakte (ePA) hat ein Jahr nach der
bundesweiten Einführung weiter zugenommen und bleibt dennoch hinter den
Erwartungen an eine breite Verankerung im Versorgungsalltag zurück. Das zeigt
eine aktuelle Civey-Umfrage im Auftrag von Pharma Deutschland.
Demnach ist der Anteil der Nutzerinnen und Nutzer innerhalb eines Jahres
deutlich gestiegen: Während im April 2025 noch 12,5 Prozent der Befragten
angaben, die ePA aktiv zu nutzen, liegt dieser Wert im April 2026 bei 23,6
Prozent. Zwar hat sich die Nutzung damit nahezu verdoppelt, dennoch greift nur
rund insgesamt jeder Vierte auf die elektronische Patientenakte zurück.
Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin von Pharma Deutschland: "Ein Jahr nach
Einführung der ePA ist ein Anteil von Nutzerinnen und Nutzer unter 25 % kein
guter Wert. Wir sind noch weit davon entfernt, dass die Mehrheit der Bevölkerung
die Vorteile der ePA kennt und sie im Alltag nutzt. Damit geht Potenzial
verloren, das wir gerade jetzt im Gesundheitssystem dringend brauchen."
Die aktuellen Daten zeigen zudem weiterhin Unterschiede zwischen einzelnen
Bevölkerungsgruppen. So nutzen Männer die ePA häufiger als Frauen (25,2 Prozent
gegenüber 21,7 Prozent). Auch regional bleibt ein Gefälle bestehen: In den
ostdeutschen Bundesländern liegt die Nutzungsrate mit 28,9 Prozent über der im
Westen (22,2 Prozent).
Besonders aktiv ist die Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen mit einer
Nutzungsquote von 28,8 Prozent. In den übrigen Altersgruppen bewegt sich die
Nutzung auf einem etwas niedrigeren, aber vergleichbaren Niveau: 30-39-Jährigen
(27,1 Prozent), 40- bis 49-Jährige (21,6 Prozent), 50- bis 64-Jährige (24,5
Prozent) sowie Menschen ab 65 Jahren (20,9 Prozent).
Pharma Deutschland bewertet die ePA als wichtigen Fortschritt für die
Digitalisierung des Gesundheitswesens. Die e-Akte kann den Umgang mit der
eigenen Gesundheit deutlich vereinfachen. Wichtige medizinische Informationen
sind gebündelt verfügbar, Behandlungen können besser abgestimmt und Risiken
früher erkannt werden. Gleichzeitig bieten die Daten eine wichtige Grundlage für
Forschung und passgenaue Therapien.
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Im Auftrag von Pharma Deutschland führt das Meinungsforschungsinstitut Civey
seit Januar 2025 ein kontinuierliches Live-Monitoring zur individuellen
medizinischen Versorgungssituation sowie zu Erfahrungen im Kontext
pharmazeutischer Themen durch. Die Anzahl der Antworten, die stellvertretend für
die Grundgesamtheit in der Stichprobe zur Berechnung des repräsentativen
Ergebnisses berücksichtigt werden, liegt bei 5.000 Befragten. Die erhobenen
Daten werden nach den sechs Landesverbänden von Pharma Deutschland differenziert
analysiert. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die angegebene
Grundgesamtheit. Für die Berechnung regionaler Ergebnisse nutzt Civey
Small-Area-Methoden mit einem Echtzeit-Modell. Dazu werden die Ergebnisse auf
Basis einer modellbasierten, statistischen Methode für kleine Datenräume
erhoben. Weitere Informationen und Ergebnisse finden Sie auf unserer Webseite
(https://www.pharmadeutschland.de/pharmawissen-fuer-alle/gesundheitsmonitor/) .
Der Pharma Deutschland e.V. ist der mitgliederstärkste Branchenverband der
Pharmaindustrie in Deutschland. Er vertritt die Interessen von rund 400
Mitgliedsunternehmen, die in Deutschland ca. 80.000 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter beschäftigen. Die in Pharma Deutschland e.V. organisierten
Unternehmen tragen maßgeblich dazu bei, die Arzneimittelversorgung in
Deutschland zu sichern. So stellen sie fast 80 Prozent der in Apotheken
verkauften rezeptfreien und fast zwei Drittel der rezeptpflichtigen Arzneimittel
sowie einen Großteil der stofflichen und dentalen Medizinprodukte für die
Patientinnen und Patienten bereit. Unter http://www.pharmadeutschland.de gibt es
mehr Informationen zu Pharma Deutschland.
Ihre Ansprechpartner in der Pressestelle von Pharma Deutschland:
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