|
München (ots) - Viele Menschen warten mit Impfungen gegen Atemwegsinfektionen
bis zum Herbst, doch das ist in einigen Fällen nicht nötig. Anlässlich der
Weltimpfwoche vom 24. bis zum 30. April mit dem Motto "Impfungen wirken in jeder
Generation" lohnt ein Blick auf einen oft übersehenen Aspekt: Die Impfung gegen
das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) ist nicht an die Erkältungssaison
gebunden. Für ältere Erwachsene mit Vorerkrankungen bedeutet das, sie können
ihren Schutz unabhängig planen und Arzttermine außerhalb der klassischen
Infektsaison nutzen, wenn die Wartezimmer weniger voll sind.[1,2]
Frühzeitig handeln statt auf die Saison zu warten
Impfungen gegen Atemwegsinfektionen werden häufig als klassisches Herbstthema
verstanden. So auch beim Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV), einem weltweit
verbreiteten Atemwegserreger. Dr. Justus de Zeeuw, Facharzt für Innere Medizin
und Lungenheilkunde, klärt diesen Mythos auf: " Nach jetzigem Stand schützt die
Impfung über mehrere Saisons. Es ist daher nicht so zeitkritisch, wann man sich
impfen lässt. Man muss sich nicht an eine bestimmte Saison halten - eine Impfung
ist auch im März, August oder Oktober möglich. "
Die Schutzimpfung gegen RSV ist also nicht an die Erkältungssaison gebunden, wie
es viele Menschen von anderen Atemwegserkrankungen kennen.[1]
Die Behandlungsmöglichkeiten einer RSV-Infektion sind begrenzt. Häufig lassen
sich nur die Symptome therapieren, nicht der Erreger selbst.[3,4] Umso wichtiger
ist die Vorsorge. Neben allgemeinen Hygienemaßnahmen wie Abstandhalten und
Händewaschen kommt der RSV-Impfung eine zentrale Rolle zu. Sie kann dazu
beitragen, das Risiko für schwere Krankheitsverläufe zu senken und
Komplikationen zu vermeiden.[4] Ältere Erwachsene und Menschen mit
Vorerkrankungen können daher gezielt Routineuntersuchungen im Frühjahr oder
Sommer nutzen, um das Thema RSV anzusprechen - oft zu Zeiten, in denen
Arztpraxen weniger ausgelastet sind und bei Bedarf mehr Raum für ausführliche
Beratung bleibt.
Wem die Schutzimpfung empfohlen wird
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die RSV-Impfung für:
- ab 75 Jahren: alle Personen.[5]
- 60-74 Jahre: Personen mit bestimmten schweren Vorerkrankungen, etwa der
Atemwege oder des Herz-Kreislauf-Systems, und für Bewohner von
Pflegeeinrichtungen.[5]
"Die Kombination aus weniger aktivem Immunsystem und chronischen
Grunderkrankungen im Alter erhöht das Risiko für schwere RSV-Infektionen", so
Dr. de Zeeuw . " Viele Menschen verstehen nicht, dass wir bei RSV von etwas
anderem als einer Erkältung reden. Eine RSV-Infektion kann nicht nur einen
Schnupfen bedeuten, sondern in einigen Fällen auch eine Behandlung im
Krankenhaus erforderlich machen. Im schlimmsten Fall endet eine Infektion sogar
tödlich ", fügt der Experte hinzu.
Konkret heißt das : Kommt es bei älteren Erwachsenen mit Vorerkrankungen zu
einer RSV-Infektion, steigt das Risiko für einen schweren Verlauf mit
lebensbedrohlichen Komplikationen wie einer Lungenentzündung oder
Herzversagen.[3,5] Dazu kommt, dass sich bestimmte Vorerkrankungen negativ auf
den Verlauf der RSV-Infektion auswirken können und eine RSV-Infektion wiederum
eine Vorerkrankung deutlich verschlechtern kann. Bei Menschen mit Asthma oder
einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) kann sich etwa verstärkt
Luftnot entwickeln.[4] In Deutschland muss etwa jede vierte diagnostizierte
RSV-Infektion bei Erwachsenen ab 60 Jahren im Krankenhaus stationär behandelt
werden, einige sogar intensivmedizinisch.[6,7]
Langfristige Folgen nicht unterschätzen
Eine RSV-Infektion kann nicht nur akut belasten, sondern auch langfristige
Auswirkungen haben. So können sich bestehende Erkrankungen nachhaltig
verschlechtern, beispielsweise wenn sich die Lungenfunktion nicht vollständig
erholt. Betroffene können in ihrem Alltag dauerhaft weniger belastbar sein.
Dinge, die zuvor problemlos möglich waren, werden dann zur körperlichen
Herausforderung. Treppensteigen, Einkäufe, selbst das Spielen mit den Enkeln
oder ein kurzer Spaziergang können schnell anstrengend werden und Atemnot
auslösen. In schweren Fällen ist die eingeschränkte Belastbarkeit so ausgeprägt,
dass Betroffene zeitweise stark auf Unterstützung angewiesen oder sogar
bettlägerig sind.[8] Gerade deshalb ist es sinnvoll, Vorsorge frühzeitig
einzuplanen.
Über GSK
GSK ist ein globales Biopharma-Unternehmen, das Wissenschaft, Technologie und
Talent vereint, um Krankheiten gemeinsam voraus zu sein. Weitere Informationen
unter: http://www.de.gsk.com/
Besuchen oder abonnieren Sie auch unseren Newsroom:
http://www.presseportal.de/nr/39763
**Info: Gendergerechte Sprache: Dieser Text schließt prinzipiell alle
Geschlechter mit ein. Zur besseren Lesbarkeit wird jedoch nur eine
Geschlechtsform verwendet - welche das ist, liegt im Ermessen derjenigen Person,
die den Text verfasst hat.
NP-DE-AVU-PRSR-260003 (04/2026)
Referenzen
1 Cdc.gov, "Use of Respiratory Syncytial Virus Vaccines in Adults Aged >=60
Years: Updated Recommendations of the Advisory Committee on Immunization
Practices - United States, 2024". Verfügbar unter:
https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/73/wr/pdfs/mm7332e1-H.pdf Zugriff: April 2026
2 Einecke D MMW Fortschr Med. 2026 Apr;168(7):69
3 Nhs.uk, "Respiratory syncytial virus (RSV)". Verfügbar unter:
https://www.nhs.uk/conditions/respiratory-syncytial-virus-rsv/ Zugriff: April
2026
4 Rki.de, "RSV-Infektion RKI-Ratgeber". Verfügbar unter: https://www.rki.de/DE/A
ktuelles/Publikationen/RKI-Ratgeber/Ratgeber/Ratgeber_RSV.html Zugriff: April
2026
5 Rki.de, "RSV-Impfung für ältere Menschen". Verfügbar unter: https://www.rki.de
/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Impfen/Informationsmaterialien/Faktenblaetter-z
um-Impfen/RSV-Impfung-Aeltere-Menschen.pdf?__blob=publicationFile Zugriff: April
2026
6 Havers FP et al. JAMA Netw Open. 2024 Nov 4;7(11):e2444756
7 Marijic P et al. Pharmacoecon Open 2025;9(3):445-459
8 Wildenbeest JG et al. Lancet Respir Med. 2024 Oct;12(10):822-836
Pressekontakt:
Katrin Rieland
Agentur-Kontakt
Telefon: +49 40 600 800 6093
E-Mail: krieland[at]contentfleet.com
Content Fleet GmbH
Kehrwieder 8, 20457 Hamburg
Diana Drescher
Business Communications Manager, Government Affairs & Market Access
E-Mail: diana.x.drescher[at]gsk.com
GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, Prinzregentenplatz 9, 81675 München
Sitz der KG ist München Amtsgericht München HRA 78754
Komplementärin:
Allen Pharmazeutika Gesellschaft mbH, Sitz Wien
Handelsgericht Wien FN 93449 a
Geschäftsführung: René Jensen
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/39763/6264976
OTS: GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG
|