|
Straubing (ots) - Merz sagt zu oft, was er denkt. Als Oppositionspolitiker
wirkte das erfrischend, als Regierungschef haben Worte ein anderes Gewicht.
Diese mangelnde Impulskontrolle in der Wortwahl hat ihn schon mehrfach in
Schwierigkeiten gebracht. Nicht nur ihn persönlich, sondern die Koalition, die
das Land in schwerer Zeit führen muss und in der mit der AfD ein Gegenentwurf
bereitsteht, der den politischen Grundkonsens über die Parteien hinweg offensiv
infrage stellt. (...)
Die verunglückte Stadtbild-Äußerung zu Migranten, der Renten-Fauxpas und die
offenherzige Iran-Analyse vor Schülern lassen die Wellen hochschlagen und kosten
die Regierung viel Kraft, das Losgetretene wieder einzufangen und sich auf eine
gemeinsame Linie zu verständigen. Das Gute daran ist, dass sich Friedrich Merz
im zweiten Jahr seiner Kanzlerschaft das Leben selbst sehr einfach leichter
machen kann.
Pressekontakt:
Straubinger Tagblatt
Ressort Politik/Wirtschaft/Vermischtes
Markus Peherstorfer
Telefon: 09421-940 4441
politik@straubinger-tagblatt.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/122668/6267410
OTS: Straubinger Tagblatt
|