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Atlantic City (ots) - Hinter den Neonlichtern von Atlantic City verbirgt sich
eine der traditionsreichsten Urlaubsdestinationen an der US-Ostküste. Schon im
19. Jahrhundert zog es Reisende aus den Metropolen der amerikanischen Ostküste
an die Strände von New Jersey. Der 1870 eröffnete Boardwalk, breite Sandstrände
und ein stetig wachsendes Freizeitangebot machten die Stadt früh zu einem Ort,
an dem Erholung und Unterhaltung eng zusammengehören. Schon bald prägte ein
Bauwerk dieses Bild entscheidend: der Steel Pier. Rund 300 Meter ragt er vom
Boardwalk in den Atlantik hinaus und ist bis heute eng mit der Entwicklung der
Destination verbunden.
Als der Steel Pier am 18. Juni 1898 eröffnet wurde, war er ein Pionierprojekt.
Als erster Vergnügungspier Atlantic Citys auf Eisenpfählen und Stahlträgern
gebaut, setzte er neue Maßstäbe. Initiiert wurde er von Quäkern, einer
religiösen Gemeinschaft, die für ihre zurückhaltende Lebensweise und ihre klaren
moralischen Werte bekannt ist. Ihr Ziel war ein Ort der Ruhe, bewusst
familienfreundlich konzipiert.
Doch Atlantic City wuchs und mit ihm der Steel Pier. Aus dem geplanten
Rückzugsort wurde rasch eine Attraktion, die Besucher aus dem ganzen Land anzog
und das Profil der Stadt nachhaltig prägte.
Der "Showplace of the Nation"
Im frühen 20. Jahrhundert erreichte der Steel Pier seine kulturelle Blütezeit.
Unter dem Namen "Showplace of the Nation" wurde er zu einer der wichtigsten
Bühnen der amerikanischen Unterhaltungskultur. Namen wie Frank Sinatra, Bing
Crosby und Bob Hope stehen beispielhaft für diese Ära. Auch Ed Sullivan und
Jackie Gleason sammelten hier frühe Bühnenerfahrungen. Im Zentrum stand der
Marine Ballroom, einer der wichtigsten Orte der Big-Band-Ära. Wer hier auftrat,
hatte es geschafft - oder war zumindest auf dem besten Weg dorthin.
Fragwürdige Kuriositäten
Neben den großen Shows sorgten auch außergewöhnliche Attraktionen für Aufsehen
am Pier. In den 1930er und 1940er Jahren zählte Rex "The Wonder Dog", besser
bekannt als der wasserskifahrende Hund, zu den tierischen Publikumslieblingen.
Eine der bekanntesten, aus heutiger Sicht wohl umstrittensten Darbietungen war
das sogenannte Diving Horse, bei dem Pferde noch bis in die 1970er Jahre hinein
von einem rund zwölf Meter hohen Turm in ein Wasserbecken sprangen.
Tierschützern und einem veränderten Zeitgeist ist es zu verdanken, dass dieses
heute kritisch betrachtete Spektakel vor rund einem halben Jahrhundert endgültig
aus dem Programm verschwand.
Das Ende einer Ära
Die Geschichte des Steel Pier verlief nicht geradlinig. Ab den 1960er Jahren
geriet das Erfolgsmodell ins Wanken. 1962 beschädigte ein schwerer Sturm Teile
der Anlage. 1970 zerstörte ein Brand den Marine Ballroom und damit das
kulturelle Herz des Piers. Gleichzeitig veränderten sich die Reisegewohnheiten.
Flugreisen wurden erschwinglich, neue Reiseziele rückten in den Fokus.
Klassische Badeorte verloren an Bedeutung. 1976 wurde der Betrieb des
historischen Steel Pier eingestellt. Als 1982 ein weiterer Brand große Teile der
bereits stillgelegten Struktur zerstörte, schien das Kapitel Steel Pier
endgültig abgeschlossen.
Zurück auf Los
Doch Atlantic City wäre nicht Atlantic City ohne seine Comeback-Momente. Anfang
der 1990er Jahre wurde auch der Steel Pier neu gedacht. 1993 eröffneten die
Catanoso-Brüder den Pier wieder und setzten bewusst auf ein Konzept, das
Tradition und Gegenwart verbindet.
Seitdem wurde das Angebot Schritt für Schritt erweitert. Neue Fahrgeschäfte,
zusätzliche Attraktionen und gastronomische Angebote haben den Pier wieder zu
einem lebendigen Teil des Boardwalks gemacht.
Der Steel Pier heute
Heute zeigt sich der Steel Pier als moderner Vergnügungspier mit mehr als 20
Fahrgeschäften und Attraktionen. Die Saison beginnt im Frühjahr, zunächst an
ausgewählten Tagen, bevor der Pier in den Sommermonaten täglich geöffnet ist.
Der Zugang ist frei, bezahlt wird nur für die einzelnen Fahrten. Dazwischen
sorgen klassische Boardwalk-Snacks und einfache Gastronomie für das typische
AC-Lebensgefühl.
Star des Piers ist "The Wheel", das große Riesenrad. Mit einer Höhe von rund 70
Metern zählt es zu den größten seiner Art in den USA. In klimatisierten Gondeln
erleben Besucher während der etwa zehnminütigen Fahrt einen weiten Rundumblick
über den Atlantik, den Boardwalk und die Skyline von Atlantic City. Besonders in
den Abendstunden, wenn das Rad in wechselnden Farben illuminiert ist, wird es
selbst zu einem prägenden Teil der Kulisse.
Der Steel Pier bleibt damit ein Ort, der sich immer wieder verändert hat und
dabei eines nie verloren hat: seine Rolle als Wahrzeichen von Atlantic City.
Über Atlantic City
Nicht nur die Nähe zu New York oder Philadelphia machen Atlantic City zu einem
attraktiven Reiseziel an der Ostküste der USA. Die Stadt am Atlantik hat eine
Menge zu bieten, allen voran die schönen Sandstrände entlang des historischen
Boardwalk. Egal, ob man sich für historische und kulturelle Attraktionen
interessiert, fantastische Einkaufsmöglichkeiten oder den Nervenkitzel im Kasino
sucht, sich von Amerikas Starköchen verwöhnen, große Stars auf den Bühnen der
Stadt live erleben oder doch lieber das Outdoorangebot nutzen möchte - Atlantic
City hat für jeden Urlaubsgeschmack das Passende zu bieten.
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