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Sperrfrist: 29.04.2026 17:30
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Kiel (ots) - Aminata Touré, Ministerin für Soziales, Jugend, Familie, Senioren,
Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein und Iris Kröner,
Landesdirektorin der AOK Nordwest übergaben auf dem Jahresempfang der
Landesgruppe Schleswig-Holstein des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer
Dienste e.V. (bpa) den Förderbescheid nach § 123 SGB XI über rund 1,2 Millionen
Euro für das Projekt ZAPF@DigitAl - Zentrale Anlaufstelle Pflege zur
Digitalisierung und Alltagsgestaltung an Mathias Steinbuck, Landesvorsitzender
des bpa und Michael Saitner als Sprecher des Forum Pflegegesellschaft e. V..
Mit der Förderung wird ein innovatives Projekt unterstützt, das pflegebedürftige
Menschen, ihre Angehörigen sowie Pflegeeinrichtungen und weitere Akteure gezielt
bei der Nutzung digitaler Lösungen und bei der alltagsnahen Gestaltung von
Pflege unterstützen soll. Ziel von ZAPF@DigitAl ist es, Digitalisierung in der
Pflege praxisnah, verständlich und nutzbringend erlebbar zu machen und damit
einen Beitrag zur Verbesserung der Versorgungsqualität und zur Entlastung der
Pflegenden zu leisten.
Das Projekt wird vom bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.
V. für das Forum Pflegegesellschaft e. V. durchgeführt. Dabei stehen
insbesondere niedrigschwellige Beratung, Information und Vernetzung im
Mittelpunkt. Die zentrale Anlaufstelle Pflege soll als kompetente Schnittstelle
fungieren, die Orientierung bietet, digitale Kompetenzen stärkt und innovative
Lösungen in den Pflegealltag integriert. Das Projekt ist befristet bis Ende
2028.
Sozialministerin Aminata Touré betonte die Bedeutung des Projektes für die
Weiterentwicklung der Pflege im Land. Digitalisierung und eine moderne
Alltagsgestaltung in der eigenen Häuslichkeit der Pflegebedürftigen seien
zentrale Bausteine, um Pflege zukunftsfest aufzustellen und die Selbstbestimmung
Pflegebedürftiger zu stärken. "Für die professionelle Pflege gibt es schon sehr
viele Anwendungen, die das Potential haben, die Pflege zu entlasten. Mit dem
Projekt wollen wir dazu beitragen, dass dieser Wandel in den Pflegediensten
schneller voranschreitet und Pflegebedürftige und Angehörige zu digitalen
Anwendungen in der Häuslichkeit, deren Förderung und der Nutzung beraten werden
können", so die Ministerin.
Das Land Schleswig-Holstein stellt seit dem Haushaltsjahr 2025 die
Kofinanzierung für Modellvorhaben nach § 123 SGB XI bereit. Insgesamt sind dafür
4 Millionen Euro für die Jahre 2025 bis 2028 vorgesehen. Zusammen mit den
Mitteln aus dem Ausgleichsfonds der Pflegeversicherung stehen damit für
Schleswig-Holstein insgesamt 8 Millionen Euro für entsprechende Modellvorhaben
zur Verfügung.
AOK-Landesdirektorin Iris Krönerhob hervor, dass ZAPF@DigitAl einen wichtigen
Beitrag zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen leisten könne, indem digitale
Angebote sinnvoll mit den realen Bedarfen von Pflegebedürftigen und Pflegenden
verknüpft werden. "Es liegen viele Anträge auf die Anerkennung von digitalen
Pflegeanwendungen beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte.
Sollten die ersten während der Laufzeit des Modellvorhabens anerkannt werden,
hätten wir ein gutes Testfeld, um diese zu den Pflegebedürftigen und den
pflegenden An- und Zugehörigen zu bringen."
Mathias Steinbuck, Vorsitzender der bpa Landesgruppe Schleswig-Holstein und
Michael Saitner, Sprecher des Forum Pflegegesellschaft e.V. , unterstrichen,
dass das Projekt insbesondere den Pflegeeinrichtungen praktische Unterstützung
bieten und dazu beitragen könne, bestehende Ressourcen effizienter zu nutzen
sowie neue Handlungsspielräume zu eröffnen. Jetzt gelte es das Modellvorhaben
schnell in die Umsetzung zu bringen, um die knappe Zeit bis Ende 2028
bestmöglich nutzen zu können.
Pressekontakt:
Kay Oldörp, Leiter der Landesgeschäftsstelle, Tel.: +49 431 66 94 70 60,
www.bpa.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/17920/6265596
OTS: bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.
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