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München (ots) - Für die einen ist er das dringend benötigte Weltgewissen in
Zeiten von Krieg und Krisen, für die anderen der Verwalter eines starren Systems
namens katholischer Kirche - Papst Leo XIV. Ein Jahr nach seiner Wahl zieht die
Dokumentation von Johannes Winkler eine erste Bilanz. Schon jetzt in der ARD
Mediathek (https://www.ardmediathek.de/film/papst-leo-xvi-weltgewissen-oder-kirc
henmanager/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdFNlcmllcy9iMjNkYjg5Mi0wZWY2LTQxZTMtYWMzM
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Ersten.
Ob Iran, Ukrainekrieg oder Nahost: Leo XIV. bietet Verhandlungen an, mahnt
unermüdlich zum Frieden und versucht, hinter den Kulissen zu vermitteln. Beim
Klimaschutz setzt er den Kurs seines Vorgängers fort, vor künstlicher
Intelligenz warnt er mit Blick auf die Folgen für die Arbeitswelt und soziale
Gerechtigkeit. Exorbitanten Reichtum kritisiert er scharf - und legt sich damit
mit Superreichen wie Elon Musk an. In den USA gerät er wegen seiner Haltung zu
Migration und Flüchtlingen mit der MAGA-Bewegung um Donald Trump aneinander.
So entdecken auch Menschen, die mit der Kirche wenig anfangen können, im Papst
eine moralische Instanz. Gleichzeitig bleibt der Reformstau sichtbar: Die Weihe
von Frauen steht derzeit nicht auf der Agenda von Leo XIV., auch Segensfeiern
für homosexuelle Paare sieht er nicht - aus Sorge vor weiterer Polarisierung.
Sind also seine Predigten und Wortmeldungen bloß wohlfeile Sonntagsreden bei
gleichzeitiger konservativer Restauration? Oder ein bewusst gebremstes
Reformtempo, um außenpolitisch mehr Gewicht zu haben?
Parallel dazu entdecken libertäre und rechtsextreme Kräfte die katholische
Kirche neu - gerade in ihrer traditionalistischen Form. Akteure wie J.D. Vance,
Peter Thiel oder Steve Bannon beziehen sich auf sie und schießen zugleich gegen
den Papst. Warum wirkt diese Kirche anziehend auf die neue Rechte - und weshalb
wird Leo XIV. zur Reizfigur?
Stimmen aus Politik, Kirche und Entertainment
Komikerin Carolin Kebekus spricht in der Dokumentation über ihren
Kirchenaustritt und erklärt, warum sie sich dennoch als gläubig versteht. Der
Münchner Kardinal Reinhard Marx , der als Papst-Macher gilt, gibt Einblicke in
den "Maschinenraum" der Kirche und in die Wahl Leos XIV. Klimaaktivistin Luisa
Neubauer bewertet die Rolle der Päpste beim Klimaschutz. Der
Bundestagsvizepräsident der Linken und frühere Ministerpräsident von Thüringen
Bodo Ramelow , der selbst evangelisch ist, und der katholische
CSU-Europapolitiker Manfred Weber berichten von ihren Begegnungen mit Leo XIV.
und seinen Vorgängern sowie vom Einfluss von Religion auf die Politik.
Kirchenhistoriker Massimo Faggioli , der bis vor kurzem an jener Universität
lehrte, an der Leo studierte, analysiert die gespaltene US-Kirche, den Aufstieg
radikaler Kräfte und die Rolle der großen Tech-Giganten in diesem Gefüge.
Ausstrahlungsinfos:
Papst Leo XIV. - Weltgewissen oder Kirchenmanager?
ab Freitag, 1. Mai 2026, in der ARD Mediathek (https://www.ardmediathek.de/film/
papst-leo-xvi-weltgewissen-oder-kirchenmanager/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdFNlc
mllcy9iMjNkYjg5Mi0wZWY2LTQxZTMtYWMzMi0wNWQzNzM3YjhmOGNfc2luZ2xlc2hvdw) (für zwei
Jahre verfügbar)
am Sonntag, 3. Mai 2026, um 13.15 Uhr im Ersten
Fotos unter http://www.br-foto.de ; E-Mail: mailto:bildmanagement@br.de
Pressekontakt:
BR-Pressestelle
Wibke Heise
E-Mail: mailto:wibke.heise@br.de
Tel. +49 (0)89 5900-10554
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OTS: BR Bayerischer Rundfunk
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