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Berlin (ots) - Viele Versicherte engagieren sich ehrenamtlich in den Gremien der
gesetzlichen Krankenkassen und der gesetzlichen Rentenversicherung. Gemeinsam
mit Vertretern der Arbeitgeber gestalten sie dort wichtige Entscheidungen mit
und sorgen als soziale Selbstverwaltung dafür, dass die Sozialversicherung
praxisnah und im Interesse der Beitragszahler gestaltet wird. Darauf machen die
Ersatzkassen (TK, BARMER, DAK-Gesundheit, KKH, hkk und HEK) und die Deutsche
Rentenversicherung Bund anlässlich des Tages der Selbstverwaltung am 18. Mai
aufmerksam. Die Ehrenamtlichen sind selbst Versicherte und kennen aus eigenem
Erleben die Interessen und Probleme der Versicherten und Rentner. Ihr
Tätigkeitsfeld ist groß: In den Verwaltungsräten der Krankenkassen, den
Vertreterversammlungen der Rentenversicherung, den Widerspruchsausschüssen, den
Verwaltungsräten beim Medizinischen Dienst sowie als Versichertenberater der
Rentenversicherung setzen sie sich für die Belange der Versicherten und Rentner
ein.
"Solidarität und soziale Gerechtigkeit leiten das Engagement der Ehrenamtlichen
in der Sozialen Selbstverwaltung", betont Uwe Klemens, Vorsitzender des
Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek). "Für diese starken Überzeugungen
bringen sie viel eigene Zeit und Fachkompetenz ein, um gesundheitliche
Versorgung und Services mitzugestalten. Sie sind dabei eine wichtige Ergänzung
und Korrektiv der hauptamtlichen Verwaltung."
"Die soziale Selbstverwaltung ist das Fundament, auf dem Vertrauen und
Gerechtigkeit in der gesetzlichen Rentenversicherung stehen", erklärt Rüdiger
Herrmann, Vorsitzender der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung
Bund. "Menschen, die sich hier ehrenamtlich engagieren, bringen nicht nur Zeit
ein, sondern Verantwortungsbewusstsein und den festen Willen, die Interessen von
Millionen Versicherten und Rentnern fair zu vertreten. In einer komplexen Welt
sorgt dieses Engagement dafür, dass Entscheidungen nah an den Menschen bleiben -
unabhängig, ausgewogen und getragen von echter Mitwirkung."
Die Ersatzkassen und die Deutsche Rentenversicherung Bund begrüßen die
Initiative von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, beim ersten
deutschlandweiten Ehrentag zum Geburtstag des Grundgesetzes am 23. Mai 2026 das
gemeinsame Tun in den Mittelpunkt zu stellen. Gemeinsames Gestalten bringt die
Menschen zusammen, so Klemens und Herrmann, stärkt das Gemeinwohl und festigt
die Demokratie. Ehrenamtliches Engagement wie in der Sozialen Selbstverwaltung
ist dabei ein elementarer Bestandteil.
Arbeitsfelder der Sozialen Selbstverwaltung
Die Verwaltungsräte bei den Krankenkassen und die Vertretersammlungen bei der
gesetzlichen Rentenversicherung sind die wichtigsten Entscheidungsgremien der
Sozialversicherungsträger. Diese ehrenamtlichen Sozialparlamente werden bei den
Sozialwahlen von den beitragszahlenden Versicherten und Rentnern gewählt. Sie
sind an maßgeblichen Grundsatzentscheidungen beteiligt, kontrollieren den
Haushalt, und wählen den Vorstand. Auch über Bonusprogramme und Leistungen
entscheiden sie mit. In den Widerspruchsausschüssen prüfen ehrenamtliche
Versicherten- und Arbeitgebervertreter Widersprüche von Versicherten gegen
Leistungsentscheidungen der jeweiligen Krankenkasse oder der Rentenversicherung.
Daneben engagieren sich Ehrenamtliche der Krankenkassen in den Verwaltungsräten
beim Medizinischen Dienst in den Ländern und beim Bund. Die Medizinischen
Dienste führen Begutachtungen zur Pflegebedürftigkeit durch, prüfen die Qualität
von Pflegeeinrichtungen und geben den Krankenkassen aus sozialmedizinischer
Sicht Empfehlungen zur medizinisch-pflegerischen Versorgung. Für die gesetzliche
Rentenversicherung leisten die ehrenamtlichen Versichertenberater einen
wichtigen Beitrag: Bundesweit unterstützen und beraten sie Menschen aus der
Nachbarschaft bei der Rentenantragsstellung, nehmen Anträge zur Klärung des
persönlichen Versicherungskontos auf und informieren anhand der
Versicherungsverläufe zu Möglichkeiten des persönlichen Rentenbeginns sowie zu
vielen anderen Angelegenheiten der gesetzlichen Rentenversicherung.
"Mitreden!": Informationsinitiative zur Sozialen Selbstverwaltung
Mit der Initiative "Mitreden!" informieren die Deutsche Rentenversicherung Bund
und der Verband der Ersatzkassen gemeinsam über die Soziale Selbstverwaltung:
Wie Soziale Selbstverwaltung funktioniert, welche Menschen dahinterstehen und
wie Versicherte mitentscheiden können, was bei Rente und Gesundheit passiert.
Weitere Informationen finden Sie auf http://www.sozialwahl.de sowie bei
Instagram (https://www.instagram.com/mitreden_sozialwahl?igsh=dXlybXo1M2pxZnh0)
und LinkedIn (https://www.linkedin.com/company/mitreden/) .
Pressekontakt:
Una Großmann
Tel. 030 865-89178
Fax. 030 865-27379
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OTS: Deutsche Rentenversicherung Bund
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