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Giessen (ots) - Gemeinsam sicher vor Diebstahl und Einbruch - Polizei in
Mittelhessen bietet umfangreiche Beratung am Aktionstag
"Warum soll denn bei mir jemand einbrechen?" - "Bei mir gibt's eh nichts zu
holen." - "Sollen sie ruhig kommen - hier finden sie nichts..." - Sätze wie
diese fallen häufig in Gesprächen, wenn es um das Thema "Wohnungseinbruch" und
vor allem den Schutz vor Einbrüchen geht.
"Wer hätte denn gedacht, dass bei uns eingebrochen wird?", ist eine Aussage, die
viele Polizistinnen und Polizisten im Rahmen der Tatortaufnahme nach
Wohnungseinbrüchen ähnlich oft hören. Die Antwort: "Hinterher jeder..."
Doch oftmals hätten Taten verhindert werden können. Zum einen durch technische
Sicherungen, zum anderen aber auch durch bewussteres Handeln der Bewohner. Was
häufig bei den eingangs genannten Sätzen unterschätzt wird, ist die Wirkung, die
Wohnungseinbrüche auf die Opfer haben können. Dabei müssen nicht zwingend enorme
Bargeldbestände oder wertvoller Schmuck, der sich seit Generationen im
Familienbesitz befindet, gestohlen und das komplette Haus verwüstet werden. Es
reicht das Wissen, dass ein Fremder unbefugt die eigene Privatsphäre verletzt
hat. Den persönlichen Rückzugsort. Den Ort, der Sicherheit und Geborgenheit
bietet. Häufig berichten Einbruchsopfer, dass der Sachschaden oder der Wert der
gestohlenen Gegenstände nicht allzu hoch sei - der entstandene psychische
Schaden jedoch ungleich höher.
Gerade wegen dieser Folgen startete das Hessische Innenministerium die Kampagne
"Gemeinsam sicher vor Diebstahl und Einbruch", eine Initiative, die zur
Bekämpfung des Wohnungseinbruchs auf eine Kombination aus Prävention, Repression
und moderner Technik setzt. Bürgerinnen und Bürger sollen durch diese Kampagne
für das Thema sensibilisiert werden. Unter anderem durch landesweite
Aktionstage, Aufklärungsvideos in den sozialen Medien und Infostände wird auf
den Schutz vor Wohnungseinbrüchen hingewiesen.
Präventionsangebote in Mittelhessen
Ein solcher landesweiter Aktionstag findet am Mittwoch, 20.05.2026 statt. Auch
das Polizeipräsidium Mittelhessen beteiligt sich mit verschiedenen Aktionen an
der Initiative.
- In der Zeit von 09:00 Uhr bis 14:00 Uhr steht der
kriminalpolizeiliche Berater Jörg Schormann persönlich im Haus der
Prävention in Wetzlar (Ludwig-Erk-Platz 5, 35578 Wetzlar) für
jegliche Fragen rund um das Thema "Einbruchsschutz" zur Verfügung.
Gerne kann im Vorfeld telefonisch (Tel.: 02771 907-122) bereits ein
Termin für ein persönliches Beratungsgespräch an diesem Tag im Haus
der Prävention vereinbart werden. Für Interessierte, die es nicht
schaffen, am 20.05.2026 persönlich nach Wetzlar zu kommen, wird in
der Zeit von 09:00 Uhr bis 14:00 Uhr unter der oben genannten Nummer
eine Hotline geschaltet, über die man ebenfalls Fragen stellen und
sich informieren kann. Natürlich kann diese Nummer auch genutzt
werden, um einen Termin für eine kriminalpolizeiliche Beratung
auszumachen, bei denen eine Beamtin oder ein Beamter zu Ihnen nach
Hause kommt und dort gezielt auf Schwachstellen hinweisen kann.
Dieses gesamte Angebot ist kostenfrei und soll dazu dienen, Häuser
und Wohnungen besser gegen Wohnungseinbrüche zu sichern.
- Im Einkaufszentrum des Kaufparks Wehrda (Im Schwarzenborn 2,
35041 Marburg) bieten am Vormittag des 20.05.2026 der
kriminalpolizeiliche Berater Andreas Marx und der Marburger
Schutzmann vor Ort, Manuel Starke, mit einem Beratungsstand ebenfalls
eine Möglichkeit sich umfassend zu informieren oder aber einen Termin
für eine Vor-Ort-Beratung zu vereinbaren.
- Am Nachmittag hält Andreas Marx dann in der Zeit von 14:00 Uhr
bis 16:00 Uhr im Bürgerhaus in Warzenbach (Pfütze 3, 35083 Wetter)
zudem einen Vortrag über wirksamen Schutz vor Einbrechern.
"Insbesondere in den eigenen vier Wänden sollen sich die Menschen so sicher wie
möglich fühlen", betonte Hessens Innenminister Roman Poseck bei der Vorstellung
der Kampagne "Gemeinsam sicher vor Diebstahl und Einbruch". Oftmals sind es
bereits kleine Dinge, die jede und jeder zuhause beachten kann, um das Haus oder
die Wohnung für Einbrecher unattraktiv zu machen. Damit sind nicht zwingend
technische Nachrüstungen verbunden. Die kriminalpolizeilichen Beraterinnen und
Berater können Ihnen hier viele nützliche Tipps geben. "Prävention ist nicht
messbar", sagt ein alter Spruch. Doch Prävention ist immer noch der beste
Schutz!
Tobias Schwarz, Pressesprecher
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