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Straubing (ots) - Bei den deutschen Juden wächst das Gefühl, alleingelassen zu
werden, der Alltag zwischen Sprengstoff-Spürhunden Polizeischutz und
Hass-Schmierereien an Hauswänden zermürbt. Dass jüdische Organisationen davor
abraten, sichtbar die Kippa oder Schmuck mit dem Davidstern zu tragen, ist ein
fürchterlicher Befund. Es ist entsetzlich, dass junge jüdische Sänger im Jahr
2026 nur auf die Bühne gehen können, wenn der Ort des Auftritts einem
Hochsicherheitstrakt gleicht. Ob der anschwellende Antisemitismus nun ur-deutsch
oder importiert ist, sich aus linken, rechten oder islamistischen Quellen speist
- die gesellschaftliche Mitte darf ihn nicht hinnehmen.
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