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Bad Nenndorf/Düsseldorf (ots) - Drei Tage Wettkampf mit 58 Entscheidungen im
Rheinbad in Düsseldorf: Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG)
ermittelte am Wochenende (15. bis 17. Mai) bei den 7. Deutschen
Einzelstrecken-Meisterschaften (DEM) im Rettungsschwimmen ihre Meister in den
zwölf Pool-Disziplinen des Rettungssports. Dieser gehört zu den
nicht-olympischen Sportarten, hat aber eine olympische Perspektive. "Die
Teilnahme an Spielen in Deutschland ist der große Traum", sagte der Leiter
Rettungssport bei der DLRG, Carsten Schlepphorst.
Zum Hintergrund: Im Juni wird das Internationale Olympische Komitee in Lausanne
(Schweiz) entscheiden, welche zusätzlichen Sportarten zum Programm der
Olympischen Spiele 2032 in Brisbane, Australien, gehören werden. Dort ist der
Rettungssport sehr beliebt. Schon für Kinder finden "Lifesaving-Wettkämpfe am
Strand und im Meer statt. Den sogenannten Beach- und Ocean-Disziplinen werden
die größeren Chancen zugerechnet. "Da sind wir nicht ganz so stark, weil wir in
Deutschland nicht das gesamte Jahr über draußen trainieren können. Aber wir
haben ein paar Jahre Zeit, uns intensiv vorzubereiten und wollen dabei sein", so
Schlepphorst.
Der ehemalige Weltklasse-Athlet blickt jedoch weiter: "2036, 2040 oder 2044
haben wir die Olympischen Spiele hoffentlich in Deutschland und dann das
Rettungsschwimmen auch im Schwimmbecken." In den Pool-Disziplinen sind die
deutschen Rettungsschwimmer immer wieder äußerst erfolgreich, zuletzt im
vergangenen August mit 14 Medaillen bei den World Games 2025 in China.
Lena Oppermann triumphiert vierfach
Das angestrebte Ziel für viele der Athleten bei den Meisterschaften am
Wochenende in Düsseldorf war jedoch ein anderes: die Weltmeisterschaften im
Dezember in Südafrika. Die eindrucksvollste Bewerbung für eine Nominierung für
das DLRG Nationalteam gab die amtierende Europameisterin Lena Oppermann ab. Die
Rettungsschwimmerin von der DLRG Halle-Saalekreis in Sachsen-Anhalt startete in
vier der sechs Einzeldisziplinen und gestaltete alle Finals erfolgreich. Das
Nachsehen hatte immer wieder Vereinskollegin Johanna Seilner, die dreimal als
Zweite anschlug. Die verbliebenen beiden Einzeltitel bei den Frauen schnappten
sich mit Anna-Fiona Volz (200 Meter Super Lifesaver) und Yvonne Prehn (200 Meter
Hindernisschwimmen) zwei Sportlerinnen von der DLRG Nieder-Olm/Wörrstadt.
Geteilter Sieg mit Weltrekord bei den Männern
Dreifach erfolgreich bei den Männern war Felix Hofmann von der DLRG Kelkheim.
Der junge Hesse gewann beide 200-Meter-Strecken und auch die kombinierte
Rettungsübung über 100 Meter. Das spannendste Finale der Wettbewerbe lieferten
sich die Männer im 100 Meter Retten mit Flossen und Gurtretter. Am Ende trennten
die Plätze eins bis sechs nur knapp anderthalb Sekunden. Die ersten beiden
Athleten schlugen gar zeitgleich an: Jannis Müller (DLRG Gütersloh) und Kevin
Lehr (DLRG Luckenwalde) beendeten den Lauf beide in 50,96 Sekunden und teilten
sich den Titel. Lehr stellte damit einen neuen Masters-Weltrekord (Altersklasse
35) auf. Die weiteren Titel im Einzel bei den international ausgeschriebenen
Meisterschaften holten sich Luk Theile von der DLRG Charlottenburg-Wilmersdorf
(50 Meter Retten) und Per Lucas Odrich (100 Meter Retten mit Flossen) vom
dänischen Klub Aarhus 1900 svømning.
Rettungsschwimmerinnen aus Sachsen-Anhalt dominieren
Insgesamt vergab die DLRG in Düsseldorf 58 Meistertitel in drei Altersklassen.
Die mit Abstand fleißigsten Titelsammler kamen aus Halle an der Saale. Isabella
Leineweber in der U17 und Katharina Seilner in der U19 feierten ebenso wie Lena
Oppermann vier Einzelerfolge. Zusammen mit drei Goldmedaillen in
Teamwettbewerben heimsten die Rettungsschwimmer aus Sachsen-Anhalt 15 Titel ein.
Die Brandenburger aus Luckenwalde standen neunmal ganz oben auf dem
Siegertreppchen. Ebenso oft auf Platz eins landeten zusammengenommen Vereine in
Nordrhein-Westfalen. Mit Leo Ilias Baumann von der DLRG Völklingen im Saarland
gab es einen weiteren Rettungsschwimmer, der gleich viermal in den
Einzeldisziplinen nicht zu schlagen war.
Weitere Informationen zu den 7. Internationalen Deutschen
Einzelstrecken-Meisterschaften im Rettungsschwimmen in Düsseldorf gibt es unter
dlrg.de/dem (https://www.dlrg.de/mitmachen/rettungssport/nationale-und-internati
onale-wettkaempfe/deutsche-einzelstrecken-meisterschaften-2026/) .
Hochaufgelöste Fotos für die Berichterstattung gibt es im DLRG Medienportal
(https://eyebase.bgst.dlrg.de/view/pinQTqg5PKe) .
Pressekontakt:
Martin Holzhause
Leiter DLRG Pressestelle
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OTS: DLRG - Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft
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