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Berlin (ots) - In seinem heute veröffentlichten Gutachten kritisiert der
Expertenrat für Klimafragen die CO2-Prognose der Bundesregierung als zu
optimistisch: Die Verfehlung der Klimaziele sei vermutlich größer als
angenommen. Auch das im März beschlossene Klimaschutzprogramm der
Bundesregierung reiche nicht aus, um die gesetzlichen Klimaziele für 2030 und
2040 zu erreichen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) sieht mit dem Gutachten ihre
Klimaklage gegen das Klimaschutzprogramm bestätigt und fordert schnellstmögliche
Nachbesserungen der geplanten Maßnahmen.
Dazu sagt DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch:
"Das Gutachten des Expertenrats für Klimafragen entlarvt das Klimaschutzprogramm
als Luftschloss. Die Bundesregierung versucht mit einem doppelten
Taschenspielertrick, die Klimaziele auf dem Papier noch irgendwie einzuhalten:
Während sie die CO2-Emissionsprognosen für die Zukunft kleinrechnet, bläht sie
die CO2-Einsparungen des Klimaschutzprogramms künstlich auf. Mit der Realität
hat das nichts zu tun. Wir fordern endlich konkrete Maßnahmen wie ein Tempolimit
von 100 km/h auf Autobahnen und 80 km/h außerorts. Wenn die Bundesregierung
nicht von sich aus nachsteuert, werden wir sie mit unserer anhängigen Klimaklage
zu Nachbesserungen des Klimaschutzprogramms zwingen. Spätestens seit dem
wegweisenden Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zu unserer Klage gegen das
unzureichende Klimaschutzprogramm 2023 im Januar dieses Jahres ist klar, dass
wir konkrete Nachbesserungen gerichtlich durchsetzen können. Das Gutachten des
Expertenrats verleiht uns zusätzlichen Rückenwind."
Pressekontakt:
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer
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OTS: Deutsche Umwelthilfe e.V.
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