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Berlin (ots) - "Die europäische Einigung im Umgang mit den USA sendet ein
wichtiges Signal: Europa ist handlungsfähig und in der Lage, seine
wirtschaftlichen Interessen gemeinsam zu vertreten. Europa gewinnt dadurch an
Glaubwürdigkeit und kann zugleich mit Nachdruck darauf pochen, dass auch die USA
ihre Zusagen einhalten. Die jetzt erzielte Verständigung zu den Zollfragen trägt
dazu bei, die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen zu stabilisieren und
neues Vertrauen aufzubauen. Wichtig ist nun, dass die politischen Vereinbarungen
schnell in verbindliches Recht umgesetzt werden. Und natürlich muss das Abkommen
dann auch beidseitig verlässlich eingehalten und auf erneute einseitige
Maßnahmen entschlossen reagiert werden", fordert Dr. Dirk Jandura, Präsident des
Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der
Trilog-Einigung zum EU-ZS-Zollabkommen.
"Klar ist aber auch: Europa muss wirtschaftspolitisch selbstbewusst auftreten
können. Die Möglichkeit, die Zollzugeständnisse aussetzen zu können, erhöht die
Handlungsfähigkeit der EU. Gleichzeitig darf niemand ein Interesse an einer
weiteren Eskalation des Handelskonflikts haben. Zusätzliche Zölle und neue
Unsicherheiten würden internationale Lieferketten belasten, Investitionen hemmen
und den Unternehmen dringend benötigte Planungssicherheit entziehen", so der
Großhändler.
Und weiter: "Gerade in einem zunehmend volatilen globalen Umfeld brauchen unsere
mittelständischen Unternehmen Verlässlichkeit. Der Groß- und Außenhandel lebt
von offenen Märkten, kalkulierbaren Handelsbedingungen und funktionierenden
Lieferketten. Nur wenn beide Seiten dauerhaft zu fairen und verbindlichen
Vereinbarungen stehen, können Investitionen abgesichert und Wachstumspotenziale
genutzt werden."
"Die USA bleiben für Deutschland und Europa ein zentraler Handelspartner. Umso
wichtiger ist es, dass jetzt auf beiden Seiten der politische Wille erkennbar
bleibt, die transatlantischen Beziehungen konstruktiv und langfristig stabil zu
gestalten. Die Verschiebungen der globalen Handelsströme zeigen gerade in diesen
geopolitisch schwierigen Zeiten, wie wichtig verlässliche Partnerschaften
zwischen Ländern mit gemeinsamen Werten sind", schließt Jandura.
20. Mai 2026
Pressekontakt:
Iris von Rottenburg
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