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Berlin (ots) - Der Berliner Karneval der Kulturen ist aus Sicht der Beauftragten
des Senats für Integration und Migration, Katarina Niewiedzial, weiterhin auch
eine politische Veranstaltung.
Niewiedzial, sagte am Freitag im rbb24 Inforadio, der Charakter der
Veranstaltung habe sich in den letzten 30 Jahren von Protest hin zu einem bunten
Straßenfest verändert. Die verschiedenen Gruppen würden aber weiterhin auch
harte politische Themen auf die Straße bringen.
"Es sind Frauenthemen, es sind schwierige Themen wie Femizide, häusliche Gewalt;
es sind aber auch Gerechtigkeitsfragen, Klimafragen und auch in den letzten
Jahren auch der Zusammenschluss mit der Clubszene, die auf das Clubsterben
aufmerksam machen will. Also es ist weit mehr als nur eine Party", so
Niewiedzial.
Der Karneval der Kulturen hat mit Geldproblemen zu kämpfen. Deshalb werden die
Besucher bei der Jubiläumsausgabe zum ersten Mal um Spenden gebeten. Niewiedzial
betonte, es wäre politisch ein falsches Signal, wenn man sagen würde, der
Karneval werde nicht mehr gebraucht. Es sei klar, "dass solche Veranstaltungen
natürlich das Image von Berlin prägen und Karneval der Kulturen gehört zu dieser
Stadt dazu. Es zeigt die Migrationsgesellschaft, es zeigt, wie bunt und divers
diese Stadt ist. Sie ist ein Tourismusmagnet. [...] Ich gehe wirklich davon aus,
dass wir als Berlin nicht auf so ein Event verzichten möchten."
Das gesamte Interview können Sie nachhören: 30 Jahre Karneval der Kulturen -
"Weit mehr als nur eine Party" | rbb24 Inforadio (https://www.inforadio.de/rubri
ken/interviews/2026/05/22/karneval-der-kulturen-berlin-30-jahre-jubilaeum-niewie
dzial.html)
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