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Kretschmer: "Regierung und Sozialpartner müssen Vereinbarung für mehr Vollzeitarbeit treffen" / "Gewerkschaften müssen Merz' ausgestreckte Hand unbedingt nutzen" - CDU-Vize wirbt für Karenztage

23.05.2026 06:05 Uhr Neue Osnabrücker Zeitung

Osnabrück (ots) - Vor dem anstehenden Koalitionsausschuss mit den Sozialpartnern hat Sachsens Ministerpräsident und CDU-Vize Michael Kretschmer Beschlüsse zur Erhöhung der Arbeitszeit gefordert und für Karenztage geworben. "Gemeinsam mit Arbeitgebern und Gewerkschaften sowie den Ländern Vereinbarungen dafür zu treffen, wie wir es hinbekommen, dass die Menschen wieder mehr Vollzeit arbeiten, das muss das Ergebnis der anstehenden Beratungen der Bundesregierung sein", sagte Kretschmer im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) und ergänzte: "Die Sozialpartner sollten die ausgestreckte Hand des Kanzlers unbedingt nutzen. Konsens statt Klassenkampf, nur so kommen wir nach vier Jahren aus der Rezession."

Auf die Frage, ob Mehrarbeit nicht zu noch mehr Frust auf die Regierung führe, sagte der stellvertretende CDU-Vorsitzende: "Wir können und müssen Lösungen finden, die am Ende für jeden ein Gewinn sind. Sei es die Jobsicherheit, seien es niedrigere Produktionskosten, seien es sichere Steuereinnahmen." In Polen arbeiteten die Menschen durchschnittlich 600 Stunden mehr pro Jahr als in Deutschland, in der Schweiz 200, begründete Kretschmer seinen Vorstoß und fuhr fort: "Wir haben in den neuen Ländern jedenfalls gute Erfahrungen mit Karenztagen gemacht, wonach man in den ersten ein, zwei Tagen kein Krankengeld bekommt. Wer schwer krank ist, wird gestützt. Einfach mehr Eigenverantwortung organisieren. Das muss die Devise sein."

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/58964/6280447 OTS: Neue Osnabrücker Zeitung


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Neue Osnabrücker Zeitung
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