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Straubing (ots) - Mit seiner ersten Enzyklika wagt Papst Leo XIV. einen Schritt,
den viele Kirchenleute vor ihm gemieden haben: Er geht mitten hinein in eine
brandaktuelle und scheinbar weltliche Debatte. Er schreibt nicht abgehoben über
ferne Moralthemen, sondern über das, was unsere Arbeitswelt, unsere Demokratien
und sogar unsere Vorstellung vom Menschen gerade umpflügt: künstliche
Intelligenz, Datenmacht und digitale Ausbeutung. Der Papst schlägt einen Ton an,
der politischer ist, als es vielen Theologen, Politikern und Wirtschaftsbossen
lieb sein dürfte. Und doch bleibt Leo XIV. dort vage, wo er konkret werden
müsste. Statt klare Grenzen zu formulieren, vertraut er zu sehr darauf, dass
Politik und Industrie seine Mahnungen ernst nehmen.
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