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Gespenst der Vergangenheit

27.05.2026 19:05 Uhr Frankfurter Rundschau

Frankfurt (ots) - Daniela Klette, die zu einer Haftstrafe verurteilte ehemalige RAF-Terroristin, hält offenbar noch immer an dem Selbstbild fest, dass sie im Sinne einer politischen Haltung aus dem Untergrund gewirkt habe, die angeblich menschlicher war als der Kapitalismus. Die Taten, für die sie verurteilt wurde, zeigen erneut, welchen Irrweg die selbst erklärten Revolutionäre und Revolutionärinnen eingeschlagen hatten. Angegriffen wurde, entgegen ihrem Selbstbild, nicht ein böses "System", sondern unbeteiligte Menschen. Aktuell dürfte der Fall Klette dazu beitragen, dass Sicherheitsgesetze verschärft werden - mit gutem Grund. Ein Journalistenteam hatte Klette mit Hilfe einer Software zur Gesichtserkennung rasch gefunden, während die Polizei 30 Jahre benötigte, um eine der meistgesuchten Frauen Deutschlands aufzuspüren. Das ist ein Argument für die Nutzung der KI bei der Polizei in schweren Strafsachen. Noch einmal erreicht die RAF damit das Gegenteil von dem, wie sie die Welt verändern wollte.

Pressekontakt:

Frankfurter Rundschau Ressort Politik Telefon: 069/2199-3222

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/10349/6283206 OTS: Frankfurter Rundschau


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Frankfurter Rundschau
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