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Heidelberg (ots) - Deutschland ist für Netflix, Disney und Co. ein lukrativer
Markt. Dass solche Streamingriesen nun auch einen Teil ihres Umsatzes hier
investieren sollen, ist nur folgerichtig. Zu attraktiv sind aggressive
Steueranreize und Produktionsrabatte in Ländern wie Ungarn. Die vom
Bundeskabinett beschlossene Regelung könnte dieses Problem der Kulturbranche
wirksam bekämpfen. Mehr davon! Denn es ist ein Grundproblem globalisierter
Märkte, dass Investitionen und Steuern nicht zwingend dorthin fließen, wo die
Gewinne erzielt werden - sondern dorthin, wo es für die Konzerne am günstigsten
ist. Warum also nicht in anderen Branchen ähnlich vorgehen? Konzerne wie Apple,
Google und Meta machen in Europa riesige Profite, während sie ihre Abgaben in
Niedrigsteuerländer verlagern und vor allem in den USA investieren. Und auch auf
vermögende Einzelpersonen, die sich in Steueroasen flüchten, ließe sich das
einfache Prinzip übertragen: Wer an einem Standort Profit macht, sollte dort
auch seinen Beitrag leisten.
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Rhein-Neckar-Zeitung
Dr. Klaus Welzel
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