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Coburg (ots) - Staatliche Kaufprämie pusht tatsächlich den Umstieg auf
Elektroautos - Neue Anschaffungsrekorde vor allem bei preissensiblen Kunden wie
jungen Autofahrern - Auch Eltern minderjähriger Kinder sind empfänglich für den
Förderanreiz - Gebrauchtwagenmarkt mit großem Potenzial
- Wechsel auf E-Autos waren im 1. Quartal 2026 ein Drittel häufiger als im
Vorjahr
- Jüngere Autofahrer unter 40 Jahren stiegen im März sogar um 95 Prozent
häufiger auf E-Autos um als im Gesamtjahr 2025
- Auch Eltern minderjähriger Kinder reagieren weit stärker als andere auf die
neue E-Auto-Förderung
- Preisgünstigere E-Neuwagen vor allem ausländischer Hersteller sind im Fokus
- Ausdehnung der staatlichen Kaufförderung auf Gebrauchtwagen verhieße große
Effekte
Durch eine sprunghafte Zunahme im Monat März sind im ersten Quartal 2026 so
viele Deutsche privat von einem Verbrennermotor auf ein Elektroauto gewechselt
wie nie zuvor. Dies ergibt das aktuelle HUK-E-Barometer, das exklusiv diese
Umstiegshäufigkeit in Deutschland seit 2020 messbar macht. So war ein Umstieg
bei 7,5 Prozent aller Fahrzeugwechsel im 1. Quartal der Fall (Vor-Quartal 6,3
%). Gegenüber dem Gesamtjahr 2025 bedeutet das eine Zunahme um mehr als ein
Drittel. Noch klarer wird der Sprung beim Blick auf den Monat März. Hier lag die
Umstiegsquote um mehr als 60 Prozent höher als die im Gesamtjahr 2025 (8,9 % zu
5,5 %). Bei jungen Autofahrern unter 40 Jahren schnellten die Umstiege sogar auf
fast das Doppelte nach oben (4,0 % zu 7,8 %).
Staatliche Förderung zeigt deutliche Effekte
Bei der Ursachensuche für den starken Anstieg liefert die im HUK-Barometer immer
enthaltende bundesweite Repräsentativ-Befragung wertvolle Hinweise. So gab bei
der Befragung im 1. Quartal 2026 rund jeder fünfte Bundesbürger mit Führerschein
an (18 %), dass die neue staatliche Förderung von Elektroautos direkte
Auswirkungen auf ihn habe: Elf Prozent wollten dadurch jetzt "erstmals überhaupt
über die Anschaffung eines reinen Elektroautos nachdenken". Und sieben Prozent
wollten "eine geplante Anschaffung durch die neue Förderung jetzt wahrscheinlich
vorziehen". Noch aufschlussreicher ist aber: Preissensiblere Kunden, auf die die
neue E-Förderung besonders zielt, reagieren um ein Vielfaches stärker. So stößt
etwa bei jüngeren Autofahrern unter 40 Jahren die neue Förderung fast dreimal so
häufig auf eine positive Resonanz wie bei älteren Autofahrern (31 % zu 12 %).
Und auch Eltern minderjähriger Kinder äußern sich deutlich häufiger positiv (32
% zu 14 % ohne minderjährige Kinder). Im Ergebnis wird in beiden Gruppen jetzt
auch dreimal häufiger geplant "ein reines E-Auto wahrscheinlich früher als
bisher geplant anzuschaffen" als in ihren Referenzgruppen.
Mit Rekordwerten bei den tatsächlich auch erfolgten Umstiegen auf reine E-Autos
im März 2026 kann das HUK-E-Barometer diese Befragungsergebnisse bereits
bestätigen. So erhöhten sich die Umstiege der unter 40-jährigen Autofahrer auf
E-Autos im Monat März um 95 Prozent gegenüber dem Gesamtjahr 2025. Auch etwa bei
allen, die zur Miete wohnen, betrug das Plus 86 Prozent. Und bei 75 Prozent lag
der Zuwachs unter denjenigen, die weder über Garage noch Carport zur
Autounterbringung verfügen. Zugleich zeigt sich, dass bei Umstiegen von
Verbrenner-Autos auf rein elektrische Neuwagen preisgünstigere Autos tendenziell
besonders profitieren konnten, insbesondere auch von ausländischen Herstellern.
Dr. Jörg Rheinländer, im Vorstand der HUK-COBURG, zuständig für die
Kfz-Versicherung, resümiert: "Die an Einkommenshöhen und Kinderzahl gekoppelte
neue staatliche Förderung für Elektroautos zeigt offenkundig Wirkung in den
Zielgruppen. Viel spricht daher dafür, dass eine Ausdehnung der Förderung auch
auf gebrauchte E-Autos den Trend noch deutlich verstärken könnte, weil
niedrigere Anschaffungskosten ein entscheidender Hebel im E-Automarkt sind."
Gebrauchte E-Autos als Gamechanger
Gebrauchte Autos werden in Deutschland traditionell um ein Mehrfaches häufiger
angeschafft als Neuwagen. Durch die aber erst kurze Historie von E-Autos und dem
erst anwachsenden Angebot an E-Gebrauchtwagen wurde hier erst 2024 ein erstmals
etwa gleichgroßes Absatz-Verhältnis erreicht. Offenbar ausgelöst durch die
staatliche E-Förderung nur für Neuwagen zeigte sich zuletzt im März 2026 aber im
HUK-E-Barometer, dass die Zulassungen von Neuwagen prozentual kräftiger zulegten
als bei E-Gebrauchtwagen. Realistisch ist daher die Prognose, dass der
Gesamtabsatz an E-Autos, also Neu- plus Gebrauchtwagen, sich beschleunigt auch
im Gesamtjahr 2026 fortsetzen wird. So bieten insbesondere schnell verfügbare,
gebrauchte E-Autos die Möglichkeit, auf hohe Benzin- und Dieselpreise
unmittelbar zu reagieren.
Wichtig für positive Resonanz auf die neue staatliche E-Auto-Förderung scheint
zudem eine eigene Fahrerfahrung. So erklären in der Repräsentativumfrage
diejenigen Führerschein-Besitzer, die noch nie ein E-Auto selbst gefahren haben
(das sind etwa zwei Drittel aller Autofahrer) nur zu 12 Prozent, dass sie
aufgrund der neuen E-Förderung ihre eigenen Anschaffungspläne wahrscheinlich
ändern wollen bzw. die Förderung Auswirkungen auf sie hat. Unter denen aber, die
einen Stromer schon selbst einmal gefahren haben, ohne einen eigenen zu
besitzen, liegt die Quote fast doppelt so hoch (22 %). Und bei E-Auto-Besitzern
beträgt sie sogar 53 Prozent.
Weiteres Zahlenmaterial zum aktuellen HUK-E-Barometer unter
https://www.huk.de/e-barometer
Das HUK-E-Barometer basiert auf exklusiven Versicherungszahlen der HUK-COBURG
und einer Online-Umfrage. Als größter deutscher Autoversicherer mit insgesamt
14,5 Millionen Fahrzeugen und einem Marktanteil von fast einem Viertel an privat
zugelassenen Kraftfahrzeugen bietet die HUK-COBURG valide Daten für die Analyse
der Verbreitung und Akzeptanz verschiedener Antriebsarten und entsprechender
Fahrzeugwechsel.
Die zusätzlich erhobene repräsentative Umfrage wurde bundesweit durchgeführt in
Zusammenarbeit mit dem Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov Deutschland.
Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage im YouGov Panel, an der
4.114 Personen zwischen dem 21.01. und 18.02.2026 teilnahmen. Die Daten wurden
mit den Quotenmerkmalen Alter und Geschlecht innerhalb der einzelnen
Bundesländer erhoben. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für
die Bevölkerung in jedem einzelnen Bundesland ab 16 Jahren nach Alter und
Geschlecht sowie für die Bevölkerung in Deutschland gesamt ab 16 Jahren nach
Alter, Geschlecht und Region.
Zur Pressemeldung auf huk.de:
HUK-E-Barometer
(https://www.huk.de/presse/nachrichten/aktuelles/huk-e-barometer-q1-2026.html)
Die HUK-COBURG Versicherungsgruppe
Mit deutlich über 13 Mio. Kunden ist die HUK-COBURG der große Versicherer für
private Haushalte mit traditionell preisgünstigen Angeboten von der
Kfz-Versicherung über Haftpflicht-, Unfall-, Sach- und Rechtsschutzversicherung
bis hin zur privaten Kranken-, der Lebens- sowie der privaten
Rentenversicherung. Mit Beitragseinnahmen 2025 von rund 11 Mrd. Euro zählt sie
zu den zehn größten deutschen Versicherungsgruppen. Traditioneller Schwerpunkt
ist die Kfz-Versicherung: Mit 14,5 Mio. versicherten Fahrzeugen ist sie der
größte deutsche Autoversicherer. In der Haftpflicht- und Hausratversicherung ist
sie ebenfalls führend. Die HUK-COBURG mit Sitz in Coburg beschäftigte Ende 2025
insgesamt rund 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
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OTS: HUK-COBURG
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