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Frankfurt am Main (ots) -
- YouGov Umfrage im Auftrag der ING Deutschland zeigt: Besonders hohe Offenheit
für KI-Beratung bei der Generation Z und konkreten Anwendungsfällen
- Klare Rahmenbedingungen müssen erfüllt sein: Transparenz, Kontrolle und
menschlicher Ansprechpartner
- CEO Lars Stoy: "KI verbindet perspektivisch die Vorteile digitaler Banken mit
individueller Beratung - schnell, persönlich und jederzeit verfügbar."
Künstliche Intelligenz (KI) verändert das Banking nicht nur technisch, sondern
strukturell. Eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag der ING Deutschland
zeigt: Bankkundinnen und -kunden sind mehrheitlich offen für KI-gestützte
Beratung, formulieren jedoch klare Erwartungen hinsichtlich Transparenz,
Kontrolle und menschlicher Verantwortung. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) kann
sich eine rein digitale, KI-gestützte Beratung vorstellen, die sich an der
individuellen finanziellen Situation orientiert und personalisierte Empfehlungen
liefert. "Das verändert die Rolle der Banken. Diese müssen künftig in der Lage
sein, hochpersonalisiert in den Kundendialog zu gehen", so Lars Stoy,
Vorstandsvorsitzender der ING Deutschland.
Insgesamt 68 Prozent können sich KI-Beratung in mindestens einem der abgefragten
konkreten Anwendungsfälle vorstellen. Für 41 Prozent ist sie bei alltäglichen
Bankfragen eine Option, für 33 Prozent bei der Produktsuche und ersten
Informationen. Aber auch bei anspruchsvolleren Themen zeigt sich Offenheit:
Knapp jeder Fünfte würde KI-Unterstützung bei der Vorbereitung komplexer
Entscheidungen nutzen.
Offenheit besonders bei jungen Bankkundinnen und -kunden ausgeprägt
In der Generation Z können sich 71 Prozent grundsätzlich eine solche digitale
Beratung vorstellen, bei konkreten Anwendungsfällen liegt die Zustimmung sogar
bei 84 Prozent. Zudem vertrauen 64 Prozent der Generation Z ihrer Bank beim
Einsatz von KI - insgesamt sind es 58 Prozent der Befragten.
"Die Umfrage zeigt, dass viele Kunden klare Vorteile in KI-gestützter Beratung
sehen", sagt Lars Stoy. "Gerade bei jungen Bankkunden wird deutlich, dass
digitale, individuelle Finanzbegleitung zunehmend als selbstverständlicher
Bestandteil moderner Bankleistungen erwartet wird."
KI-Assistenten sind für viele Menschen bereits Teil des Alltags: 55 Prozent der
Befragten nutzen sie für Erklärungen, Einordnungen und Empfehlungen, bei den
Jüngeren sind es sogar 75 Prozent.
Klare Regeln für KI-Beratung: Empfehlungen ja, Entscheidungshoheit beim Kunden
Gleichzeitig formulieren Kundinnen und Kunden klare Erwartungen. Der Umfrage
zufolge ist es für 64 Prozent der Befragten "sehr wichtig", dass Banken sie
informieren, wo die Künstliche Intelligenz entscheidet und wo nicht. Damit wird
KI-Transparenz sogar wichtiger eingestuft als Transparenz beim Datenschutz (58
Prozent).
"Die Offenheit für Künstliche Intelligenz im Banking ist vorhanden, aber an
klare Bedingungen geknüpft: Kunden wollen verstehen, wie Empfehlungen entstehen,
und sie wollen die Kontrolle behalten", sagt Lars Stoy.
Der Faktor Mensch bleibt unabhängig vom Alter weiterhin wichtig. 72 Prozent der
Befragten vertrauen einer KI-gestützten digitalen Beratung nur, wenn sie
jederzeit zu einem menschlichen Ansprechpartner wechseln können.
Wunsch nach besseren Konditionen und frühzeitigen Empfehlungen
Entscheidend ist aus Kundensicht weniger die Technologie als der konkrete
Nutzen. Rund vier von zehn Befragten (39 Prozent) geben an, dass bessere
Konditionen - etwa Aktions- oder Bonuszinsen - ihre Offenheit gegenüber
KI-gestützter Beratung erhöhen. Im gleichen Umfang (39 Prozent) steigern
automatische Hinweise zur Kostenvermeidung, etwa bei Dispo-Zinsen oder Gebühren,
die Bereitschaft, entsprechende Angebote zu nutzen.
Auch finanzielle Vorteile durch frühzeitige Empfehlungen (27 Prozent), mehr
Transparenz über die eigenen Finanzen (24 Prozent) sowie Zeitersparnis und
individuell zugeschnittene Angebote (je rund ein Viertel) erhöhen die Akzeptanz.
Die Zahlen zeigen, dass viele Kundinnen und Kunden KI-gestütztes Banking vor
allem als konkrete finanzielle Unterstützung im Alltag verstehen.
Damit untermauert die YouGov-Umfrage die Ergebnisse einer Erhebung, die der
Digitalverband Bitkom vergangene Woche veröffentlicht hat. Demnach sehen 56
Prozent der Kundinnen und Kunden KI im Banking als Chance, in der Generation Z
sind es 68 Prozent. Fast jeder Dritte glaubt, dass Künstliche Intelligenz
Finanzen besser erklären kann als ein Mensch.
KI als Katalysator für neues Banking-Geschäftsmodel
Bisher standen sich im Banking zwei Modelle gegenüber: Filialbanken boten
persönliche Beratung und Nähe, waren jedoch in Einfachheit, 24/7-Verfügbarkeit
und attraktiven Konditionen begrenzt. Direkt- bzw. Digitalbanken überzeugten
durch Einfachheit, Geschwindigkeit und attraktive Konditionen - blieben bei
individueller Beratung jedoch oft generisch.
Die Ergebnisse der Umfrage und die aktuellen KI-Entwicklungen zeigen, dass sich
diese Stärken künftig miteinander verbinden lassen. Neben Filial- und
Digitalbanken zeichnet sich damit ein zusätzliches Geschäftsmodell ab, das die
jeweiligen Vorteile im Sinne der Kundinnen und Kunden zusammenführt.
"Kunden erwarten attraktives digitales Banking, aber zugleich individuelle
Begleitung und konkrete Handlungsempfehlungen", sagt Lars Stoy. "Künstliche
Intelligenz eröffnet erstmals die Perspektive, die Effizienz digitaler Banken
und die Qualität individueller Beratung in einem KI-Bank-Modell
zusammenzuführen. Wir sehen hier ein Zukunftspotenzial - ähnlich wie bei
Banking-Apps, die sich über Jahre als selbstverständlicher Bestandteil des
Bankings etabliert haben."
Methodik
Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des
YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung
wurden im Zeitraum 30.04. bis 03.05.2026 insgesamt 2.022 Personen befragt. Die
Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18
Jahren.
Pressekontakt:
ING Deutschland
Sebastian Göb
Tel.: +49 (0) 152 38927131
E-Mail: mailto:sebastian.goeb@ing.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/59133/6283699
OTS: ING Deutschland
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