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Hamburg (ots) -
- Bis 2030 drohen Deutschland Verluste von insgesamt bis zu 131 Milliarden
US-Dollar (USD), wenn sich Hitzewellen des vergangenen Jahrzehnts wiederholen
- Unternehmen in der Zange: Produktivität schmilzt, Energiekosten steigen
- Hotspot Südeuropa: Deutschland zwar im europäischen Hitze-Mittelfeld, aber
klar auf Verliererseite; BIP-Einbußen von insgesamt bis zu 3 % möglich bis
2030
- Heiße Regionen außerhalb Europas besser akklimatisiert und hitzeresistenter
Extreme Hitze entwickelt sich zu einer wachsenden Belastung für die deutsche
Wirtschaft. Laut einer Analyse des weltweit führenden Kreditversicherers Allianz
Trade könnten sich die wirtschaftlichen Verluste in Deutschland zwischen 2026
und 2030 auf insgesamt rund 131 Milliarden US-Dollar (USD) summieren, wenn sich
die Hitzewellen des vergangenen Jahrzehnts wiederholen.
Besonders problematisch ist dabei die doppelte Belastung für Unternehmen:
Steigende Temperaturen senken die Produktivität, während gleichzeitig die
Energiekosten steigen. Investitionen gehen zurück und lähmen so das zukünftige
Wachstum.
"Teile von Europa ächzen bereits unter der ersten Hitzewelle - und der Sommer
kommt erst noch", sagt Milo Bogaerts, CEO von Allianz Trade in Deutschland,
Österreich und der Schweiz. "Extreme Hitze ist längst kein kurzfristiges
Wetterphänomen mehr, sondern ein struktureller wirtschaftlicher Schock. Ab
Temperaturen über 30 Grad schmilzt die Produktivität und Energiekosten steigen -
das lähmt industrielle Volkswirtschaften wie Deutschland. Der größte Schaden
entsteht aber nicht heute, sondern morgen, denn sinkende Renditeerwartungen
bremsen Investitionen - und damit die zukünftige Produktivität und
Wettbewerbsfähigkeit. Deutschland muss deshalb anfangen, mit Hitze zu planen."
Unternehmen in der Zange: Produktivität sinkt, Energiekosten steigen
Hitze wirkt dabei gleichzeitig über zwei Kanäle - beide belasten Unternehmen
massiv: Pro zusätzlichem Grad über 30 °C sinkt die Produktivität um etwa 3 %.
Gleichzeitig steigen die Energiekosten um etwa 1,2 % pro Grad durch einen
höheren Kühlbedarf.
Auch für den Staat hat die Entwicklung Folgen: Die jährlichen Steuereinnahmen
fallen in Deutschland rund 0,7 % niedriger aus, gleichzeitig steigen Ausgaben
beispielsweise für Gesundheit, Infrastruktur und soziale Sicherungssysteme. Im
Schnitt verschlechtert sich die Haushaltslage hitzebedingt um etwa 0,9 % des
Bruttoinlandsprodukts (BIP) pro Jahr. Damit steht Deutschland fiskalisch besser
da als Frankreich oder Italien - aber der Spielraum für zusätzliche Belastungen
wird enger.
Hotspot Südeuropa: Deutschland im europäischen Mittelfeld - aber auf
Verliererseite
Im europäischen Vergleich zeigt sich ein deutliches Nord-Südgefälle. Allerdings
gehört Deutschland zu den Volkswirtschaften, die bereits in den negativen
Bereich kippen:
"Bis 2030 könnte die Wirtschaftsleistung durch Hitzewellen in Deutschland
deutlich niedriger ausfallen: Beim BIP sind in den kommenden vier Jahren
Einbußen von bis zu 3 % möglich", sagt Hazem Krichene, Senior Klimaökonom bei
Allianz Research.
Damit liegt Deutschland im europäischen Mittelfeld. Nordeuropäischen Länder wie
Irland oder Finnland stehen besser da als die Bundesrepublik angesichts einer
niedrigeren Ausgangstemperatur und profitieren kurzfristig noch dank höherer
Produktivität, geringeren Energiekosten und stabilen Energie- und
Infrastruktursystemen. Allerdings ist Deutschland auch weniger stark betroffen
als südeuropäische Staaten wie Spanien oder Italien.
Auf Kälte ausgelegt: Hitzewellen bringen Europa weiterhin aus dem Konzept
"Deutschland ist kein Hotspot wie Südeuropa - aber wir überschreiten immer öfter
die kritische 30-Grad-Schwelle. Ab diesem Punkt drehen sich die ökonomischen
Effekte ins Negative", sagt Krichene. "Insgesamt ist Europa historisch auf Kälte
ausgelegt und auf Hitze bis heute schlecht vorbereitet - obwohl Hitzewellen in
den letzten Jahren nichts Neues sind. Hier besteht Nachholbedarf im Vergleich zu
anderen Ländern wie beispielsweise die USA, die Länder im Nahen Osten oder in
Asien."
Deutschland befindet sich aktuell in einer kritischen Übergangszone: Es ist
nicht mehr kühl genug für Vorteile, aber andererseits noch nicht angepasst genug
für große Hitze.
"Heiße Regionen außerhalb Europas sind strukturell besser an extreme Hitze
angepasst - obwohl die Temperaturen dort oft deutlich höher sind als
hierzulande", sagt Krichene. "Das liegt vor allem daran, dass Hitze seit
Jahrzehnten Teil der Planung und die Durchdringung von Klimaanlagen hoch ist.
Sie haben sich bereits akklimatisiert, während Europa noch nach
Anpassungsstrategien sucht, bei Gebäuden und Infrastruktur, Arbeitszeiten und
Schutz der vulnerablen Bevölkerung."
Während in den USA rund 90 % der Haushalte klimatisiert sind, liegt die Quote in
Europa bei nur etwa 19 %. Gleichzeitig sind viele europäische Gebäude darauf
ausgelegt, Wärme zu speichern statt sie abzuleiten.
Hitzeresistenz wird zu einem Wirtschaftsfaktor der Zukunft
Extreme Hitze entwickelt sich zu einem entscheidenden Faktor für die
wirtschaftliche Leistungsfähigkeit.
"Die grüne Transformation und die Anpassung an den Klimawandel sind mittlerweile
zentrale Fragen der Wirtschaftspolitik, die weit über den Umweltbereich
hinausgehen", sagt Krichene. "Länder, die bei der Infrastruktur sowie beim
Schutz von Unternehmen und Arbeitnehmern schneller vorankommen, werden im
Vorteil sein. Europa muss Schritt halten."
Die vollständige Studie finden Sie hier:
https://bit.ly/3RCx9oW
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anerkannter Spezialist für Bürgschaften und Garantien, Inkasso sowie Schutz
gegen Betrug oder politische Risiken. Allianz Trade verfügt über mehr als 100
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Mitarbeiter weltweit. 2025 erwirtschaftete die Allianz Trade Gruppe einen
konsolidierten Umsatz von EUR 4 Milliarden und versicherte weltweit
Geschäftstransaktionen im Wert von EUR 1.400 Milliarden.
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ergeben; daneben auch die Schadenkostenentwicklung, (iv) Stornoraten, (v) Ausmaß
der Kreditausfälle, (vi) Zinsniveau, (vii) Wechselkursentwicklungen
einschließlich des Wechselkurses EUR-USD, (viii) Entwicklung der
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einschließlich solcher bezüglich der Währungskonvergenz und der Europäischen
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ausländischer Regierungen, (xi) Auswirkungen von Akquisitionen, einschließlich
der damit verbundenen Integrationsthemen, (xii) Umstrukturierungsmaßnahmen,
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