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Osnabrück (ots) - "Kitchenachim" Ahmet Oecal hat sich vom Schichtarbeiter zum
erfolgreichen Geschäftsmann hochgearbeitet. Bevor er Anfang des Jahres ganz auf
sein Business als Food-Influencer setzte, arbeitete er aber weiter als
Angestellter. "Und plötzlich war ich nicht mehr der einfache Arbeiter am
Fließband, sondern bin mit dem Vorstand um die Welt gejettet. Ich hatte alle
Freiheiten und habe ein Vielfaches im Vergleich zu vorher verdient", sagte der
43-Jährige der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz). Glücklich habe ihn der
Aufstieg im Unternehmen aber nicht gemacht. Offen spricht er über Neid einiger
früherer Arbeitskollegen: "Die Leute haben mich allein dafür gehasst, dass ich
den Porsche hatte."
Die Doppelbelastung aus Angestelltenverhältnis und seiner Tätigkeit als
Food-Influencer sei ihm zunehmen zuviel geworden."Ich wollte ja mein eigenes
Business voranbringen, hatte Verpflichtungen und den Druck, immer wieder neue
Videos drehen zu müssen", erklärt "Kitchenachim". Der berufliche Reisestress
habe für Depressionen gesorgt. "Wenn ich Sonntagabend im Bett lag und daran
gedacht habe, Montagmorgen im Büro zu sein, ist mir richtig schlecht geworden",
sagt "Kitchenachim.
Offen spricht er über Überforderung und darüber, dass er an manchen Tagen nicht
gewusst habe, was er zuerst und was zuletzt machen solle. "Ich habe gemerkt,
dass ich nicht für mich und meinen Traum arbeite, sondern für die Träume eines
anderen", beschreibt er seine damalige Unzufriedenheit. Schließlich traf er eine
konsequente Entscheidung und gab seinen Angestelltenjob auf, um sich voll auf
seine Tätigkeit als Food-Influencer konzentrieren zu können. Eine für ihn
richtige Entscheidung: "Ich habe gemerkt, dass mir die Sicherheit, die ich zwar
hatte, die Freiheit genommen hat, mich selbst zu verwirklichen", sagt
"Kitchenachim". "Den Stress habe ich weiterhin, aber jetzt mache ich es für
mich. Die Bauchschmerzen, die mich 18 Jahre lang begleitet haben, sind weg", so
der Influencer, dem inzwischen 2,2 Millionen Follower auf Instagram folgen.
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