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ARD-DeutschlandTREND: Wirtschaft löst Migration als zentrales Problem ab
Als Hauptaufgabe für die Bundespolitik äußern die Bundesbürger den Umgang mit
der Wirtschaft. Das hat eine repräsentative Umfrage von infratest dimap unter
1.326 Wahlberechtigten für den ARD-DeutschlandTREND von Montag bis Dienstag
dieser Woche ergeben. Demnach hat die Situation der Wirtschaft die Migration als
aktuell größtes Problem in Deutschland abgelöst. Aktuell nennen 27 Prozent die
Wirtschaft (-1 im Vgl. zu November 2025) als drängendstes Problem, um das sich
die Politik kümmern muss. Es folgen Zuwanderung/Flucht mit 21 Prozent (-11),
soziale Ungerechtigkeit/Armut/Bürgergeld (unverändert 18 Prozent),
Rente/Alterssicherung (12 Prozent, +2), Bildung/Schule/Ausbildung (11, +3) und
Umwelt/Klimaschutz (10, -4).
Aktuell bewerten 13 Prozent die Lage der Wirtschaft in Deutschland positiv. Das
sind 7 Punkte weniger als im Januar 2026 und damit so wenige wie zuletzt zur
Eurokrise Ende der 2000er Jahre. Die deutliche Mehrheit (85 Prozent) bewertet
die gegenwärtige wirtschaftliche Lage in Deutschland als weniger gut oder
schlecht. Gefragt nach der persönlichen wirtschaftlichen Lage in einem Jahr
äußern 53 Prozent die Vermutung, ihre persönliche Situation wird etwa gleich
sein wie heute (-10 im Vgl. zu Juli 2025). Weitere 38 Prozent rechnen mit einer
Verschlechterung der eigenen wirtschaftlichen Lage in den kommenden 12 Monaten
(+17), in Ostdeutschland ist es fast jeder Zweite. Nur 6 Prozent der
Bundesbürger glauben an eine Verbesserung ihrer Situation im kommenden Jahr
(-6).
Angesichts steigender Kosten werden aktuell Reformen der Sozialsysteme in
Deutschland diskutiert, d.h. von gesetzlicher Rentenversicherung, Pflege- und
Krankenversicherung. Wenn Sie sich entscheiden müssten, würden 44 Prozent sich
für eher höhere Beiträge aussprechen, 28 Prozent eher für Leistungskürzungen; 28
Prozent äußern sich nicht oder trauen sich kein Urteil zu.
Befragungsdaten
- Grundgesamtheit: Wahlberechtigte ab 18 Jahren in Deutschland
- Fallzahl: 1.326 Befragte
- Erhebungszeitraum: 01. bis 02. Juni 2026
- Erhebungsverfahren: Zufallsbasierte Telefon- und Online-Befragung
- Schwankungsbreite: 2* bis 3** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 10% ** bei einem Anteilswert von 50%
Die Fragen im Wortlaut:
- Welches ist Ihrer Meinung nach das wichtigste politische Problem, um das sich
die deutsche Politik vordringlich kümmern muss? Und welches ist das
zweitwichtigste?
- Wie beurteilen Sie die gegenwärtige wirtschaftliche Lage in Deutschland?
- sehr gut
- gut
- weniger gut
- schlecht
- Glauben Sie, dass es Ihnen persönlich in einem Jahr wirtschaftlich ...
- besser geht als heute
- etwa gleich geht
- oder schlechter geht als heute?
- Angesichts steigender Kosten werden aktuell Reformen der Sozialsysteme in
Deutschland diskutiert., d.h. von gesetzlicher Rentenversicherung, Pflege- und
Krankenversicherung. Wenn Sie sich entscheiden müssten: Wären Ihnen eher
höhere Beiträge oder eher Leistungskürzungen lieber?
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Pressekontakt:
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Tel. 0221 220 7100
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OTS: ARD Das Erste
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