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Berlin (ots) - Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wird nach Einschätzung des
Deutschen Sportwettenverbandes (DSWV) das wichtigste Ereignis des Jahres für die
deutsche Sportwettenbranche: Der Verband rechnet mit Wetteinsätzen von knapp
einer Milliarde Euro in Deutschland - von denen jedoch ein erheblicher Teil bei
illegalen Anbietern getätigt wird.
Die WM 2026 wird erstmals mit 48 Nationen ausgetragen und umfasst mehr Spiele
als jedes vorherige Turnier. "Große Turniere wirken für die Branche häufig wie
ein zusätzlicher Umsatzmonat", erklärt DSWV-Präsident Mathias Dahms.
"Insbesondere Spiele mit deutscher Beteiligung erzeugen traditionell hohe
Wettaktivität. Dass die deutsche Nationalmannschaft möglichst lange im Turnier
bleibt, wünsche ich mir daher sowohl als Fan als auch als Vertreter der
Sportwettenindustrie."
Nach Einschätzung des DSWV werden rund 600 bis 700 Millionen Euro der erwarteten
WM-Wetteinsätze im regulierten Markt platziert. Weitere 300 bis 400 Millionen
Euro könnten hingegen bei illegalen Anbietern landen.
"Das zeigt: Wir haben weiterhin ein erhebliches Problem mit dem Schwarzmarkt",
warnt Dahms. Nach offiziellen Daten der Aufsichtsbehörde nutzt rund ein Drittel
der Spieler zumindest teilweise auch illegale Angebote. Der Schwarzmarktumsatz
ist laut GGL zuletzt um 17 Prozent gewachsen und damit deutlich stärker als der
legale Markt.
Ein Grund dafür ist, dass das legale Angebot in Deutschland im internationalen
Vergleich sehr restriktiv ausgestaltet sei. "Bestimmte beliebte Wettarten sind
in Deutschland verboten. So darf beispielsweise die Live-Wette 'Schießt Spieler
X noch ein Tor?' aufgrund der Regulierung nicht angeboten werden", führt Dahms
aus.
Besonders kritisch sieht der Verband, dass illegale Anbieter gerade bei
Großereignissen von der erhöhten Aufmerksamkeit profitieren könnten. "Illegale
Anbieter können deutlich freier und uneingeschränkter werben als regulierte
Unternehmen", betont Dahms. "Gleichzeitig bieten Turniere wie die WM aber auch
die Chance, Spieler zurück in den legalen Markt zu holen."
Der DSWV verweist darauf, dass nur bei lizenzierten Anbietern sichergestellt
ist, dass Gewinne zuverlässig ausgezahlt werden und umfassende
Spielerschutzmaßnahmen greifen, etwa moderne KI-gestützte Systeme zur
Früherkennung auffälligen Spielverhaltens. "Der Sportwettenmarkt ist heute so
sicher reguliert wie nie zuvor - dieser Schutz wirkt allerdings nur im legalen
Umfeld", macht Dahms deutlich. "Deshalb empfehlen wir Spielern ausdrücklich,
ihre WM-Wetten ausschließlich bei legalen, staatlich erlaubten Anbietern
abzugeben."
Eine Übersicht aller zugelassenen Anbieter veröffentlicht die Gemeinsame
Glücksspielbehörde der Länder (GGL) auf ihrer offiziellen Whitelist.
Pressekontakt:
Hendrik Gerstung
Pressesprecher
Deutscher Sportwettenverband e.V.
Auguststraße 62
10117 Berlin
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