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Ratingen (ots) - Erstes Innovations-Forum von Neues Bauen - 80 Sekunden und dem
Kompetenzzentrum Serielle Sanierung der dena | Energiesprong DE bringt
Bauwende-Lösungen direkt auf die Baustelle - Auftakt einer bundesweiten
Innovations-Offensive
Die Bauwende braucht keine weiteren Absichtserklärungen - sie braucht Lösungen,
die sofort eingesetzt werden können. Genau darum ging es beim ersten
Innovations-Forum von Neues Bauen - 80 Sekunden und dem dena-Kompetenzzentrum
Serielle Sanierung / Energiesprong DE bei Mitsubishi Electric in Ratingen.
Vertreterinnen und Vertreter aus Wohnungswirtschaft, Bauwirtschaft, Politik und
Forschung kamen zusammen, um marktreife Innovationen für schnelleres,
kostengünstigeres und klimaneutrales Bauen in die Umsetzung zu bringen.
Der Anspruch des Formats ist klar: Nicht über Innovationen sprechen, sondern sie
in Projekte überführen. Statt klassischer Vortragsveranstaltungen standen
deshalb Unternehmen im Mittelpunkt, deren Lösungen den Schritt aus dem
Pilotstadium bereits geschafft haben und nun in die Breite getragen werden
sollen.
Das Interesse der Branche zeigt den Handlungsdruck: Für den NRW-Auftakt bewarben
sich 30 Unternehmen. Nach einem unabhängigen Auswahlverfahren präsentierten
zwölf Anbieter ihre Lösungen vor Entscheidern aus Wohnungswirtschaft, Kommunen
und Bauwirtschaft.
Ministerpräsident Wüst: "Mehr Tempo, weniger Bürokratie"
Den politischen Rahmen setzte ein Grußwort von Ministerpräsident Hendrik Wüst:
"Bezahlbares Wohnen ist eine der zentralen sozialen Fragen unserer Zeit.
Schnellere Genehmigungen und flexiblere Baustandards sind entscheidend, um
schneller, effizienter und wirtschaftlicher zu bauen. Nordrhein-Westfalen geht
hier voran: mit mehr Tempo, weniger Bürokratie und besseren Rahmenbedingungen
für modernen Wohnungsbau."
Bauwende braucht Skalierung statt Pilotprojekte
Im Zentrum des Forums standen drei zentrale Herausforderungen der Branche:
schneller bauen, preiswerter bauen und klimaneutral bauen. Die präsentierten
Innovationen adressierten genau diese Hebel - von serieller Sanierung und
modularer Energieversorgung über industrialisierte Gebäudetechnik bis hin zu
kreislauffähigen Baustoffen und integrierten Fassadensystemen.
Uwe Bigalke, Leiter des dena-Kompetenzzentrums Serielles Sanieren /
Energiesprong DE, machte deutlich, dass die technischen Lösungen längst
verfügbar sind:
"Die Technologie ist da. Die Projekte laufen. Gleichzeitig entwickelt sich der
Markt rasant weiter. Jetzt geht es darum, hier die richtigen Impulse zu setzen
und serielles Sanieren mit weiteren Innovationen noch einfacher, kostengünstiger
und nachhaltiger zu machen - und das dann rasch in die breite Anwendung zu
überführen. Dazu gehören auch standardisierte Prozesse, die die Projektanbahnung
einschließlich Ausschreibung, Planung und Umsetzung digital verbinden und
bestmöglich automatisieren. Dafür brauchen wir gute Ideen und die Offenheit,
Neues auszuprobieren. Beides finden wir hier im Vorreiterland NRW besonders
häufig."
Vom Pitch direkt in die Projektanbahnung
Anders als klassische Kongressformate setzte das Innovations-Forum konsequent
auf Vernetzung und Umsetzung. Herzstück war das sogenannte "Matchmaking 2.0",
bei dem Wohnungsunternehmen, Projektentwickler und Innovatoren gezielt
zusammengebracht wurden.
Robert Kroth, Geschäftsführer von Neues Bauen - 80 Sekunden, betonte die
besondere Rolle des Formats:
"Dieses Forum ist kein Schaufenster für Zukunftsvisionen - es ist ein
Transferraum für das, was heute bereits auf die Baustelle kann. Unser Anspruch
ist die Vermittlung: zwischen erprobten Lösungen und den Akteuren, die den
Willen und die Strukturen haben, sie einzusetzen. NRW bietet dafür den idealen
Kontext: ein Bestand mit erheblichem Sanierungsdruck und eine
Wohnungswirtschaft, die Handlungsbereitschaft nicht nur bekundet, sondern
beweist."
Das Konzept ging auf: Aus Pitches wurden konkrete Gespräche über Projekte und
Kooperationen. Wohnungsunternehmen, Projektentwickler und Innovationstreiber
knüpften unmittelbar Kontakte für die Umsetzung neuer Lösungen im
Gebäudebestand.
Die Sieger des NRW-Auftakts
In drei Themenblöcken präsentierten insgesamt zwölf Unternehmen ihre Lösungen.
Schneller bauen: Sieger wurde RENOWATE mit vorgefertigten Fassaden- und
Dachelementen für die serielle Sanierung.
Preiswerter bauen: Nyoo Real Estate GmbH überzeugte mit einem skalierbaren
Planungssystem für bezahlbaren Wohnungsbau.
Net Zero - nachhaltiger und besser bauen: TOWERN3000 gewann mit der
CEPA-Energiefassade, die Dämmung, Heizen und Kühlen in einem integrierten System
verbindet.
Ergänzt wurden die Wettbewerbsbeiträge durch drei Wildcards aus den Bereichen
Infrastruktur, Energieeffizienz und digitale Projektentwicklung.
Politik und Branche fordern schnellere Umsetzung
Beim abschließenden Polit-Talk diskutierten Sandra Weeser, ehemalige Vorsitzende
des Bauausschusses des Deutschen Bundestages, Uwe Bigalke sowie die
Sieger-Innovatoren über die größten Hemmnisse für Innovationen im Gebäudesektor.
Die zentrale Botschaft: Weniger Regulierung, schnellere Zulassungsverfahren und
mehr Vertrauen in Innovationen sind entscheidend, damit marktreife Lösungen
schneller in die Praxis gelangen. Nicht fehlende Technologien bremsen die
Bauwende aus, sondern oftmals langwierige Verfahren und komplexe
Rahmenbedingungen.
Industrie als Umsetzungspartner der Bauwende
Gastgeber Mitsubishi Electric sieht in der schnelleren Überführung von
Innovationen in die Praxis eine zentrale Voraussetzung für die Transformation
des Gebäudesektors.
Mario Poltronieri, Präsident Mitsubishi Electric Deutschland, erklärte:
"Das Innovations-Forum von 'Neues Bauen - 80 Sekunden' zeigt, worauf es heute
ankommt: Ideen schneller in konkrete Projekte zu überführen und deren Umsetzung
spürbar zu beschleunigen. Für Mitsubishi Electric ist klar: Entscheidend ist
nicht nur, Lösungen zu entwickeln, sondern sie auch wirksam in die Anwendung zu
bringen. Dieser Anspruch ist in unserer DNA verankert und beeinflusst maßgeblich
die Haltung und Strategie unseres Unternehmens."
Auftakt einer bundesweiten Innovations-Offensive
Das Innovations-Forum in Ratingen bildet den Auftakt einer bundesweiten
Innovations-Offensive von Neues Bauen - 80 Sekunden und dem
dena-Kompetenzzentrum Serielle Sanierung / Energiesprong DE. Nach
Nordrhein-Westfalen folgen in diesem Jahr weitere Stationen in Hamburg, Berlin,
Brandenburg sowie in Süddeutschland. Ziel der Reihe ist es, marktreife
Bauwende-Innovationen schneller in konkrete Projekte zu bringen und damit die
Transformation des Gebäudebestands in Deutschland messbar zu beschleunigen.
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OTS: Neues Bauen - 80 Sekunden
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