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Anschlag von Magdeburg: Versicherung zahlt Millionen an Opfer

8.06.2026 04:05 Uhr Mitteldeutsche Zeitung

Halle (ots) - Anderthalb Jahre nach dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt gibt es erstmals eine finanzielle Bilanz zu den körperlichen Schäden der Opfer. Die Zahlen stammen von der R+V-Versicherung, die den vom Attentäter Taleb A. als Waffe missbrauchten Mietwagen versichert hatte. Wie die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Montagausgabe) berichtet, erklärte das Unternehmen, man habe alle persönlichen Ansprüche der Betroffenen bewertet. "Dabei sind wir auf einen nicht anderweitig gedeckten Gesamtbetrag von rund neun Millionen Euro gekommen", sagte Firmensprecherin Gesa Fritz dem Blatt.

Allerdings reicht das zur Verfügung stehende Geld nicht aus, um alle Ansprüche vollständig zu erfüllen. Grundsätzlich muss, wenn mit einem Fahrzeug ein Mensch getötet oder verletzt wird, der Halter haften - bei der Todesfahrt von Magdeburg der Autovermieter Sixt beziehungsweise dessen Versicherung, die R+V. Das Straßenverkehrsgesetz sieht jedoch eine Haftungsobergrenze von fünf Millionen Euro vor. Zusätzlich und freiwillig stellt die Verkehrsopferhilfe 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. Der Verein wird von allen deutschen Autohaftpflichtversicherern finanziert. "Uns stehen also insgesamt 7,5 Millionen Euro zur Auszahlung zur Verfügung", sagte die R+V-Sprecherin. Da sich die Forderungen auf neun Millionen Euro belaufen, bleibt ein Teil ungedeckt. Betroffene erhielten eine Zahlung in Höhe von rund 80 Prozent des jeweiligen Anspruchs.

Pressekontakt:

Mitteldeutsche Zeitung Hagen Eichler Telefon: 0391 400 66 94 10 hagen.eichler@mz.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/47409/6289526 OTS: Mitteldeutsche Zeitung


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Mitteldeutsche Zeitung
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