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Halle (ots) - Anderthalb Jahre nach dem Anschlag auf den Magdeburger
Weihnachtsmarkt gibt es erstmals eine finanzielle Bilanz zu den körperlichen
Schäden der Opfer. Die Zahlen stammen von der R+V-Versicherung, die den vom
Attentäter Taleb A. als Waffe missbrauchten Mietwagen versichert hatte. Wie die
in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Montagausgabe) berichtet, erklärte
das Unternehmen, man habe alle persönlichen Ansprüche der Betroffenen bewertet.
"Dabei sind wir auf einen nicht anderweitig gedeckten Gesamtbetrag von rund neun
Millionen Euro gekommen", sagte Firmensprecherin Gesa Fritz dem Blatt.
Allerdings reicht das zur Verfügung stehende Geld nicht aus, um alle Ansprüche
vollständig zu erfüllen. Grundsätzlich muss, wenn mit einem Fahrzeug ein Mensch
getötet oder verletzt wird, der Halter haften - bei der Todesfahrt von Magdeburg
der Autovermieter Sixt beziehungsweise dessen Versicherung, die R+V. Das
Straßenverkehrsgesetz sieht jedoch eine Haftungsobergrenze von fünf Millionen
Euro vor. Zusätzlich und freiwillig stellt die Verkehrsopferhilfe 2,5 Millionen
Euro zur Verfügung. Der Verein wird von allen deutschen
Autohaftpflichtversicherern finanziert. "Uns stehen also insgesamt 7,5 Millionen
Euro zur Auszahlung zur Verfügung", sagte die R+V-Sprecherin. Da sich die
Forderungen auf neun Millionen Euro belaufen, bleibt ein Teil ungedeckt.
Betroffene erhielten eine Zahlung in Höhe von rund 80 Prozent des jeweiligen
Anspruchs.
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hagen Eichler
Telefon: 0391 400 66 94 10
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OTS: Mitteldeutsche Zeitung
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