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Berlin (ots) - Eingefleischte Militärs haben mit Zivilisten so ihr Problem.
Diese tanzen gerne aus der Reihe, tolerieren auch mal andere Meinungen und
kennen keinen unbedingten Gehorsam. Es ist, als ob zwei Welten
aufeinanderprallen. So sieht es offenbar auch Rheinmetall-Chef Armin Papperger
inzwischen: Er will den Mischkonzern in eine reine Waffenschmiede ummodeln. Und
ist nun einen guten Schritt vorangekommen beim Versuch, die Autozuliefersparte
loszuwerden.
Der Absatz von Kampfpanzern und Haubitzen eilt dank der politisch geförderten
Zeitenwende von Rekord zu Rekord. Beim über allem stehenden Ziel, Profite und
vor allem die Rendite zu maximieren, ist der zivile Teil nur noch ein Klotz am
Bein. Die Transformation des Verkehrssektors braucht ihre Zeit. Doch das ganze
Klimagedöns interessiert die Militärs nicht, obwohl deren CO2-Fußabdruck dem
eines klobigen Militärstiefels Größe 49 gleicht.
Alles auf eine Karte zu setzen, ist im Kapitalismus nicht unbedingt ein guter
Schlachtplan. Zwar kann dies einen Konzern kurzzeitig schlagkräftiger machen zum
Wohle der Aktionäre. Doch längerfristig ist Diversifizierung immer eine gute
Idee, da dies finanzielle Risiken minimiert. In der Welt der Militärs gibt es
freilich keine Vielfalt. Papperlapapp sagt dazu auch Rheinmetall-Chef Papperger.
Sein Marschbefehl lautet: Alles auf Rüstung!
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