|
Berlin (ots) - Neue Studie des Verbands der Privaten Bausparkassen: 59 Prozent
der 16- bis 24-Jährigen blicken zuversichtlich in die eigene Zukunft - 82
Prozent wünschen sich Wohneigentum - zwei Drittel sorgen sich um ihre
finanzielle Sicherheit im Alter
Berlin, 10. Juni 2026. Die junge Generation in Deutschland blickt trotz Krisen
mehrheitlich zuversichtlich in die eigene Zukunft. Sie ist leistungsbereit,
politisch interessiert und wünscht sich Sicherheit, Familie, beruflichen Erfolg
und Wohneigentum. Zugleich sorgen sich viele junge Menschen um Krieg, politische
Überforderung, Altersarmut und bezahlbares Wohnen. Das zeigt die neue Studie
"Generation Zuversicht - Wünsche und Zukunftserwartungen der jungen Generation",
die der Verband der Privaten Bausparkassen heute im Rahmen seiner
Veranstaltungsreihe "Wortwechsel" in Berlin vorstellt.
Für die repräsentative Befragung wurden 1.001 Jugendliche und junge Erwachsene
im Alter von 16 bis 24 Jahren in Deutschland befragt. 59 Prozent von ihnen
blicken mit Zuversicht in die eigene Zukunft. Fast zwei Drittel sind überzeugt,
dass Leistung und Anstrengung zu einer besseren persönlichen Zukunft führen
können.
"Die junge Generation ist keine No-Future-Generation. Sie will ihr Leben
gestalten, Verantwortung übernehmen und glaubt daran, dass sich Anstrengung
lohnen kann", sagt Christian König, Hauptgeschäftsführer des Verbands der
Privaten Bausparkassen. "Diese Zuversicht ist eine große Chance. Sie bleibt aber
nur erhalten, wenn aus Leistung auch echte Perspektiven entstehen: Aufstieg,
Sicherheit, Vorsorge und ein selbstbestimmtes Leben."
Gleichzeitig zeigt die Studie ein hohes Maß an Unsicherheit. Zu den größten
Sorgen der jungen Menschen zählen die wachsende Kriegsgefahr, die Überforderung
der Politik, unsichere Renten, die Klimakrise, wachsende soziale Ungleichheit
und die Gefährdung der Demokratie durch Rechtsextremismus. Besonders stark
ausgeprägt ist die Sorge vor finanzieller Unsicherheit im Alter: Zwei Drittel
der Befragten befürchten, dass ihre spätere Rente oder ihre Rücklagen im Alter
nicht zum Leben ausreichen werden. Bei jungen Frauen liegt dieser Anteil sogar
bei 72 Prozent.
"Die Sorge vor Altersarmut ist bei jungen Menschen längst angekommen", so König.
"Das muss die Politik ernst nehmen. Junge Menschen brauchen verlässliche
Möglichkeiten, frühzeitig Vermögen aufzubauen und privat vorzusorgen.
Wohneigentum kann dabei ein wichtiger Baustein sein. Wer im Alter mietfrei
wohnt, gewinnt finanzielle Sicherheit und Handlungsspielraum."
Besonders deutlich wird der Wunsch nach Sicherheit und Selbstbestimmung beim
Wohnen. 82 Prozent der jungen Menschen möchten in Zukunft im eigenen Zuhause
leben. Nur 9 Prozent bevorzugen dauerhaft das Wohnen zur Miete. Als wichtigste
Gründe für Wohneigentum nennen die Befragten vor allem Unabhängigkeit,
Sicherheit und Gestaltungsfreiheit. Finanzielle Motive wie Kapitalanlage oder
Altersvorsorge spielen ebenfalls eine Rolle, stehen aber nicht an erster Stelle.
"Für junge Menschen ist Wohneigentum mehr als ein Anlageobjekt", sagt König. "Es
steht für Unabhängigkeit, Stabilität und persönliche Freiheit. Wenn dieser
Wunsch für viele nur noch mit großem Erbe oder erheblicher Unterstützung der
Familie erreichbar ist, wird Eigentumsbildung zu einer Frage der Herkunft. Das
darf nicht passieren."
Auch politisch ist die junge Generation keineswegs desinteressiert. 70 Prozent
der Befragten interessieren sich stark oder sehr stark für Politik, in
Ostdeutschland sogar 84 Prozent. Drei Viertel sind mit der Demokratie, wie sie
im Grundgesetz festgelegt ist, zufrieden. Deutlich kritischer fällt der Blick
auf die politische Praxis aus: Nur die Hälfte ist zufrieden damit, wie
Demokratie tatsächlich funktioniert. Mehr als 90 Prozent stimmen ganz oder
teilweise der Aussage zu, dass die Interessen der jungen Generation von der
Politik zu wenig berücksichtigt werden.
"Junge Menschen stehen zum Grundgesetz und interessieren sich für Politik. Das
ist eine gute Nachricht", sagt König. "Umso ernster müssen wir nehmen, dass
viele zugleich das Gefühl haben, politisch nicht ausreichend gesehen zu werden.
Vertrauen entsteht nicht durch Appelle, sondern durch konkrete Entscheidungen:
bei Bildung, bezahlbarem Wohnen, Altersvorsorge und den Chancen auf Eigentum."
Über die Ergebnisse der Studie diskutierten gestern Abend beim "Wortwechsel" vom
Verband der Privaten Bausparkassen in Berlin mit Vertreterinnen und Vertretern
aus Politik und Wissenschaft. Auf dem Podium sprachen Dr. Daniel Dettling vom
Institut für Zukunftspolitik, Lisa Paus MdB, Caroline Bosbach MdB und Katharina
Schenk, Ministerin für Arbeit, Gesundheit und Familie des Freistaats Thüringen.
Moderiert wurde die Veranstaltung von Sara Sievert.
Die Studie "Generation Zuversicht - Wünsche und Zukunftserwartungen der jungen
Generation" steht ab heute auf der Webseite des Verbands der Privaten
Bausparkassen zum Download bereit.
Zur Studie: https://www.bausparkassen.de/wp-content/uploads/2026/06/Generation_Z
uversicht_web.pdf
Eine Key-Facts-Grafik mit zentralen Ergebnissen der Befragung steht hier zum
Download bereit:
Generation Zuversicht_1920x1080 (https://www.bausparkassen.de/wp-content/uploads
/2026/06/Generation-Zuversicht_1920x1080.pdf)
Über den Verband der Privaten Bausparkassen
Der Verband der Privaten Bausparkassen e. V. mit Sitz in Berlin vertritt die
Interessen der privaten Bausparkassen in Deutschland. Er setzt sich für stabile
und verlässliche Rahmenbedingungen für das Bausparen ein und bringt sich aktiv
in die wohnungs- und finanzpolitische Diskussion ein. Ziel ist es, breite
Bevölkerungsschichten beim Erwerb von Wohneigentum, bei der Modernisierung von
Wohnraum und bei der langfristigen Finanzierung zu unterstützen.
Pressekontakt:
Germaine Dahlmann
Leiterin Kommunikation
Verband der Privaten Bausparkassen e.V.
030-590091-534
mailto:dahlmann@vdpb.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/29403/6291383
OTS: Verband der privaten Bausparkassen e.V.
|