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Bonn (ots) - Weltweit sind Millionen Menschen gezwungen, ihre Heimat zu
verlassen - und doch bleiben die meisten von ihnen unsichtbar. Denn die große
Mehrheit der Geflüchteten sucht Schutz nahe der Heimat und oft in den
überlasteten Nachbarregionen ihrer Herkunftsländer oder Gemeinden. "Millionen
Menschen leben dort über Jahre in provisorischen Unterkünften, ohne
verlässlichen Schutz oder Perspektive. Dass diese Situation international so
wenig Aufmerksamkeit bekommt, ist ein Problem - denn in vielen Regionen ist die
Flüchtlingshilfe dramatisch unterfinanziert", sagt Maria Rüther,
Hauptgeschäftsführerin bei "Aktion Deutschland Hilft".
Nach neuesten Zahlen des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR ist die Zahl der Frauen,
Männer und Kinder auf der Flucht im Jahr 2025 erstmals leicht gesunken von 122,1
Millionen auf 117,8 Millionen Menschen. Dennoch leben noch immer sieben von zehn
Geflüchtete in langanhaltenden Vertreibungssituationen.
Mehr als die Hälfte bleiben als Vertriebene im eigenen Land
Eine Mehrheit der Geflüchteten schafft es erst gar nicht über die eigene
Landesgrenze hinaus und das hat schwerwiegende Folgen: Denn ohne den
international anerkannten Schutz der Genfer Flüchtlingskonvention, der bei
Binnenflucht nicht greift, sind diese schlechter versorgt und weniger gut
geschützt vor Gewalt und erneuter Vertreibung. Gelingt es Ihnen, über die
Landesgrenze zu fliehen, erwartet sie als einzige Alternative oft über
Generationen hinweg die Unterbringung in überfüllten Flüchtlingscamps nahe der
Grenze. So leben beispielsweise in Dadaab in Kenia fast eine halbe Million
Menschen, die aus dem angrenzenden Somalia vor Krieg und Hunger geflohen sind.
Dort werden sie von CARE mit sauberem Trinkwasser und durch den Betrieb von
Sanitär- und Hygienestationen notdürftig versorgt. In Dadaab, einem der größten
Flüchtlingscamps der Region, gibt es Märkte, Schulen und kirchliche
Einrichtungen. Für viele ist die Flucht zum Alltag geworden.
Sudan bleibt die weltweit größte Vertreibungskrise
Seit April 2023 tobt ein blutiger Machtkampf im Sudan, der vor allem die
Menschen in der umkämpften Region Darfur in die Flucht getrieben hat. Über 30
Millionen Sudaneser:innen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, knapp 4,2
Millionen sind über die Grenze geflohen, viele weitere im eigenen Land
vertrieben. Viele Geflüchtete haben seither Schutz im benachbarten Südsudan
gesucht. In einer kleinen Siedlung des Ortes Boro Medina leben aktuell knapp
18.000 Geflüchtete, in einem Land, das selbst immer wieder von aufflammenden
Konflikten beherrscht wird und in dem es oft an einer organisierten
Infrastruktur mangelt. In der Provinz Raja betreiben die Johanniter
Ernährungsstationen in elf Gesundheitszentren, eines davon befindet sich in Boro
Medina. Hier erhalten mangel- und unterernährte Kinder gezielte Behandlung mit
einer Spezialnahrung, die lebenswichtige Vitamine und Mineralien enthält.
Einladung zum Mediengespräch: Am kommenden Donnerstag, dem 18. Juni von 10:30
bis 12 Uhr erörtern Expert:innen aus dem Bündnis in der Geschäftsstelle von
"Aktion Deutschland Hilft" die aktuelle Lage von Geflüchteten mit Fokus auf dem
Alltag in Camp-Strukturen. Anschaulich wird dies durch ein aufgebautes
Flüchtlingszelt, das auch für Foto- und Videoaufnahmen genutzt werden kann.
Wir bitten bei Interesse um eine verbindliche Anmeldung bis Dienstag, 16. Juni
unter mailto:presse@aktion-deutschland-hilft.de
Mehr über die Hilfe der Bündnisorganisationen erfahren Sie hier (https://www.akt
ion-deutschland-hilft.de/de/hilfseinsaetze/hilfe-fuer-fluechtlinge/) .
"Aktion Deutschland Hilft", Bündnis der Hilfsorganisationen, bittet um Spenden
für Geflüchtete weltweit.
Spenden-Stichwort: Hilfe für Flüchtlinge weltweit
IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (SozialBank)
Online spenden unter: http://www.Aktion-Deutschland-Hilft.de
Kurzprofil Aktion Deutschland Hilft e.V.
"Aktion Deutschland Hilft" ist das 2001 gegründete Bündnis renommierter
deutscher Hilfsorganisationen, die im Falle großer Katastrophen ihre Kräfte
bündeln, um schnelle und effektive Hilfe zu leisten. Die mehr als 20 beteiligten
Organisationen führen ihre langjährige Erfahrung in der humanitären Hilfe
zusammen. Über den Zusammenschluss von "Aktion Deutschland Hilft" koordinieren
die beteiligten Organisationen ihren Einsatz, sodass vor Ort keine
Überschneidungen oder Versorgungslücken entstehen - und die Menschen im
Katastrophengebiet die bestmögliche Hilfe erhalten. Unter einem gemeinsamen
Spendenkonto ruft das Bündnis zu solidarischem Handeln und Helfen im
Katastrophenfall auf. "Aktion Deutschland Hilft" hat sich zum
verantwortungsvollen Umgang mit Spenden verpflichtet und ist unter anderem
zertifiziertes Mitglied im Deutschen Spendenrat. Über Einsatz und Wirkung der
Spendengelder informiert das Bündnis in den jährlichen Finanzberichten:
https://www.aktion-deutschland-hilft.de/de/wir-ueber-uns/finanzen/
Pressekontakt:
Aktion Deutschland Hilft e.V.
Tel.: 0228/ 242 92 - 222
Fax: 0228/ 242 92 - 199
E-Mail: mailto:presse@aktion-deutschland-hilft.de
http://www.aktion-deutschland-hilft.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/50116/6292604
OTS: Aktion Deutschland Hilft e.V.
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