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Köln (ots) - Köln. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf will die unterschiedliche
Altersversorgung von Beamten und Angestellten beenden. "Für mich ist der
entscheidende Punkt zur Stabilisierung unseres Rentensystems, dass endlich alle
in das gleiche System einzahlen", sagte Klüssendorf dem "Kölner Stadt-Anzeiger"
(Mittwochausgabe). Dies betreffe zu verbeamtende Menschen genauso wie Politiker
und Ärzte oder Anwälte, die sich "bislang mithilfe eigener Versorgungssysteme
der Solidarität entziehen" würden. "Für mich ist auch dies eine Frage der
Gerechtigkeit", sagte Klüssendorf. "Leute, die in den gleichen Büros sitzen und
genau die gleiche Arbeit verrichten, haben zum Teil unterschiedliche
Altersvorsorgesysteme. Die Beamten bekommen grob gesagt eine Alterssicherung von
im Schnitt 71,5 Prozent, die Angestellten von nur 48 Prozent. Die Unterschiede
sind erheblich", sagte der Generalsekretär. Klüssendorf erklärte zudem, warum
SPD in den vergangenen Jahrzehnten an Glaubwürdigkeit und Vertrauen verloren
habe. Man habe immer wieder Versprechen gemacht, die die Partei in
Regierungszeiten nicht umsetzen konnte: "Da geht es zum Beispiel um die
Bürgerversicherung, die gerechtere Besteuerung von Vermögen oder den Bau von
400.000 neuen Wohnungen. Am Ende ist da zu wenig bei rumgekommen. Jetzt müssen
wir hart daran arbeiten, dieses Vertrauen zurückzugewinnen - auch indem wir
unsere Forderungen durchbekommen. Das geht nicht vom einen auf den anderen Tag,
sondern wird ein steiniger Weg", sagte der Bundestagsabgeordnete aus Lübeck der
Zeitung.
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