|
Berlin (ots) - Pharma Deutschland gibt Hinweise zu typischen Anzeichen von
Sonnenstich und Hitzschlag sowie zur sicheren Aufbewahrung von Arzneimitteln
Bereits im Mai wurden vielerorts Temperaturen von über 30 Grad erreicht. Nun
kommt in der zweiten Junihälfte deutschlandweit die nächste Hitzewelle auf uns
zu. Klimadaten zeigen: Hohe Temperaturen treten zunehmend früher im Jahr auf,
die Frühlinge werden trockener und die Sommer wärmer. Damit steigen auch
gesundheitliche Risiken, etwa durch Sonnenstich und Hitzschlag. Zudem kann Hitze
die Wirkung von Arzneimitteln beeinflussen.
"Durch hohe Temperaturen erweitern sich die Blutgefäße in der Haut und
Muskulatur, was zu einer erhöhten Herz-Kreislauf-Belastung führen kann. Mögliche
Folgen sind Schwindel und Ohnmacht, in schweren Fällen steigt auch das Risiko
für Herzinfarkte oder Herzversagen", erklärt Dr. Elmar Kroth, stellvertretender
Hauptgeschäftsführer von Pharma Deutschland. Nach Angaben des Robert
Koch-Instituts (RKI) starben im Jahr 2025 bis Ende August rund 2.600 Menschen in
Deutschland infolge von Hitze. Besonders betroffen sind ältere Menschen:
Deutlich mehr als die Hälfte (1.520) der Todesfälle entfiel auf die Altersgruppe
über 85 Jahre. Auch Personen mit Vorerkrankungen, wie Herz-, Kreislauf-,
Lungenerkrankungen sowie Demenz, sind besonders gefährdet.
Doch auch für Menschen ohne Vorerkrankungen kann die Hitze zur gesundheitlichen
Bedrohung werden, zum Beispiel in Form eines Sonnenstichs oder Hitzschlags. Ein
Sonnenstich entsteht durch intensive Sonneneinstrahlung auf den Kopf- und
Nackenbereich und äußert sich häufig durch Schwindel, Kopfschmerzen oder
Übelkeit, ohne dass die Körpertemperatur dabei ansteigt. Ein Hitzschlag dagegen
ist meist die Folge körperlicher Überanstrengung, beispielsweise beim
Outdoor-Sport, bei hohen Temperaturen. Starker Flüssigkeits- und Salzverlust
führen zu einer gefährlichen Überhitzung des Körpers. Typische Anzeichen sind
Bewusstseinseintrübungen, Krämpfe oder Bewusstlosigkeit. Da Betroffene stark
erschöpft wirken, werden die Symptome oftmals unterschätzt.
In beiden Fällen gilt: Betroffene sollten umgehend aus der Hitze gebracht und
vorsichtig gekühlt werden. Bei schweren Symptomen oder Verdacht auf einen
Hitzschlag sollte umgehend medizinische Hilfe gerufen werden.
Außerdem kann Hitze die Wirkung und Haltbarkeit von Arzneimitteln beeinflussen.
Säfte, Tabletten und Salben reagieren besonders empfindlich auf ungeeignete
Temperaturen. Präparate sollten vor der Einnahme überprüft und nicht
weiterverwendet werden, falls Veränderungen zu erkennen sind - wie ein
ungewöhnlicher Geruch, veränderte Farbe oder Konsistenz.
In der Regel sollten Arzneimittel dunkel und bei Zimmertemperatur gelagert
werden - sofern in der Packungsbeilage keine anderen Vorgaben gemacht werden.
"Auf keinen Fall sollten Arzneimittel im Auto oder auf der Fensterbank gelagert
werden. Auch hohe Luftfeuchtigkeit, etwa im Badezimmer, kann die Qualität
beeinträchtigen", so Dr. Elmar Kroth. Die Lagerung im Kühlschrank ist nur dann
sinnvoll, wenn sie ausdrücklich vorgesehen ist. Im Zweifel empfiehlt sich eine
Beratung in der Apotheke.
_______________
Der Pharma Deutschland e.V. ist der mitgliederstärkste Branchenverband der
Pharmaindustrie in Deutschland. Er vertritt die Interessen von rund 400
Mitgliedsunternehmen, die in Deutschland ca. 80.000 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter beschäftigen. Die in Pharma Deutschland e.V. organisierten
Unternehmen tragen maßgeblich dazu bei, die Arzneimittelversorgung in
Deutschland zu sichern. So stellen sie fast 80 Prozent der in Apotheken
verkauften rezeptfreien und fast zwei Drittel der rezeptpflichtigen Arzneimittel
sowie einen Großteil der stofflichen und dentalen Medizinprodukte für die
Patientinnen und Patienten bereit. Unter http://www.pharmadeutschland.de/ gibt
es mehr Informationen zu Pharma Deutschland.
Ihre Ansprechpartner in der Pressestelle von Pharma Deutschland:
Hannes Hönemann
Leiter Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
T. +49 171 5618203
mailto:hoenemann@pharmadeutschland.de
Anna Frederike Gutzeit
CvD Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
T. +49 170 4548014
mailto:gutzeit@pharmadeutschland.de
Geschäftsstelle Berlin
Pharma Deutschland e.V.
Friedrichstraße 134
10117 Berlin
Geschäftsstelle Bonn
Pharma Deutschland e.V.
Ubierstraße 71-73
53173 Bonn
Geschäftsstelle Brüssel
Pharma Deutschland e.V.
Rue Marie de Bourgogne 58
1000 Brüssel
http://www.pharmadeutschland.de
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/pharmadeutschland/
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/54882/6296298
OTS: Pharma Deutschland e.V.
|