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München (ots) - Das 43. FILMFEST MÜNCHEN präsentiert 130 Filmpremieren aus 56
Ländern und zahlreiche spannende retrospektive Blicke auf die Filmgeschichte. In
den internationalen Wettbewerben komplettieren nun letzte Cannes-Titel das
Line-Up, darunter Pedro Almodóvars "Bitteres Fest", Ira Sachs mit "The Man I
Love" sowie die zwei deutschen Gewinner-Filme "Das geträumte Abenteuer" und
"Everytime". Das Filmfest beschließt "See You When I See You" von Jay Duplass in
internationaler Premiere, bei der Schauspielikone David Duchovny mit einem
CineMerit Award ausgezeichnet wird.
Das Filmfest versteht sich als Entdeckerfestival, das dem Publikum neue
Einblicke, unentdeckte Filmperlen und großes Kino bietet: Das Gesamtprogramm aus
Filmvorführungen, Events und Talks ist ab dem 17. Juni auf der Website des
Festivals zu finden.
Die 130 abendfüllenden Spiel- und Dokumentarpremieren sowie Fernsehserien bilden
thematisch wie ästhetisch die ganze Bandbreite des Kinos ab. Alle Filme werden
erstmalig in Deutschland gezeigt. 45 Produktionen feiern in München ihre
Weltpremiere, elf ihre internationale Premiere und acht ihre Europapremiere. 17
weitere Filme finden ihren direkten Weg von Cannes an die Isar.
In 12 Spielstätten sind die Werke zu sehen, die in den Wettbewerben CineCoPro,
CineMasters, CineVision, CineRebels und CineKindl sowie in den deutschen Reihen
Neues Deutsches Kino und Neues Deutsches Fernsehen konkurrieren. Zusätzlich
werden in den Reihen Spotlight und International Independents 43 weitere Filme
gezeigt.
"Wir lieben die Mischung aus ganz unabhängigem Kino und großem Unterhaltungskino
für Kopf und Bauch. Hoffentlich begeistert diese Auswahl das Publikum genauso
wie das Programmteam des Filmfest München - das Line-Up bietet Kino für jeden
Geschmack, und das Filmfest Kino für alle", sagt das künstlerische Leitungsduo
Christoph Gröner und Julia Weigl.
Internationale Stars wie Pedro Almodóvar, Ira Sachs, Sandra Hüller, Haley
Bennett, Toni Servillo und David Duchovny sind in ihrem Variantenreichtum auf
der Leinwand und live vor Ort in München zu erleben.
Als Plattform Nr. 1 des deutschen Filmschaffens präsentiert das FILMFEST MÜNCHEN
neue Regiestimmen wie Pauline Roenneberg, Nicolas Ehret und das Regie-Duo Ella
Cieslinski und Nina Wesemann. Außerdem nationale Stars vor der Kamera wie
Katharina Thalbach, Charly Hübner, Lina Beckmann, Mala Emde, Louis Hofmann,
Corinna Harfouch, Maren Kroymann, Sabrina Setlur, Lea Urzendowsky und August
Diehl - um nur einige zu nennen.
Gegenwartsdiskussionen im Spiegel der Vergangenheit
Zahlreiche Produktionen stellen Fragen nach den Spuren der Vergangenheit im Hier
und Heute - allen voran "Vaterland", der diesjährige Eröffnungsfilm des
Festivals, der in Cannes als beste Regieleistung ausgezeichnet wurde und sein
Publikum mitnimmt auf eine Reise durch West- und Ostdeutschland nach dem 2.
Weltkrieg, durch die Augen der Familie Mann.
Mit "The Mad Dog of Europe" (Regie Rubika Shah) ist eine weitere besondere
Entdeckung zur deutschen Geschichte zu erleben: Einst führten ökonomische
Interessen und politischer Druck dazu, dass das 1932 verfasste Drehbuch über das
tragische Schicksal einer deutsch-jüdischen Familie während Hitlers Aufstieg im
Giftschrank verschwand. Der Dokumentarfilm über historische (Selbst-)Zensur und
blauäugigen Opportunismus ist in internationaler Premiere zu sehen.
Viele weitere Filme nehmen in den Fokus, wie Erinnerungen, Umbrüche und
Erfahrungen die Gegenwart prägen. "Bruno - der junge Kreisky" (Regie Harald
Siecheritz) ergründet die biografischen Wurzeln des Mannes, der später die
österreichische Politik nachhaltig prägen sollte. Ein charmantes Period Piece
wie "Virginia Woolf's Night & Day" (Regie Tina Gharavi) mit Haley Bennett und
Elyas M'Barek nähert sich einer anderen Zeit - und stellt doch heute brennende
Fragen nach Gleichberechtigung, gesellschaftlichen Erwartungen und individueller
Freiheit. Und auch die Bestselleradaption "H wie Habicht" (Regie Philippa
Lowthrope) mit Claire Foy in der Hauptrolle fragt nach biografischen Brüchen und
langsamer Befreiung.
Festival der Entdeckungen
Das FILMFEST MÜNCHEN eröffnet mit seinem Programm außergewöhnliche Einblicke in
unterschiedliche Lebensrealitäten und Filmkulturen aus aller Welt. Produktionen
aus Singapur, Angola, Kasachstan, Saudi-Arabien und Brasilien stehen
exemplarisch für die internationale Ausrichtung des Festivals und unterstreichen
seinen Anspruch als Plattform für künstlerische Entdeckungen und kulturellen
Austausch. Die Filme erzählen lokale Geschichten mit universeller Relevanz und
eröffnen Perspektiven, die im internationalen Festivalgeschehen noch immer zu
selten sichtbar sind. Mit Werken wie "Ah Girl", "Meu semba", "Sicko", "Hijra"
und der brasilianischen Weltpremiere "Pitico - Hermes Ayres Azevedo (1881-1959)
- Historiador da Província" lädt das FILMFEST MÜNCHEN dazu ein, filmische
Handschriften jenseits etablierter Produktionszentren kennenzulernen.
Amerikanisches Independent Kino im Fokus
Mit einer ungewöhnlich starken Auswahl setzt das Festival seine lange Tradition
als Heimat des US-amerikanischen Independent-Kinos fort und präsentiert sechs
internationale Premieren, die eindrucksvoll zeigen, warum diese Produktionsform
weiterhin zu den wichtigsten Impulsgebern des zeitgenössischen Films zählt. Dazu
zählen der Horrorfilm "Ugly Cry" von Emily Robinson, die köstlich-schwarze
Komödie "Chili Finger" von Edd Benda und Stephen Helstad, die Tragikomödie "Hot
Water" von Ramzi Bashour, das energiegeladene Künstlerporträt "Downbeat" von
Danny Madden und "Their Town" von Katie Aselton, ein leiser und einfühlsamer
Film über die Freundschaft zweier Jugendlicher.
Zudem präsentiert das FILMFEST MÜNCHEN den neuen mitreißenden Film von
Indie-Ikone Jay Duplass: "See You When I See You" wird die diesjährige
Festivalausgabe beschließen. Zum Hauptcast gehört kein Geringerer als
Schauspieler David Duchovny, den das Festival mit einem CineMerit für seine
Verdienste um die Filmkunst ehrt.
CineCoPro Wettbewerb komplett
Zwölf Produktionen konkurrieren in der diesjährigen Ausgabe um den mit 100.000
Euro dotierten CineCoPro Award. Neben dem schonungslosen Drama "Hercules
Falling" von Christian Bonke und dem intimen Dokumentarfilm über die
Musiksensation "Noga" (Regie Jono und Benji Bergmann) ist unter anderen mit
"Titanic Ocean" von Konstantina Kozamani ein mythisches Coming-of-Age-Drama zu
erleben. Alle weiteren CineCoPro Titel finden Sie hier (https://www.filmfest-mue
nchen.de/de/programm/filme/?q=&datum=&zeit=&ort=&reihe=1802&s=title) .
17 Titel aus Cannes - Vom Experiment bis zum großen Autorenkino
In seiner 43. Ausgabe präsentiert das FILMFEST MÜNCHEN insgesamt 17 Produktionen
frisch aus Cannes. Mit "Everytime" von Sandra Wollner (Sieger der Sektion Un
Certain Regard) und "Das geträumte Abenteuer" von Valeska Grisebach (Preis der
Jury des Hauptwettbewerbs) zeigt das Festival erfolgreiche Beiträge deutscher
Filmschaffender. Ebenfalls preisgekrönt sind die beiden Hauptdarstellerinnen von
"All of a Sudden" (Regie Ryûsuke Hamaguchi), die die Geschichte um eine
Freundschaft zwischen Krankheit und Kapitalismus erzählen. "Teenage Sex and
Death at Camp Miasma" (Regie Jane Schoenbrun) mit Gillian Anderson und Hannah
Einbinder und "Gentle Monster" von Marie Kreutzer präsentieren sich dem Münchner
Publikum ebenso wie "The Man I Love" von Ira Sachs, der zu den prägenden Stimmen
des unabhängigen Kinos gehört und die Deutschlandpremiere seines Films
persönlich begleiten wird. Alle weiteren Cannes-Titel gibt es gesammelt hier
(http://www.filmfest-muenchen.de/media/rxfnviqd/2026_ffm_filmliste_cannes.pdf) .
FILMFEST MÜNCHEN - Publikumsfestival und Branchentreff
Das FILMFEST MÜNCHEN lädt Filmfans dazu ein, im wunderbaren Münchner Sommer die
Vielseitigkeit von Film zu feiern. Auch in diesem Jahr geben Größen der
internationalen Filmwelt in Gesprächen Einblicke in ihr Schaffen und stellen
ihre neuesten Projekte vor, die auf dem Festival zu sehen sind. Die 16
kostenlosen FilmTalks finden im Festivalzentrum im Kunstareal statt.
Das Branchenpublikum findet bei den Industry Days in mehr als 70
Veranstaltungen, im Industry Beergarden und bei zahlreichen Empfängen
Gelegenheit zur Diskussion und Vernetzung. In diesem Jahr beginnt das Programm
am Warm-Up Day mit der von der Produktionsallianz veranstalteten Creators
Conference. Es folgen Formate u.a. mit der Deutschen Filmakademie und der Queer
Media Society, die den QMS Award verleihen wird. Zum ersten Mal findet die
Initiative First Cut+ 2026 in München statt, bei der am 1. Juli 2026 dank der
Unterstützung von Walker+Worm Film eines der teilnehmenden Projekte mit dem mit
2.000 EUR dotierten Walker+Worm First Cut+ Award ausgezeichnet wird. Im Herzen
der Industry Days steht die CineCoPro Conference vom 30. Juni - 2. Juli, bevor
das Programm in der Verleihung der Förderpreise Neues Deutsches Kino am Freitag
gipfelt. Jeder Tag setzt eigene Schwerpunkte: In Zusammenarbeit mit zahlreichen
Partnern, Institutionen und Verbänden entsteht ein vielschichtiges Programm mit
klaren und innovativen Impulsen für die Branche.
FILMFEST MÜNCHEN und seine Kooperationen
Ein fester Bestandteil des FILMFEST MÜNCHEN sind die teils langjährigen
Kooperationen mit unzähligen Institutionen lokal und in ganz Deutschland.
Detaillierte Informationen zu den Kooperationen und kuratierten filmischen
Programmen finden Sie hier
(https://www.filmfest-muenchen.de/de/programm/kooperationen/) .
Aktuelle Informationen zum FILMFEST MÜNCHEN finden Sie auf
https://www.filmfest-muenchen.de/de/ .
Festivaldaten
FILMFEST MÜNCHEN 2026: 26. Juni - 5. Juli 2026
26. Juni: Warm-up Day
27. Juni: Opening Day
5. Juli: Publikumstag
Pressekontakt:
Evelyn Voigt-Müller, Katinka Holupirek, Katrin Brinkmann
mailto:presse@filmfest-muenchen.de
+49 (0) 89 - 38 19 04 19
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/180201/6296444
OTS: FILMFEST MÜNCHEN
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