|
Mainz (ots) - In der Diskussion um die geplante Pflegereform der Bundesregierung
sieht der Präsident und rheinland-pfälzische Landesvorsitzende des
Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), Bernd Meurer,
auch Rheinland-Pfalz in der Pflicht. "Basis dieser Reform sind die Ergebnisse
einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe. Jetzt müssen die Länder die verheerenden Pläne
des Bundes stoppen", sagte Meurer vor rund 100 Pflegeunternehmerinnen und
-unternehmern im Rahmen der Mitgliederversammlung der bpa-Landesgruppe in
Ingelheim.
"Das Pflegeneuordnungsgesetz ordnet nichts, es gefährdet die pflegerische
Versorgung", so Meurer. Er kritisierte vor allem die fehlenden Maßnahmen zur
Personalsicherung. "Wenn sich alle Akteure, also Betreiber, Pflegekräfte und
Kostenträger, einig sind, dass internationale Kräfte schneller in die Versorgung
kommen müssen, dann darf die Bundesregierung ein Konzept wie die
Kompetenzvermutung nicht ignorieren."
Der Wegfall einer gesicherten Refinanzierung von Gehaltssteigerungen oberhalb
der Grundlohnsummenentwicklung schade der Versorgungslandschaft in
Rheinland-Pfalz sogar massiv. "Für die Krankenhäuser gibt es Ausnahmen, die
Schere der Gehälter zwischen Akutpflege und Langzeitpflege geht also wieder
weiter auf. Das wird für mehr Abwanderung aus der Altenpflege in die
Krankenhäuser sorgen, während die Zahl der Pflegebedürftigen weiter steigt."
Meurer forderte die rheinland-pfälzische Landesregierung auf, sich über den
Bundesrat für Änderungen an den Reformplänen stark zu machen.
Pressekontakt:
Jutta Schier, Leiterin der Landesgeschäftsstelle, Tel.: +49 6131 8 80 32 0,
www.bpa.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/17920/6296573
OTS: bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.
|