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Berlin (ots) - Im Straßenverkehr kommt es immer wieder zu gefährlichen
Situationen, weil Menschen von Fahrzeugführenden nicht rechtzeitig gesehen
werden. Ein zentrales Risiko ist dabei der tote Winkel - also jene Bereiche rund
um ein Fahrzeug, die für Fahrende nur eingeschränkt oder gar nicht einsehbar
sind. Darauf weist die gesetzliche Unfallversicherung anlässlich des Tags der
Verkehrssicherheit am 20. Juni hin.
Besonders gefährlich ist die Situation für Kinder, die auf dem Weg von oder zur
Bildungseinrichtung zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. An Kreuzungen
und Straßeneinmündungen besteht ein hohes Risiko, dass sie in den Bereich des
toten Winkels geraten und von abbiegenden oder anfahrenden Fahrzeugen übersehen
werden.
"Je größer das Fahrzeug, desto größer auch der tote Winkel. Trotz moderner
Technik wie Spiegeln und Kamera-Monitor-Systemen stellt der Bereich seitlich
neben, vor und hinter Fahrzeugen eine potenziell tödliche Gefahr dar", sagt
Sabine Bünger, Leiterin des DGUV-Sachgebiets Verkehrssicherheit in
Bildungseinrichtungen. "Natürlich wäre es wünschenswert, wenn die
Fahrzeugtechnik sowie die Gestaltung von Straßen und Kreuzungen so ausgelegt
wären, dass Menschen gar nicht erst in den toten Winkel geraten. Solange das
nicht der Fall ist, kommt es entscheidend darauf an, dass alle
Verkehrsteilnehmenden die eingeschränkten Sichtverhältnisse kennen und ihr
Verhalten entsprechend anpassen. Insbesondere Kinder sind sich der Risiken oft
nicht bewusst."
Umso wichtiger sei es, dass Eltern und Erziehungsberechtigte ihre Kinder für die
Gefahren sensibilisieren. Diese Maßnahmen helfen:
- Sprechen Sie mit Ihrem Kind über den toten Winkel und erklären Sie die Gefahr
- Zeigen Sie Ihrem Kind die Situation auch in der Realität, indem Sie den
Verkehr gemeinsam an einer Kreuzung beobachten
- Weisen Sie das Kind darauf hin, an Kreuzungen immer genügend Abstand zu
abbiegenden Fahrzeugen zu halten und nicht im Gefahrenbereich in der Nähe des
Bordsteins zu stehen
- Seien Sie selbst ein gutes Vorbild - meiden Sie den Aufenthalt im toten
Winkel, ob zu Fuß oder mit dem Rad
- Üben Sie den Schulweg mehrmals, bevor ihn Ihr Kind erstmals allein zurücklegt.
Die gesetzliche Unfallversicherung setzt sich für mehr Verkehrssicherheit auf
dem Schulweg ein und stellt Eltern, Schulen und Kommunen Materialien zur
Verkehrserziehung zur Verfügung, um Kinder frühzeitig zu sensibilisieren. Der
Flyer "Der Tote Winkel: Gefahr erkannt - Gefahr gebannt" (https://publikationen.
dguv.de/regelwerk/dguv-informationen/1381/der-tote-winkel-gefahr-erkannt-gefahr-
gebannt) ist eine leicht verständliche Erklärhilfe für Erziehungsberechtigte und
gibt Tipps, wie man mit Kindern über den toten Winkel und das richtige Verhalten
sprechen kann.
Seit dem Jahr 2005 veranstaltet der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) (https
://www.dvr.de/ueber-uns/positionen-des-dvr/kampagnen/tag-der-verkehrssicherheit)
den Tag der Verkehrssicherheit, um über sicheres Verhalten im Straßenverkehr
aufzuklären und die Vision Zero - keine Getöteten und Schwerverletzten im
Verkehr - zu fördern. Lokale Organisationen und Institutionen sind aufgerufen,
sich mit eigenen Aktionen zu beteiligen. Dafür kann das Social-Media-Kit des DVR
heruntergeladen und genutzt werden.
Pressekontakt:
Stefan Boltz
Pressesprecher
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV)
Spitzenverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften
und der Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand
Glinkastraße 40, 10117 Berlin
Tel.: +49 30 13001-1414
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