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Berlin (ots) - Franziska Kersten, zuständige Berichterstatterin der
SPD-Bundestagsfraktion:
Am 17. Juni 1953 erhoben sich über eine Million Menschen in mehr als tausend
Städten, Dörfern und Gemeinden der DDR gegen die SED-Diktatur. Aus
Arbeiterprotesten gegen Normerhöhungen wurde ein Volksaufstand für politische
Freiheit, freie Wahlen und die deutsche Einheit. Sowjetische Panzer schlugen ihn
blutig nieder, über 55 Menschen kamen zu Tode - doch der Mut der protestierenden
Menschen bleibt unvergessen.
"Der Aufstand vom 17. Juni 1953 war kein isolierter Arbeiterprotest, sondern ein
gesamtgesellschaftlicher Freiheitskampf. Er zeigt: Die DDR-Bevölkerung hat sich
nie mit der Diktatur arrangiert. Als Teil der europäischen Widerstandsgeschichte
steht der 17. Juni für den Kampf um Selbstbestimmung und Menschenrechte - von
Budapest 1956 bis Leipzig 1989. Der 17. Juni mahnt uns: Demokratie muss jeden
Tag aufs Neue verteidigt werden.
Dem Deutschen Bundestag kommt dabei eine besondere Verantwortung zu, die
Erinnerung an den Volksaufstand wachzuhalten und gleichzeitig den Zusammenhang
mit unserer Demokratie zu verdeutlichen. Wir setzen uns deswegen für eine
verlässliche Förderung von Gedenkstätten und Bundesförderprogrammen wie "Jugend
erinnert" ein. Mit unserer Bildungsarbeit müssen wir insbesondere wieder mehr
junge Menschen erreichen und ihr Wissen über Demokratiegeschichte stärken. Dazu
können auch Formate beitragen, die Opposition und Widerstand in der gesamten
DDR, aber auch darüber hinaus, in den Mittelpunkt stellen.
Als SPD-Bundestagsfraktion begrüßen wir den Start des Gestaltungswettbewerbs für
das Denkmal zur Mahnung und Erinnerung an die Opfer der kommunistischen Diktatur
sowie die Grundsteinlegung für das Freiheits- und Einheitsdenkmal in Leipzig.
Beim Stasi-Unterlagen-Archiv plädieren wir für eine zügige Umsetzung der
Standortplanung mit dem Hauptstandort Berlin-Lichtenberg, den fünf regionalen
Archivstandorten sowie den weiteren Außenstellen."
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