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Lauffen a.N. (ots) - Der akute Personalmangel bringt viele Metzgereien an ihre
Grenzen: Während die Produktion läuft, bleibt an der Verkaufstheke oft die
Arbeit an zu wenigen Fachkräften hängen. Lange Wartezeiten für Kunden und
gestresste Mitarbeiter sind die Folge, was viele Betriebe wirtschaftlich stark
belastet. Es braucht daher dringend smarte, neue Strategien, um die Brücke
zwischen Produktion und Verkauf trotz dünner Personaldecke effizient zu
schlagen.
"Wir müssen Abläufe digitalisieren und Teams flexibler schulen, um den Betrieb
auch mit der halben Mannschaft am Laufen zu halten", erklärt Tobias Fichtel,
Gründer und Geschäftsführer der Fichtel Consulting GmbH. Er weiß genau, wie
moderne Fleischereien durch clevere Organisation Zeit sparen und den Verkauf
entlasten können. In diesem Beitrag erfahren Sie, mit welchen Sofortmaßnahmen
Metzgereien jetzt den Fachkräftemangel abfedern.
Strukturen schaffen, statt Personalprobleme verwalten
Wenn Mitarbeiter fehlen, versuchen viele Metzgereien zunächst, die entstandenen
Lücken durch Mehrarbeit aufzufangen. Langfristig führt dieser Ansatz jedoch
häufig zu Überlastung, Fehlern und unnötigen Reibungsverlusten im
Betriebsalltag. Nach Ansicht von Tobias Fichtel liegt deshalb ein wichtiger
Hebel darin, bestehende Abläufe konsequent zu strukturieren und organisatorische
Schwachstellen zu beseitigen.
Besonders bei wiederkehrenden Tätigkeiten gehen in vielen Betrieben wertvolle
Ressourcen verloren. Werden Aufgaben mündlich weitergegeben oder nur sporadisch
dokumentiert, steigt das Risiko, dass Arbeiten doppelt erledigt oder vergessen
werden. Digitale Aufgabenmanagement-Systeme können hier Abhilfe schaffen. Sie
ermöglichen es, Verantwortlichkeiten klar zu definieren, wiederkehrende Aufgaben
automatisch zu planen und jederzeit den Überblick über offene und abgeschlossene
Tätigkeiten zu behalten.
Davon profitieren nicht nur Betriebsleiter. Auch Mitarbeiter erhalten mehr
Orientierung im Arbeitsalltag, während gleichzeitig wichtige Prozesse wie
Hygiene- und HACCP-Kontrollen zuverlässig dokumentiert werden können. Gerade in
Zeiten knapper Personalressourcen sorgt eine klare Organisation dafür, dass
vorhandene Kapazitäten gezielter eingesetzt werden.
Auch die Einarbeitung neuer Mitarbeiter lässt sich durch digitale
Onboarding-Konzepte effizienter gestalten. Arbeitsabläufe, Qualitätsstandards
und betriebliche Prozesse können zentral dokumentiert und einheitlich vermittelt
werden. Dadurch sinkt der Einarbeitungsaufwand und neue Teammitglieder werden
schneller produktiv.
Kennzahlen als Grundlage für bessere Personaleinsatzplanung
Viele Handwerksbetriebe treffen Personalentscheidungen noch immer überwiegend
auf Basis von Erfahrungswerten. Dabei liefern Verkaufszahlen und Frequenzdaten
wertvolle Hinweise darauf, wann Mitarbeiter tatsächlich benötigt werden.
"Gerade im Verkauf fehlt es häufig an grundlegenden Controlling-Strukturen",
erklärt Tobias Fichtel. Wer die Auslastung seiner Filialen systematisch
analysiert, könne Personal deutlich gezielter einsetzen.
Dabei geht es nicht zwangsläufig darum, Personal abzubauen. Vielmehr sollen
Mitarbeiter in den Zeitfenstern verfügbar sein, in denen die Nachfrage besonders
hoch ist. Gleichzeitig können schwächere Zeiten genutzt werden, um andere
Aufgaben zu erledigen oder Öffnungszeiten kritisch zu hinterfragen. So lässt
sich mit derselben Mannschaft häufig deutlich mehr erreichen.
Vorbestellungen entlasten den Verkauf
Ein weiterer Ansatz besteht darin, Kundenbestellungen bereits vor dem
eigentlichen Verkaufsprozess digital zu erfassen. Vorbestellsysteme ermöglichen
es, Bestellungen für Fleisch- und Wurstwaren, Mittagsangebote oder
Catering-Aufträge frühzeitig anzunehmen und intern zu koordinieren.
Die Produkte können in ruhigeren Phasen vorbereitet werden, während sich das
Verkaufspersonal in Stoßzeiten auf die Kunden vor Ort konzentriert. So entstehen
zusätzliche Kapazitäten, ohne weiteres Personal einsetzen zu müssen.
Mit Vorverpackung Prozesse beschleunigen
Auch die gezielte Vorverpackung ausgewählter Produkte kann den Verkauf spürbar
entlasten. Zwar handelt es sich dabei keineswegs um eine neue Idee, doch gerade
unter den aktuellen Rahmenbedingungen gewinnt sie wieder an Bedeutung.
Vorportionierte und professionell verpackte Produkte lassen sich schneller
verkaufen und vereinfachen die Abläufe an der Theke. Zudem eignen sie sich ideal
für Selbstbedienungsbereiche und entlasten das Verkaufspersonal.
Darüber hinaus bietet die Vorverpackung Potenzial für höhere
Durchschnittsbonwerte. Werden beispielsweise Steaks oder Wurstwaren in
attraktiven Portionsgrößen angeboten, greifen Kunden häufig direkt zu den
vorbereiteten Packungen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Qualität,
Frische und Präsentation höchsten Ansprüchen genügen.
"Vorverpackung darf niemals zulasten der Produktqualität gehen", betont Fichtel.
Entscheidend ist vielmehr, dass hochwertige Ware mit einer ansprechenden
Verpackung und klarer Kennzeichnung kombiniert wird. Dann kann dieser Ansatz
sowohl die Effizienz steigern als auch zusätzliche Umsätze ermöglichen.
Effizienz entsteht durch viele kleine Stellschrauben
Der Fachkräftemangel wird das Metzgerhandwerk voraussichtlich noch über Jahre
begleiten. Umso wichtiger ist es, vorhandene Ressourcen möglichst effektiv
einzusetzen. Dabei zeigt sich: Oft sind es nicht einzelne große Maßnahmen,
sondern zahlreiche kleinere Optimierungen, die in der Summe einen spürbaren
Unterschied machen.
Digitale Organisation, strukturierte Einarbeitung, datenbasierte
Personaleinsatzplanung, Vorbestellsysteme und intelligente
Vorverpackungskonzepte können dazu beitragen, die Brücke zwischen Produktion und
Verkauf auch mit begrenzten personellen Ressourcen erfolgreich zu schlagen.
Betriebe, die ihre Prozesse konsequent weiterentwickeln, entlasten ihre
Mitarbeiter und stärken ihre Wettbewerbsfähigkeit.
Über Tobias Fichtel:
Tobias Fichtel ist Metzgermeister, Fleischsommelier und Betriebswirt sowie
Gründer der Fichtel Consulting GmbH. Mit seiner langjährigen Erfahrung
unterstützt er klassische Handwerksmetzgereien im deutschsprachigen Raum bei der
Betriebsoptimierung. Sein Fokus liegt auf Personalführung, Struktur und
Digitalisierung - zentrale Hebel im Kampf gegen den Fachkräftemangel. Mehr
Informationen unter: https://www.tobias-fichtel.de/
Pressekontakt:
Fichtel Consulting GmbH
Vertreten durch: Tobias Fichtel
E-Mail: mailto:info@tobias-fichtel.de
Website: https://tobias-fichtel.de/
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/176029/6296200
OTS: Fichtel Consulting GmbH
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