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https://ots.de/Wq6xYD
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München (ots) - 117,8 Millionen Menschen sind 2025 gewaltsam vertrieben worden,
darunter 49 Millionen Kinder und Jugendliche. Es fehlt ihnen an Nahrungsmitteln,
medizinischer Versorgung, Bildung und Schutz, auch weil Hilfsorganisationen seit
2025 wegen der massiven Finanzkürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit ihre
Dienstleistungen reduzieren mussten. Vielerorts sind Kinderschutzräume und
Bildungsangebote weggefallen. Darauf weisen die SOS-Kinderdörfer zum
Weltflüchtlingstag am 20. Juni hin. "Viele Kinder haben nicht mal ein Dach über
dem Kopf, geschweige denn Schutz und Versorgung. Die internationale Gemeinschaft
steht in der Pflicht, ihnen die Grundlagen für ein gesundes und selbstbestimmtes
Leben zu geben", sagt Boris Breyer, Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer
weltweit.
Ressourcenknappheit der Aufnahmegemeinschaften
Die meisten Kinder flüchten in Nachbarländer ihres Heimatlandes. Oft handelt es
sich dabei um wenig entwickelte Länder, um Länder, die selbst mit humanitären
Krisensituationen konfrontiert sind, wie Tschad, die Demokratische Republik
Kongo oder Südsudan. Aufgrund der schlechten Infrastruktur und eines meist
instabilen Gesundheitssystems fehlen solchen Aufnahmeländern die Ressourcen für
eine angemessene Versorgung der Kinder.
Unterversorgung betrifft zentrale Lebensbereiche
- Der Zugang zu Bildung ist Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben und
erleichtert die Integration in einen fremden Kulturkreis. Doch in
Geflüchtetencamps und Aufnahmegemeinschaften mangelt es oft an
Bildungsangeboten. Laut UNHCR lag die Zahl der geflüchteten Kinder im Schulalter
2025 bei etwa 12,4 Millionen, weniger als die Hälfte besucht eine Schule.
- Geflüchtete Kinder sind häufig gesundheitlich und psychosozial unterversorgt,
auch wegen restriktiven Gesetzen, die ihren Zugang zu Gesundheitsdiensten
einschränken. Oft haben die Kinder jedoch Gewalterfahrungen, Verfolgung und/oder
den Verlust von Angehörigen erlebt und bräuchten dringend Unterstützung. Laut
Schätzungen leidet rund ein Drittel von ihnen unter Depressionen und
Posttraumatischen Belastungsstörungen. In Ländern von Subsahara ist zudem die
Zahl der unterernährten geflüchteten Kinder groß.
- Etwa 2,3 Millionen Kinder sind in Geflüchtetencamps geboren. Millionen von
Kindern und Jugendlichen fehlt in Camps und informellen Siedlungen die
Sicherheit eines stabilen Zuhauses. In überfüllten Unterkünften sind die Kinder
Gefahren wie geschlechtsspezifischer Gewalt und Missbrauch ausgesetzt. Das gilt
vor allem für unbegleitete und auf der Flucht von ihren Familien getrennte
Kinder.
So helfen die SOS-Kinderdörfer
Die Hilfsorganisation unterstützt mit Kinderschutzräumen, Bildungsangeboten und
Zugang zur Gesundheitsversorgung sowie mit Nothilfe. Die SOS-Kinderdörfer nehmen
unbegleitete geflüchtete Kinder in ihren Einrichtungen auf und versuchen, auf
der Flucht getrennte Familien wieder zusammenzuführen.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Boris Breyer
Pressesprecher SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 0160 - 984 723 45
E-Mail: mailto:boris.breyer@sos-kd.org
http://www.sos-kinderdoerfer.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/1658/6296632
OTS: SOS-Kinderdörfer weltweit e.V.
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