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Bonn (ots) - Anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20. Juni erinnert die
UNO-Flüchtlingshilfe daran, dass das Recht auf Schutz und Asyl ein zentrales
Fundament der internationalen Nachkriegsordnung ist. Gleichzeitig warnt die
Organisation vor einer dramatischen Finanzierungslücke in der humanitären Hilfe,
die die Versorgung geflüchteter Menschen global zunehmend gefährdet.
Weltweit verlieren derzeit Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, Gewalt
und Verfolgung den Zugang zu lebenswichtiger Unterstützung. Nach Angaben der
Organisation geraten viele Familien dadurch erneut in existenzielle Not - nicht
wegen der Flucht selbst, sondern weil Hilfsprogramme gekürzt oder eingestellt
werden. In zahlreichen Regionen müssen Schutz- und Versorgungsmaßnahmen bereits
eingeschränkt werden, obwohl der Bedarf weiter hoch ist.
"Das Recht auf Asyl und Schutz wurde nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffen, um
Menschen in existenzieller Not Sicherheit zu bieten. Es ist heute noch genauso
wichtig wie damals. Jede und jeder kann diesen Schutz in einer Krise bitter
nötig haben", so Ricarda Brandts, Vorstandsvorsitzende UNO-Flüchtlingshilfe. Für
Millionen Menschen weltweit sei dieses Recht bis heute lebensrettend.
Die Grundlage dieses Schutzsystems bildet die vor 75 Jahren verabschiedete
Genfer Flüchtlingskonvention. Sie definiert verbindlich, dass Menschen, die vor
Verfolgung fliehen, Anspruch auf Schutz haben. Asyl bedeutet dabei mehr als
Schutz vor unmittelbarer Gefahr: Es umfasst auch Zugang zu Bildung,
Gesundheitsversorgung, Arbeit und die Chance auf ein Leben in Würde.
Langanhaltende Krisen verschärfen die Lage weltweit
Zwar ist die Zahl der weltweit Vertriebenen im Jahr 2025 erstmals seit einem
Jahrzehnt leicht zurückgegangen. Dennoch leben weiterhin rund sieben von zehn
Flüchtlingen in langanhaltenden Vertreibungssituationen - häufig über viele
Jahre oder Jahrzehnte ohne realistische Perspektive auf Rückkehr oder stabile
Integration.
Die UNO-Flüchtlingshilfe warnt, dass sinkende finanzielle Mittel in dieser
Situation besonders gravierende Folgen haben. Wenn humanitäre Programme gekürzt
werden, verschärfen sich Unsicherheit und Perspektivlosigkeit - mit Auswirkungen
auf ganze Regionen und Gesellschaften.
Spenden und zivilgesellschaftliches Engagement unverzichtbar
Vor diesem Hintergrund betont die UNO-Flüchtlingshilfe die zentrale Rolle von
Spenden und Engagement aus der Zivilgesellschaft. Freiwillige Mittel von Staaten
allein reichten zunehmend nicht aus, um die wachsenden humanitären Bedarfe zu
decken. Unterstützung aus der Bevölkerung, von Stiftungen, Unternehmen und
ehrenamtlichem Engagement sei daher entscheidend, um Schutz, Versorgung und
Perspektiven für Geflüchtete zu sichern.
"Solidarität mit Menschen auf der Flucht ist keine abstrakte Haltung, sondern
konkrete Hilfe, die Leben rettet", so Ricarda Brandts. Jede Spende trage dazu
bei, akute Not zu lindern und langfristige Perspektiven zu ermöglichen.
Mehr Informationen unter: https://ots.de/PTza0p
Die UNO-Flüchtlingshilfe ist der deutsche Partner des Flüchtlingshilfswerks der
Vereinten Nationen, UNHCR. Sie mobilisiert Unterstützung für weltweite
Hilfseinsätze, fördert Projekte für Geflüchtete in Deutschland und informiert
über Flucht und ihre Ursachen.
Pressekontakt:
Marius Tünte, Tel. 0228-90 90 86-47,
mailto:marius.tuente@uno-fluechtlingshilfe.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/63012/6296772
OTS: UNO-Flüchtlingshilfe e.V.
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