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Frankfurt/Main (ots) - Viele Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner freuen sich in
den Sommermonaten auf die Ernte von selbst angebautem Gemüse. Mit steigenden
Temperaturen und längeren Trockenphasen wachsen jedoch auch die Anforderungen an
die Pflege der Pflanzen. Bei Tomaten, Salat & Co. kommt es auf die passende
Artenwahl, eine bedarfsgerechte Bewässerung und eine gezielte Bodenpflege an,
damit die Pflanzen auch in den Sommermonaten zuverlässig Ertrag liefern.
Nicht jede Gemüseart verträgt hohe Temperaturen und längere Trockenphasen.
Insbesondere an sonnigen, windanfälligen oder stark aufgeheizten Standorten
lohnt es sich, auf robuste Kulturen zu setzen. Gemüsearten wie Tomaten, Paprika
oder Auberginen kommen mit sommerlicher Wärme und verringerter
Wasserverfügbarkeit meist besser zurecht als viele Blattgemüse. Auch Kürbis,
Möhren, Zwiebeln oder Kartoffeln gelten als vergleichsweise widerstandsfähig.
Empfindlicher reagieren dagegen Gurken, Radieschen oder Kohlrabi. Das bedeutet
jedoch nicht, dass sie sich nicht erfolgreich anbauen lassen. Damit sie auch in
heißen Sommern gedeihen, benötigen sie vor allem eine gleichmäßige
Wasserversorgung. Für die Sommerernte von Blattgemüse bieten sich darüber hinaus
Mangold oder Pflücksalate an, die auch bei höheren Temperaturen meist
zuverlässig wachsen.
Entwicklungsstand berücksichtigen
Ergänzend weist der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) darauf hin, dass auch die
Entwicklungsphase bei der Wasserversorgung berücksichtigt werden sollte.
Besonders empfindlich reagieren Gemüsepflanzen kurz nach der Aussaat oder nach
dem Setzen junger Pflanzen. Fehlt in dieser Zeit ausreichend Feuchtigkeit,
entwickeln sich Wurzeln und Triebe häufig nur schwach, sodass spätere
Trockenperioden schlechter ausgeglichen werden können. Auch während Blüte und
Fruchtbildung wirkt sich Wassermangel unmittelbar auf den Ertrag aus. Tomaten
oder Gurken reagieren auf starke Schwankungen in der Wasserversorgung häufig mit
Wachstumsstörungen oder verminderter Fruchtqualität.
Richtig gießen und Wasser gezielt nutzen
So wichtig eine ausreichende Bewässerung auch ist, gleichzeitig wird ein
sparsamer Umgang mit der Ressource Wasser immer wichtiger. Der IVA rät deshalb
dazu, die Bewässerung möglichst effizient zu gestalten und gibt dazu folgende
Tipps:
- Gegossen werden sollte möglichst in den frühen Morgenstunden. Dann kann das
Wasser in den noch kühleren Boden eindringen und steht den Pflanzen über den
Tag hinweg zur Verfügung.
- Besser als häufige kleine Wassergaben ist eine durchdringende Bewässerung in
größeren Abständen. Dadurch wachsen die Wurzeln tiefer in den Boden, wo die
Feuchtigkeit auch während ausgeprägterer Trockenphasen länger verfügbar
bleibt.
- Kleine Gießmulden sorgen dafür, dass Wasser gezielt den Wurzelbereich erreicht
und weniger ungenutzt verdunstet.
- Tropf- und Bewässerungssysteme geben Wasser langsam und bedarfsgerecht an die
Pflanzen ab. Dadurch gelangt die Feuchtigkeit direkt an die Wurzeln,
Verdunstungsverluste werden reduziert und der Boden bleibt gleichmäßiger
feucht. Besonders in längeren Trockenphasen können solche Systeme die
Wasserversorgung erleichtern und gleichzeitig den Verbrauch senken.
Wer Wasser möglichst effizient einsetzen möchte, kann Regenwasser zum Gießen
nutzen. Regentonnen oder Zisternen ermöglichen es, Niederschläge aus
regenreichen Zeiten zu speichern und später bedarfsgerecht einzusetzen. Das
schont wertvolle Frischwasserressourcen.
Bedingungen auf Balkon und Terrasse
Für alle, die Gemüse in Hochbeeten, Balkonkästen oder Kübeln anbauen, empfiehlt
der IVA, die Bodenfeuchtigkeit besonders aufmerksam im Blick zu behalten. In
Pflanzgefäßen erwärmt sich die Erde deutlich schneller als im Gartenboden und
trocknet entsprechend rascher aus. In heißen und trockenen Phasen sollte die
Feuchtigkeit deshalb regelmäßig kontrolliert und Gießintervalle bei Bedarf
erhöht werden. Helle Pflanzgefäße können zudem dazu beitragen, die Aufheizung zu
verringern.
Mulchen und Bodenpflege entlasten Pflanzen bei Hitze
Neben einer bedarfsgerechten Bewässerung spielt auch der Zustand des Bodens eine
wichtige Rolle, damit Gemüsepflanzen längere Trockenphasen möglichst gut
überstehen. Mulchschichten aus Rasenschnitt, Stroh oder anderen Pflanzenresten
schützen den Boden vor Austrocknung und starker Aufheizung. Gleichzeitig fördern
sie das Bodenleben und tragen dazu bei, die Bodenstruktur langfristig zu
verbessern. Auch Kompost und andere organische Materialien erhöhen den
Humusgehalt und verbessern die Fähigkeit des Bodens, Wasser zu speichern.
Neben Wasser benötigen Gemüsepflanzen auch ausreichend Nährstoffe. Eine
bedarfsgerechte Düngung fördert die Entwicklung kräftiger Wurzeln und
unterstützt ein ausgewogenes Wachstum. Dadurch können die Pflanzen verfügbare
Wasserreserven im Boden besser nutzen und Trockenstress leichter überstehen.
Regelmäßiges Hacken lockert zudem die obere Bodenschicht und verhindert, dass
sich eine verhärtete Kruste bildet. Dadurch kann Wasser leichter bis in tiefere
Bodenschichten und zu den Wurzeln gelangen. Das zahlt sich nicht nur während
längerer Trockenperioden aus. Nach längeren Hitzephasen können auch plötzliche
Starkregen oder Unwetter zur Belastung werden, weil ausgetrocknete Böden
Niederschläge häufig nur schlecht aufnehmen. Gut gepflegte Böden mit einer
lockeren Struktur können Wasser besser versickern lassen und Verschlämmung
reduzieren.
Pressekontakt:
Industrieverband Agrar e. V. (IVA)
c/o WPR COMMUNICATION
Christina Carty-Bode
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OTS: Industrieverband Agrar e.V. (IVA)
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