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Berlin (ots) - Deutschlands Apothekerinnen und Apotheker unterstützen das Ziel,
die Finanzierung der Krankenkassen zu stabilisieren. Zugleich kritisieren sie
eine geplante, erneute wirtschaftliche Belastung der Apotheken. Denn nach Jahren
der chronischen Unterfinanzierung sind weitere Belastungen schlichtweg
überproportional und gefährlich. Das schreibt die ABDA - Bundesvereinigung
Deutscher Apothekerverbände in ihrer heutigen Stellungnahme zum Entwurf eines
Gesetzes zur Stabilisierung der Beitragssätze in der Gesetzlichen
Krankenversicherung (GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz). Am kommenden Montag
findet eine öffentliche Anhörung zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz im
Gesundheitsausschuss des Bundestages in Berlin statt. Der Bundesrat hatte in
seiner Stellungnahme vom 12. Juni 2026 bereits eine zusätzliche finanzielle
Belastung der Apotheken abgelehnt.
ABDA-Präsident Thomas Preis sagt: "Politik und Gesellschaft sind sich einig,
dass die Apotheken gestärkt und ihre pharmazeutischen Leistungen ausgeweitet
werden müssen. Nur so lassen sich Primärversorgung und Krisenresilienz im
Gesundheitswesen zukunftsfest machen. Zugleich will die Bundesregierung ab 2027
den Apothekenabschlag zugunsten der Krankenkassen von 1,77 auf 2,07 Euro pro
verordnetem Medikament erhöhen. Dabei haben die Apotheken von 2013 bis 2026
durch die fehlende Anpassung des Packungsfixums bereits Sparbeiträge in
Milliardenhöhe zugunsten der Krankenkassen erbracht. Denn: Ihr Honorar wurde in
diesem Zeitraum nie an die wirtschaftliche Gesamtentwicklung angepasst. Nun soll
das gerade erst stufenweise erhöhte Festhonorar gleich wieder eingekürzt werden.
Das lehnen wir entschieden ab, weil es die Apotheken finanziell belastet, ihre
Planungssicherheit gefährdet, Apothekenneugründungen für den pharmazeutischen
Nachwuchs in strukturschwachen Regionen unattraktiv macht und somit die
flächendeckende Versorgung belastet. Wir appellieren deshalb an den Bundestag
als Gesetzgeber: Greifen Sie das Veto des Bundesrats auf - und lassen Sie eine
neuerliche Schwächung des Apothekensystems nicht zu!".
Die ABDA-Stellungnahme und mehr Informationen unter http://www.abda.de
Pressekontakt:
Benjamin Rohrer, Pressesprecher, 030 40004-132, mailto:presse@abda.de
Christian Splett, Stv. Pressesprecher, 030 40004-137, mailto:c.splett@abda.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/7002/6297028
OTS: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände
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