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Frankfurt (ots) - Ansatzpunkte für Protest von links bietet die Reform-Agenda
der Merz-Regierung - zumal dafür auch die SPD in Haftung genommen werden kann.
Die Linkspartei müsste es allerdings schaffen, dass die absehbare Empörung über
Sozialkürzungen bei ihr einzahlt statt bei der AfD. Dafür muss sie vor Ort aktiv
und sichtbar sein, in der Unterstützung von Menschen, die Grundsicherung oder
Rente beziehen, die zur Miete leben, die den Kriegsdienst verweigern wollen.
Das wurde beim Parteitag zu Recht als Erfolgsrezept gepriesen. Das Potenzial ist
da, angesichts eines rasanten Mitgliederbooms. Aber nur, wenn sich die vielen
jungen Mitglieder für die Situation ihrer Nachbarinnen und Nachbarn
interessieren - und sich nicht darauf beschränken, Krieg und Gewalt in aller
Welt zu verurteilen. Auch das ist notwendig. Doch zu Wahlerfolgen trägt es so
gut wie nichts bei, umso mehr aber zu innerparteilichem Streit, wie die
Nahost-Debatte erneut zeigte.
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