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Heidelberg (ots) - Es könnte gerade so gut für Labour laufen. Bei den letzten
Wahlen verschafften die vom Brexit gebeutelten Briten der Partei eine
historische Mehrheit. Doch anstatt diese zu nutzen und das Land aktiv zu
gestalten, fällt Starmers Regierung vor allem durch parteiinterne Rangeleien und
Skandale auf. Politische Erfolge treten in den Hintergrund - wovon vor allem die
Rechtspopulisten von Nigel Farage profitieren. Dessen Partei Reform UK liegt
mittlerweile in vielen Umfragen vorne. Jetzt ist Handeln gefragt: Nur ein
demonstrativer Neuanfang böte Labour die Chance, das Vertrauen der Wähler
zurückzugewinnen. Und Starmer muss klar sein, dass ein offener Machtkampf mit
seinem Herausforderer Andy Burnham die Partei weiter schwächen könnte. Zwar
birgt auch ein Rücktritt Risiken: Ob Burnham in der Downing Street wirklich
erfolgreicher wäre, müsste er erst noch beweisen. Aber ein Weiter-So könnte 2029
Farage ins Amt des Premiers bringen - und das wäre nicht nur für die Briten
gefährlich. Inwieweit die Unzufriedenheit mit der Regierung nun Starmer
persönlich anzulasten ist, bleibt daher unerheblich. Am Ende trägt er die
Verantwortung.
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Rhein-Neckar-Zeitung
Dr. Klaus Welzel
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