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Berlin (ots) - Mit dem Schwerpunkt auf psychische Gesundheit im Arbeitskontext
widmet sich das 11. Präventionsforum, das heute in Berlin stattfindet, einem
gesellschaftlich besonders relevanten Thema. Mehr als 200 Fachleute aus Politik,
Sozialversicherung, Wissenschaft und Praxis diskutieren auf Einladung der
Nationalen Präventionskonferenz über aktuelle Herausforderungen und wirksame
Präventionsansätze für eine gesunde Arbeitswelt. Lilian Tschan, Staatssekretärin
im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, richtet ein Grußwort an die
Teilnehmenden.
Für die Arbeitswelt ist psychische Gesundheit eine zentrale Voraussetzung für
Leistungsfähigkeit, Arbeitszufriedenheit und gesellschaftliche Teilhabe.
Gleichzeitig zeigen aktuelle Zahlen den Handlungsbedarf: Psychische und
Verhaltensstörungen verursachten im Jahr 2024 laut Krankenkassendaten 16,7
Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage und waren damit die dritthäufigste Ursache
für krankheitsbedingte Fehlzeiten. Mit rund 42 Prozent aller Fälle sind sie
zudem der häufigste Grund für eine Erwerbsminderungsrente.
Psychische Gesundheit schützen und stärken
Ein wichtiger Baustein für die psychische Gesundheit sind sichere und gesunde
Arbeitsbedingungen. Die Arbeitswelt bietet Strukturen, die Prävention und
Gesundheitsförderung für alle Menschen erreichbar machen. "Unser Ziel ist es,
Unternehmen dabei zu unterstützen, auch die psychische Gesundheit ihrer
Beschäftigten zu erhalten, Gefährdungen zu reduzieren und gesundheitsförderliche
Ressourcen zu stärken. Mit dem Präventionsforum setzen wir das
trägerübergreifende Zusammenwirken bei diesem wichtigen Thema fort und schaffen
Impulse für Kooperationen und wirksame Präventionsansätze", so Dr. Stephan
Fasshauer, amtierender Vorsitzender der Nationalen Präventionskonferenz (NPK)
und Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).
Digitalisierung: Zwischen Entlastung und Belastung
Das diesjährige Präventionsforum geht auch auf die Digitalisierung ein, die die
Arbeitswelt grundlegend verändert und neue Anforderungen an Beschäftigte und
Führungskräfte stellt. Flexible Arbeitszeiten, mobiles Arbeiten und Führung auf
Distanz eröffnen zwar Möglichkeiten, können jedoch auch zusätzliche
Herausforderungen mit sich bringen. Ein Beispiel ist sogenannter Technostress,
der durch die Nutzung digitaler Technologien entstehen kann. Gleichzeitig bieten
digitale Anwendungen erhebliche Potenziale zur Entlastung: Sie können
Arbeitsabläufe effizienter gestalten und Routinetätigkeiten übernehmen. Im
Bereich der Prävention schaffen sie zudem neue Möglichkeiten, Krankheiten zu
verhindern, ihr Fortschreiten zu verzögern oder ihre gesundheitlichen Folgen
abzumildern.
Stressoren erkennen, Ressourcen stärken
"Gut gestaltete Arbeit kann psychische Gesundheit stärken und stabilisieren.
Durch Prävention und Gesundheitsförderung können Stressoren frühzeitig erkannt
und Ressourcen gezielt gestärkt werden. Wichtig sind beispielsweise gute Führung
und soziale Unterstützung von Kolleginnen und Kollegen. Arbeit sollte nicht nur
als Risiko- oder Belastungsfaktor betrachtet werden", so Simone Borchardt, MdB,
Präsidentin der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e. V.
(BVPG). Neben den Themen Führung, Gewaltprävention und Mobbing stehen beim
diesjährigen Präventionsforum auch die Suchtprävention sowie die Förderung
psychischer Gesundheit in kleinen und mittleren Unternehmen im Fokus.
Die Vorträge und die Dokumentation der Veranstaltung werden in Kürze auf der
Website der Nationalen Präventionskonferenz veröffentlicht.
Weitere Informationen zu Prävention und Gesundheitsförderung finden
Interessierte auch auf dem LinkedIn-Kanal der Nationalen Präventionskonferenz:
https://www.linkedin.com/company/nationale-praeventionskonferenz/
Hintergrund Nationale Präventionskonferenz
Die Nationale Präventionskonferenz (NPK) wurde mit dem am 25.07.2015 in Kraft
getretenen Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und Prävention
eingerichtet. Ihre Aufgabe ist es, eine nationale Präventionsstrategie zu
entwickeln und fortzuschreiben (§§ 20d und 20e SGB V). Träger der NPK sind die
gesetzliche Kranken-, Unfall- und Rentenversicherung sowie die soziale
Pflegeversicherung, vertreten durch ihre Spitzenorganisationen:
GKV-Spitzenverband als Spitzenverband Bund der Kranken- und Pflegekassen,
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, Sozialversicherung für Landwirtschaft,
Forsten und Gartenbau sowie Deutsche Rentenversicherung Bund. Sie bilden die NPK
als Arbeitsgemeinschaft nach § 94 Absatz 1a SGB X. Der Vorsitz rotiert zwischen
den Trägern, im Jahr 2026 hat die DGUV den Vorsitz. Seit dem 10. Februar 2017
ist ergänzend zu den Trägern auch der Verband der Privaten Krankenversicherung
e. V. (PKV-Verband) stimmberechtigtes NPK-Mitglied. Weitere Informationen zur
NPK finden Sie unter http://www.npk-info.de .
Das Präventionsforum ist eine in der Regel einmal jährlich stattfindende
Fachkonferenz, die dazu dient, die Fachöffentlichkeit in die Arbeit der NPK
einzubeziehen. Die Veranstaltung wird von der Bundesvereinigung Prävention und
Gesundheitsförderung e. V. (BVPG) im Auftrag der NPK-Träger und des
PKV-Verbandes durchgeführt und dokumentiert.
Pressekontakt:
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV)
Spitzenverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften
und der Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand
Glinkastraße 40, 10117 Berlin
Pressesprecher Stefan Boltz
Tel.: +49 30 13001-1414
E-Mail: mailto:presse@dguv.de
https://www.dguv.de
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OTS: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)
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