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Berlin (ots) - Das Gesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze in der
gesetzlichen Krankenversicherung wurde gestern im Gesundheitsausschuss des
Bundestages im Rahmen einer öffentlichen Anhörung diskutiert. Ziel des Vorhabens
ist es, die Beitragssätze zur gesetzlichen Krankenversicherung durch eine
Ausgabenreform im Gesundheitswesen zu stabilisieren. Die Plasma Protein
Therapeutics Association Deutschland e.V. (PPTA) erkennt an, dass der
eingebrachte Entwurf Aspekte im Zusammenhang mit der Versorgungsrealität von
Blutplasmapräparaten berücksichtigt und verweist auf die versorgungskritische
Bedeutung dieser lebenswichtigen Therapien.
Gesetzentwurf berücksichtigt Besonderheiten und Sonderstellung von
Blutplasmapräparaten
Blutplasmapräparate werden in verschiedenen Versorgungszusammenhängen, unter
anderem in der Grund- und Krisenversorgung als auch für die Behandlung von
seltenen Erkrankungen benötigt. Sie sind kritisch für die Patientenversorgung
und daher sowohl im EU-Critical Medicines Act als auch größtenteils in der Liste
der versorgungskritischen Wirkstoffe des BfArM gelistet.
Die Produktion von Blutplasmapräparaten unterscheidet sich stark von der von
synthetisch-chemischen Arzneimitteln. Blutplasmapräparate werden auf Basis
freiwilliger menschlicher Blutplasmaspenden in komplexen Produktionszyklen von
circa sieben bis zwölf Monaten gewonnen. Dadurch ist die Produktion erheblich
aufwendiger und teurer als bei Tabletten. Zusätzlich steigt der Druck auf die
Branche kontinuierlich. Die Gründe dafür sind die Erweiterung des medizinischen
Indikationsspektrums, höhere Produktionskosten und eine stagnierende
Spendenbereitschaft in der Bevölkerung; hier spielt insbesondere der
demografische Wandel und der hohe Anteil älterer Spender und Spenderinnen eine
Rolle. Blutplasmapräparate sind demnach medizinisch unverzichtbar und ihre
Herstellung besonders komplex.
Der Gesetzentwurf erkennt die medizinische Relevanz, strukturelle Abhängigkeit
von freiwilliger Spendenbereitschaft und das Versorgungsrisiko durch die
besondere Produktion an und berücksichtigt Arzneimittel mit
versorgungskritischen Wirkstoffen mit einer Sonderstellung im Rahmen des
dynamisierten Herstellerabschlages. Nicht berücksichtigt ist diese
Sonderstellung bei dem sogenannten fixen Herstellerabschlag, der aktuell 7
Prozent beträgt. PPTA Deutschland fordert, dass diese Regelung nicht nur beim
dynamisierten, sondern auch beim fixen Herstellerabschlag eingeführt wird.
Dies ist ein wichtiger Schritt, damit die Branche den Zugang zu
lebensnotwendigen Therapien, wie z.B. Immunglobulin- und Gerinnungstherapien,
dauerhaft sicherstellen kann. Daher ist es essenziell, dass diese Festlegung
auch im weiteren Gesetzgebungsverfahren bestehen bleibt.
" Durch die besondere Berücksichtigung von Arzneimitteln mit
versorgungskritischen Wirkstoffen stellt der Gesetzgeber die Versorgung von
Patienten und Patientinnen mit lebenswichtigen Blutplasmatherapien sicher ", so
Dr. Petros Gatsios, Vorstandsvorsitzender von PPTA Deutschland.
Über die PPTA
Die Plasma Protein Therapeutics Association Deutschland e.V. (PPTA) ist ein
dynamischer Industrieverband, der einen einzigartigen Bereich innerhalb der
Biologika- und Biotechnologiebranche vertritt. Die PPTA repräsentiert mehr als
1.000 Blutplasmaspendezentren in Nordamerika und Europa, davon über 70 in
Deutschland, sowie die Hersteller lebenswichtiger Blutplasmapräparate. Unsere
Mitgliedsunternehmen produzieren rund 50 % der in Europa hergestellten Produkte
in diesem Bereich und setzen globale Standards für die Gewährleistung von
Qualität und Sicherheit bei der Blutplasmaspende sowie bei der Verarbeitung von
Blutplasma zu Arzneimitteln.
Pressekontakt:
Marilena Vrana
Vice President, Public Affairs & EU Operations
mailto:mvrana@pptaglobal.org
+32 487 558 679
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/182180/6300689
OTS: Plasma Protein Therapeutics Association Deutschland e.V. (PPT
A)
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