|
Stuttgart (ots) - Glaubwürdigkeit, predigte vor vielen Jahren der damalige
Ministerpräsident Erwin Teufel, entstehe durch die Übereinstimmung von Wort und
Tat. Wenn die Menschen sähen, dass Versprechen tatsächlich eingelöst würden,
fassten sie Vertrauen. Für seine Nachnachfolger an der Spitze des Landes, Cem
Özdemir und Manuel Hagel, gilt das nicht minder. Doch das neue grün-schwarze
Führungsduo zeigt gerade, wie man es nicht macht. (...) Mehrere Gelegenheiten,
mit gutem Beispiel voranzugehen, hat die grün-schwarze Regierung schon
verstreichen lassen. Die Zahl der Ministerien etwa blieb unverändert, obwohl es
durchaus Spielräume gegeben hätte. Auch an die vielen Staatssekretärsposten, die
unter Kretschmann entstanden waren, ging Grün-Schwarz nicht beherzt heran. Dabei
werden sie weniger zum Regieren benötigt, als vielmehr zur Absicherung von
innerparteilicher Macht. Wer seine Leute zu versorgen weiß, stärkt seine eigene
Position. Am Ende aber schwächt er die Akzeptanz der Demokratie.
Pressekontakt:
Stuttgarter Nachrichten
Chef vom Dienst
Frank Schwaibold
Telefon: 0711 / 7205 - 7110
cvd@stn.zgs.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/39937/6300700
OTS: Stuttgarter Nachrichten
|