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Berlin (ots) -
- Neue Pkw in Deutschland werden seit 2000 jährlich im Schnitt 1,2 Zentimeter
länger und 0,5 Zentimeter höher
- Überdimensionierte Fahrzeuge gefährden Leib und Leben besonders für Kinder,
Ältere, Fußgänger und Radfahrende
- DUH fordert verbindliche Obergrenzen für neue Pkw: maximal 85 Zentimeter
Motorhaubenhöhe, 192 Zentimeter Fahrzeugbreite und fünf Meter Länge bei Pkw
mit bis zu fünf Sitzplätzen
- DUH fordert zudem eine Reform der Kfz-Steuer, nach Größe der Fahrzeuge
gestaffelte Parkgebühren und ein Verbot übergroßer SUV und Pick-ups in
Innenstädten
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert alle deutschen Städte auf, gegen den
Trend zu immer größeren Autos aktiv zu werden und übergroße SUV und Pick-ups aus
den dicht besiedelten Innenstädten zu verbannen. Eine neue Studie von Transport
& Environment (T&E) zeigt: Die durchschnittliche Länge neu verkaufter Autos hat
seit dem Jahr 2000 jährlich im Durchschnitt um 1,2 Zentimeter und die Gesamthöhe
um 0,5 Zentimeter zugenommen. Gleichzeitig steigen Breite der Fahrzeuge und Höhe
der Motorhauben Jahr für Jahr an. Das hat dramatische Folgen für
Verkehrssicherheit, Klimaschutz und den knappen öffentlichen Raum in Städten.
Dazu Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: "Unsere Städte werden mit
immer mehr und immer größeren Autos geflutet. Trotz sinkender Familiengrößen und
geringerer Fahrzeugauslastung weigern sich die deutschen Automobilhersteller
konsequent, Kleinwagen zu produzieren und zu bewerben. Immer größere Autos
blockieren zunehmend Gehwege und Grünflächen und machen Unfälle tödlicher -
besonders für Kinder, Ältere und Menschen, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs
sind. Wenn Städte dem nun einen Riegel vorschieben, ist das nichts als Notwehr.
Neben einem Verbot von Monster-SUV und Pick-ups in Innenstädten, braucht es
regulatorische Vorgaben gegen den SUV-Wahn. Paris macht es vor: Hier gelten für
überdimensionierte Fahrzeuge bis zu dreifach höhere Parkgebühren."
Die DUH fordert verbindliche Obergrenzen für die Größe neuer Pkw, insbesondere
eine Begrenzung der Motorhaubenhöhe auf maximal 85 Zentimeter und der
Fahrzeugbreite auf maximal 192 Zentimeter, um die absurdesten Stadtpanzer zu
unterbinden. Nach Auffassung der DUH dürfen Pkw mit bis zu fünf Sitzplätzen
zudem maximal fünf Meter lang sein. Darüber hinaus braucht es eine Reform der
Kfz-Steuer nach CO2-Ausstoß und Gewicht sowie die Möglichkeit für Kommunen,
Parkgebühren konsequent nach ökologischen Kriterien wie Größe, Gewicht oder
Motorisierung der Fahrzeuge zu staffeln.
Hintergrund:
Die Studie vergleicht die Entwicklung mit einem sogenannten
"Right-Sizing"-Szenario, in dem der Trend zu immer größeren Pkw durch politische
Maßnahmen gebremst und die Fahrzeugmaße bis 2040 wieder auf das Niveau von 2010
bis 2015 zurückgeführt werden. Bei anhaltendem Trend könnten laut der Studie bis
2040 über 2.500 zusätzliche Erwachsene und 79 Kinder auf europäischen Straßen
getötet werden.
Link:
Zur Studie: https://www.transportenvironment.org/articles/ever-bigger-car-size-a
t-a-crossroads
Pressekontakt:
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer
0171 3649170, mailto:resch@duh.de
DUH-Newsroom:
030 2400867-20, mailto:presse@duh.de
http://www.duh.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/22521/6300756
OTS: Deutsche Umwelthilfe e.V.
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