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Berlin (ots) - Mit einem rund 80 Meter langen und mit Sand beladenen
Frachtschiff hat die deutsche Gesteinsindustrie heute im Berliner
Regierungsviertel für eine stärkere Rohstoffsicherung und schnellere
Genehmigungsverfahren demonstriert. Auf der Spree vor dem Reichstagsgebäude
machte die Branche auf die zentrale Bedeutung von Sand, Kies und Naturstein für
Wohnungsbau, Infrastruktur und Energiewende aufmerksam.
Das Schiff war mit großflächigen Bannern versehen. Botschaften wie "Was nützt
das Sondervermögen ohne Gesteinsrohstoffe?" oder "Kies, Sand, Schotter und
Splitt stecken im Genehmigungsstau" richteten sich unmittelbar an Politik und
Öffentlichkeit. Begleitet wurde die Aktion von einer Kundgebung am Spreeufer
gegenüber dem Reichstagsgebäude.
Rohstoffe nicht vergessen
Die Aktion fand unmittelbar vor den Beratungen des Deutschen Bundestages über
das Infrastruktur-Zukunftsgesetz sowie die Baugesetzbuch-Novelle mit Änderungen
im Raumordnungsrecht statt. Aus Sicht der Branche werden die unverzichtbaren
heimischen Baurohstoffe in den aktuellen Gesetzesvorhaben nicht ausreichend
berücksichtigt.
"Wer mehr bauen will, muss auch die Kies- und Gesteinslagerstätten im
Raumordnungsgesetz sichern. Wer Infrastrukturbau und -sanierung beschleunigen
will, muss auch die Genehmigungsverfahren für Kiesgruben und Steinbrüche
beschleunigen", erklärte Christian Strunk, Präsident des Bundesverbands
Mineralische Rohstoffe (MIRO), bei der Kundgebung.
Die zentrale Botschaft der Branche lautet daher: Wer mehr Wohnungsbau, eine
moderne Infrastruktur, eine erfolgreiche Energiewende und eine resiliente
Wirtschaft will, muss auch die Versorgung mit den dafür notwendigen Rohstoffen
sichern.
Überragendes öffentliches Interesse
Nach Auffassung der Gesteinsindustrie muss die vorsorgende Sicherung von
Lagerstätten sowie die Gewinnung und Aufbereitung mineralischer Rohstoffe
künftig denselben Stellenwert erhalten wie andere Infrastruktur- und
Energievorhaben.
Deshalb fordert die Branche, die Rohstoffgewinnung im Raumordnungsrecht
ausdrücklich als "überragendes öffentliches Interesse" anzuerkennen. Zugleich
fordert
die Branche eine deutliche Beschleunigung der Planungs- und
Genehmigungsverfahren. In vielen Regionen Deutschlands dauerten Genehmigungen
für die Gewinnung heimischer Rohstoffe teilweise zehn Jahre und mehr. Die Folge
seien Unsicherheiten für Unternehmen, eine zunehmende Verknappung regional
verfügbarer Baurohstoffe und steigende Transportwege.
An der Demonstration beteiligten sich Unternehmen und Verbände aus zahlreichen
Regionen Deutschlands. Damit wurde deutlich: Die Herausforderungen bei der
Rohstoffgewinnung sind kein regionales, sondern ein bundesweites Thema.
"Versorgungssicherheit beginnt im eigenen Land", "Ohne Steine keine Brücke" und
"Rohstoffsicherung ist Daseinsvorsorge" lauteten die Botschaften auf den
Plakaten der Demonstrierenden.
Pressekontakt:
Bundesverband Mineralische Rohstoffe e.V. - MIRO
Susanne Funk (Geschäftsführerin Politik & Kommunikation)
Tel.: 030 2021 5660
mailto:berlin@bv-miro.org
Sascha Kruchen (Pressearbeit)
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OTS: Bundesverband Mineralische Rohstoffe e.V. - MIRO
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