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WIESBADEN (ots) -
- Zahl der schweinehaltenden Betriebe sinkt binnen Jahresfrist, Schweinebestand
steigt aber um 0,6 % auf 21,0 Millionen Tiere
- Trend zu größeren Betrieben hält an: Rund 1 400 Schweine pro Betrieb im Mai
2026, zehn Jahre zuvor waren es durchschnittlich rund 300 Tiere weniger
- Rinderbestand bleibt im Vorjahresvergleich stabil bei rund 10,4 Millionen
Tieren
Zum Stichtag 3. Mai 2026 gab es in Deutschland 14 700 Betriebe mit
Schweinehaltung. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen
Ergebnissen der Viehbestandserhebung mitteilt, nahm die Zahl der
schweinehaltenden Betriebe damit im Vergleich zum Stichtag 3. November 2025 um
3,2 % (-490 Betriebe) ab. Im Vergleich zum Vorjahr (3. Mai 2025) sank die Zahl
der Betriebe um 3,6 % (-550 Betriebe) und im Zehnjahresvergleich um 40,0 % (-9
800 Betriebe seit 2016).
22,5 % weniger Schweine im Zehnjahresvergleich
Die Zahl der in Deutschland gehaltenen Schweine lag zum Stichtag 3. Mai 2026 bei
rund 21,0 Millionen Tieren. Gegenüber dem 3. November 2025 ging der Bestand um
2,3 % oder 501 400 Tiere zurück, im Vergleich zum Vorjahr stieg er jedoch leicht
um 0,6 % oder 131 100 Tiere. Im Zehnjahresvergleich nahm der Schweinebestand
deutlich um 22,5 % ab (-6,1 Millionen Tiere seit 2016). Damit hält die
Entwicklung hin zu größeren Betrieben an: Während im Jahr 2016 ein Betrieb
durchschnittlich rund 1 100 Schweine hielt, waren es zehn Jahre später rund 1
400 Tiere pro Betrieb.
Weniger Mastschweine, aber deutlich mehr Ferkel und Jungschweine als im Vorjahr
Für die einzelnen Tierkategorien der Schweinehaltung ergibt sich folgendes Bild:
Zum Stichtag 3. Mai 2026 wurden 9,0 Millionen Mastschweine in Deutschland
gehalten. Das sind 2,5 % weniger als am 3. November 2025 (-228 500 Tiere).
Dieser Trend bestätigt sich auch im Vorjahresvergleich. Hier lag der Rückgang
bei 4,2 % (-394 300 Tiere). Die Zahl der Ferkel und der Jungschweine lag im Mai
2026 bei 10,6 Millionen Tieren und sank damit seit November 2025 ebenfalls (-2,3
% oder -255 400 Tiere). Im Vorjahresvergleich ist jedoch ein Wachstum um 5,1 %
(+515 300 Tiere) zu verzeichnen. Die Zahl der Zuchtsauen lag im Mai 2026 mit 1,4
Millionen Tieren um 0,9 % niedriger als im November 2025 (-12 300 Tiere) und um
0,9 % (+12 700 Tiere) höher als im Mai 2026.
Rinderbestand binnen Jahresfrist kaum verändert
Der Rinderbestand belief sich zum 3. Mai 2026 in Deutschland auf rund 10,4
Millionen Tiere, darunter 3,6 Millionen Milchkühe. Der Rinderbestand blieb damit
im Vergleich zum Vorjahr stabil (+0,2 % oder 17 200 Tiere). Gegenüber dem
Stichtag 3. November 2025 verringerte sich der Bestand jedoch leicht um 0,7 %
(-67 800 Tiere). Im Zehnjahresvergleich setzt sich der rückläufige Trend fort:
Im Vergleich zu Mai 2016 sank der Bestand an Rindern um 17,6 % (-2,2 Millionen
Tiere).
Der Milchkuhbestand verzeichnete gegenüber November 2025 einen leichten Rückgang
von 0,2 % (-7 900 Tiere) und gegenüber Mai 2025 einen leichten Anstieg von 0,3 %
(+10 400 Tiere). Insgesamt blieb der Bestand an Milchkühen damit binnen
Jahresfrist weitgehend stabil. Im Zehnjahresvergleich verringerte sich die Zahl
der Milchkühe um 16,0 % (-683 300 Tiere).
Bei der Zahl der Rinderhaltungen setzte sich der langjährige rückläufige Trend
fort: Gegenüber November 2025 sank die Zahl der Rinderhaltungen um 1,8 % (-2 200
Haltungen) auf 120 300 und die Zahl der Milchkuhhaltungen um 2,0 % (-900
Haltungen) auf 46 200. Im Zehnjahresvergleich seit 2016 verringerte sich die
Zahl der Rinderhaltungen um 18,7 % (-27 600 Haltungen) und die Zahl der
Milchkuhhaltungen um 35,2 % (-25 100 Haltungen).
Methodische Hinweise:
Die Erhebungen über die Schweine- und Rinderbestände werden halbjährlich jeweils
zum Stichtag 3. Mai und 3. November durchgeführt.
Die Ergebnisse der Viehbestandserhebung sind nur bedingt mit den Ergebnissen der
Agrarstrukturerhebung vergleichbar. Es werden weniger Tierarten zu einem anderen
Stichtag erfasst und unterschiedliche Erfassungsgrenzen berücksichtigt. Bei der
Viehbestandserhebung Schweine zählen landwirtschaftliche Betriebe erst ab 50
Schweinen oder 10 Zuchtsauen zur Grundgesamtheit, außerdem werden hier keine
Betriebe mit Schweinehaltung in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen
einbezogen. Bei der Agrarstrukturerhebung werden dagegen auch Betriebe mit
geringeren Schweinebeständen sowie Betriebe in den Stadtstaaten erfasst. In der
Viehbestandserhebung Rinder bilden, anders als in der Agrarstrukturerhebung
(landwirtschaftliche Betriebe), alle landwirtschaftlichen Haltungen mit Rindern
die Grundgesamtheit.
Bei Betrieben handelt es sich um technisch-wirtschaftliche Einheiten, die für
Rechnung eines Inhabers bewirtschaftet werden und einer einheitlichen
Betriebsführung unterliegen. Ein Betrieb kann aus mehreren Haltungen bestehen.
Rinder werden in Haltungen veröffentlicht, was den Meldestellen beziehungsweise
den tierseuchenrechtlichen Einheiten entspricht, die nach § 26 Abs. 2 Satz 1 der
Viehverkehrsverordnung in der Datenbank des "Herkunftssicherungs- und
Informationssystem für Tiere" (HIT-Datenbank) erfasst sind.
Im Rahmen der Viehbestandserhebungen werden keine Informationen zu
Stallhaltungsverfahren in der Tierhaltung erhoben. Hier stehen als aktuellste
Daten die Ergebnisse der Landwirtschaftszählung 2020 zur Verfügung.
Weitere Informationen:
Weitere Daten und lange Zeitreihen zum Viehbestand können über die Tabellen der
Themenbereiche 41311 (bis 2010), 41312 (Rinder), 41313 (Schweine) und 41314
(Schafe) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen
und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter
www.destatis.de/pressemitteilungen.
Weitere Auskünfte:
Tierhaltung und Fischerei
Telefon: +49 611 75 8660
www.destatis.de/kontakt
Pressekontakt:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
www.destatis.de/kontakt
Telefon: +49 611-75 34 44
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/32102/6302546
OTS: Statistisches Bundesamt
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